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TI486DLC-40 & ULSI DX/DLC 40MHz: Floating point exception
Arnulf zu Linden Offline
Hat und braucht kein Smartphone!

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Registriert seit: Oct 2012
Beitrag #1
TI486DLC-40 & ULSI DX/DLC 40MHz: Floating point exception
Hardware:
Prozessor: TI486DLC-40
Koprozessor: ULSI DX/DLC 40MHz
Hauptplatine: Magitronic TK-C491/493/386-4N-DO4 (baugleich: I3U4913; in TH99 enthalten)
RAM: 32 MiB = 8× 4 MiB SIMM 70 ns 4M×9
Grafikarte: Trident TVGA8900C
Sofware: Slackware 9.0, Kernel 2.4.33.3

In bestimmten Fällen schmeißt das System eine "Floating point exception". So lässt sich z.B. kein Kernel darauf kompilieren oder X starten bzw. X -probeonly erfolgreich durchführen. hwclock --systohc wird ebenfalls mit einer "Floating point exception" abgebrochen. Was ist da los?

Wenn es mal "etwas" älter sein darf:
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10.03.2018 01:55
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DosAmp Offline
outrun

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Beitrag #2
RE: TI486DLC-40 & ULSI DX/DLC 40MHz: Floating point exception
Ist der Koprozessor überhaupt mit 486er-Prozessoren kompatibel, selbst wenn er synchron mit 40 MHz zur CPU läuft? Ich finde den nur als ULSI US83C87. Auf der anderen Seite fügte die 80486-Familie auch keine neuen Fließkomma-Instruktionen hinzu.
Ansonsten gibt es hier ein Diagnose-Programm, das die Kompatibilität einer Fließkomma-Einheit testet: https://github.com/AstroVPK/paranoia (https://github.com/AstroVPK/paranoia/arc...ter.tar.gz)
Zum näheren Debugging z. B. mit GDB kann man dieses mit -g -DNOSIGNAL bauen, damit es nicht eigenhändig Floating Point Exceptions abfängt.

[Bild: w6Jtzbg.gif]
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.03.2018 02:29 von DosAmp.)
10.03.2018 02:28
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Arnulf zu Linden Offline
Hat und braucht kein Smartphone!

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Registriert seit: Oct 2012
Beitrag #3
RE: TI486DLC-40 & ULSI DX/DLC 40MHz: Floating point exception
(10.03.2018 02:28)DosAmp schrieb:  Ist der Koprozessor überhaupt mit 486er-Prozessoren kompatibel, selbst wenn er synchron mit 40 MHz zur CPU läuft?

Zitat:The 486DLC can be described as a 386DX with the 486 instruction set and 1 KB of on-board L1 cache added. Because it used the 386DX bus (unlike its 16-bit cousin, the 486SLC) it was a fully 32-bit chip. Like the 386 and 486SX, it had no on-board math coprocessor, but unlike the 486SX, it could make use of an Intel 387DX or compatible numeric coprocessor.
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Cyrix_Cx486DLC

(10.03.2018 02:28)DosAmp schrieb:  Ich finde den nur als ULSI US83C87.

Es ist dieses Vieh: ULSI DX/DLC 40MHz

Das "DLC" im Namen könnte ja ein Hinweis sein, dass der auch mit den 486DLC-Prozessoren laufen soll.

(10.03.2018 02:28)DosAmp schrieb:  Ansonsten gibt es hier ein Diagnose-Programm, das die Kompatibilität einer Fließkomma-Einheit testet: https://github.com/AstroVPK/paranoia (https://github.com/AstroVPK/paranoia/arc...ter.tar.gz)

Für den ersten Anlauf: paranoia auf einem anderen 386er mit gleicher Softwarebasis – Geht auch ein stärkerer ia32, oder baut der Compiler dann Scheiße wegen des moderneren Prozessors oder neuerer Software? – bauen und dann auf der Problemkiste laufen lassen?

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.03.2018 03:27 von Arnulf zu Linden.)
10.03.2018 03:21
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Dirk Offline
Software Archäologe

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Beitrag #4
RE: TI486DLC-40 & ULSI DX/DLC 40MHz: Floating point exception
Man sieht, die Dinger sind immer noch so unbekannt wie früher. Für Schnellleser: 386er Sockel, 486 angelehnte Instruktionen und ein sehr kleiner Interner Cache. Abar kein Co Prozessor.

Alles was ich je von den Dinger gelesen habe, war immer mit Problemen behaftet. Viele Boards waren nie angepasst, was heute alles mit Microcode und BIOS/UEFI Update bei einer neuen CPU Generation kam, kannten die Boards damals nie.

Hast du Testweise die Caches deaktiviert? Nen i386er läuft mit dem 387 Problemlos? Kann auch sein, das Instruktionen abgefragt werden, die CPU dann als 486er eingeschätzt wird, und dann aber nicht voll kompatibel ist. Beim 486er gabs ja nie nen CoProzessor. Alle SX schalteten sich komplett ab, wenn ein 487er eingebaut war, weil der ja nen DX mit 3 Pins vertauscht war.

Wenn man damals nicht irgendwas optimiertes für nen DLC hatte, machte das Ding mehr Ärger als Nutzen.

10.03.2018 10:17
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Arnulf zu Linden Offline
Hat und braucht kein Smartphone!

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Beitrag #5
RE: TI486DLC-40 & ULSI DX/DLC 40MHz: Floating point exception
So, läuft jetzt! X mit fvwm95 flimmert gerade in der Röhre.

Nochmal die Einstellungen der Steckbrücken kontrolliert – und da steckte tatsächlich eine auf 1-2 statt auf 2-3 für den Koprozessor. Blöd nur, dass POST den Koprozesser auch anzeigt, wenn die Steckbrücke auf 1-2 steht.

Das macht das TOPCAT286 bei eingestecktem Koprozessor ja besser: Steckbrücke auf "Koprozessor" gesetzt, Koprozessor wird vom POST angezeigt, Steckbrücke auf "kein Koprozessor" gesetzt, Koprozessor wird vom POST nicht angezeigt.



Nachschlag: Koprozessor-Roulette

Der ULSI DX/DLC 40MHz ist jetzt in dem System mit dem Am386DX-40 gelandet. Dafür kam der dort zuvor steckende IIT 4C87DLC-40 in das System mit dem TI486DLC-40. Jetzt steckt zusammen, was zusammen gehört, beide Systeme funktionieren.
Und ja, der Start von X auf diesen Systemen läuft unter: "Entdecke die Langsamkeit." ;)

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.03.2018 18:50 von Arnulf zu Linden.)
10.03.2018 17:20
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Aqua Offline
Voodoo Priester

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Beitrag #6
RE: TI486DLC-40 & ULSI DX/DLC 40MHz: Floating point exception
Interessanter Thread !
Nun, ich hab ein AMD 386DX40 Board da samt ich glaub auch ein ULSI-Co Pro.
Interessanterweise war der i386DX-25 mit Cyrix Co Pro den ich mal hatte - schneller als der AMD DX-40, was auf einen fehlenden Cache schliessen lässt.
Welche Cachearten waren da so verbaut ?? Meint Ihr, ich kann da auch L2 Module von 486er PCI Boards nehmen ??
Ja ich weiß, Ferndiagnosen dieser Art sind ohne Foto schwierig.
Stell ich später mal rein, aber mal vorab als Frage..
11.03.2018 00:09
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DosAmp Offline
outrun

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Beitrag #7
RE: TI486DLC-40 & ULSI DX/DLC 40MHz: Floating point exception
Hatte auch schon im Verdacht, dass die FPU überhaupt nicht richtig eingerichtet gewesen ist.

(10.03.2018 03:21)Arnulf zu Linden schrieb:  
(10.03.2018 02:28)DosAmp schrieb:  Ansonsten gibt es hier ein Diagnose-Programm, das die Kompatibilität einer Fließkomma-Einheit testet: https://github.com/AstroVPK/paranoia (https://github.com/AstroVPK/paranoia/arc...ter.tar.gz)

Für den ersten Anlauf: paranoia auf einem anderen 386er mit gleicher Softwarebasis – Geht auch ein stärkerer ia32, oder baut der Compiler dann Scheiße wegen des moderneren Prozessors oder neuerer Software? – bauen und dann auf der Problemkiste laufen lassen?

Es wäre vermutlich nicht so leicht gewesen. Das Programm an sich kann man leicht für die Zielplattform kompilieren (-march=486 -mfpmath=x87), aber erstens passt die C-Bibliothek wohl nicht zusammen und zweitens benutzt diese vermutlich immer noch die falsche Linux(-2.6)-ABI, falls man diese statisch kompiliert. Und erst eine Toolchain für uClibc zu bauen, was durchaus selbst noch Linux 2.2 unterstützt, wäre definitiv nicht zielführend gewesen.

[Bild: w6Jtzbg.gif]
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.03.2018 00:10 von DosAmp.)
11.03.2018 00:10
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Arnulf zu Linden Offline
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Beitrag #8
RE: TI486DLC-40 & ULSI DX/DLC 40MHz: Floating point exception
(11.03.2018 00:09)Aqua schrieb:  Interessanter Thread !
Nun, ich hab ein AMD 386DX40 Board da samt ich glaub auch ein ULSI-Co Pro.

Eine Modellbezeichnung des Bretts wäre schon hilfreich.

(11.03.2018 00:09)Aqua schrieb:  Welche Cachearten waren da so verbaut ?? Meint Ihr, ich kann da auch L2 Module von 486er PCI Boards nehmen ??

Prinzipiell wird das schon gehen, sofern es die DIP-Käfer sind.
Für 32 KiB bzw. 64 KiB Cache sind 4 bzw. 8 Stk. 8K×8 gängig, für 128 KiB bzw. 256 KiB Cache sind 4 bzw. 8 Stk. 32K×8 gängig. Eklig kann es beim Tag-RAM werden. Bei 32 KiB Cache tut es ein 8K×8, bei 128 KiB Cache ein 32K×8. Bei 64 KiB bzw. 256 KiB Cache werden aber mitunter je 2 Stk. 16K×4 bzw. 64K×4 verlangt, und die Dinger sind nicht gerade verbreitet. Wenn nur ein Tag-RAM-Sockel vorhanden ist, kommt da ein ×8 rein. Aufgelötetes Tag-RAM kommt auch vor, ebenso komplett aufgelöteter Cache oder eben gar keine Möglichkeit, Cache nachzurüsten. Dann bleibt es lahm.

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11.03.2018 00:48
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Aqua Offline
Voodoo Priester

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Beitrag #9
RE: TI486DLC-40 & ULSI DX/DLC 40MHz: Floating point exception
Ok, ich hab das Board rausgefischt. Hm hab keine Ahnung, welches Board das ist, aber vielleicht erkennst du Merkmale Arnulf zu Linden ?
Die Bios-Batterie hatte ich mal abgelötet, damit sie nicht auslaufen kann.
Die Cache Module sind aufgelötet, aber für was ist der eine freie Steckplatz unterhalb der CPU?

Übrigens zu deinem anderen Thread drüben: Jetzt siehst, wofür eine Handykamera gut sein kann. :trollface:

[Bild: 32061036cw.jpg]

PS: Ich hab's !
http://www.amoretro.de/2012/08/pc-chips-...glich.html
Ok, der Steckplatz Namens U32 versetzt das Board in den Write-Back Mode, was mehr Speed bedeutet. Hab gar nicht gewusst, dass es das bei 386ern überhaupt schon gab.
http://stason.org/TULARC/pc/motherboards...M-321.html
Meine PC-Chips M321 Revision 2.3
http://www.amoretro.de/2013/01/pc-chips-...board.html
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.03.2018 02:44 von Aqua.)
11.03.2018 01:15
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Aqua Offline
Voodoo Priester

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Beitrag #10
RE: TI486DLC-40 & ULSI DX/DLC 40MHz: Floating point exception
Wer kennt das noch ?
Ein DTK PEM-2500 i386-DX 25 Board mit Cyrix FPU.
Passt nur in einen Highscreen AT Big-Tower oder ähnliches rein, weil ist viel grösser als der Baby AT-Standard.
War bei mir 1996-1998 in Betrieb. Das war so flott, so das ich damit C&C1 tadellos spielen konnte.
Was hatte das als Mindestvoraussetzung? Glaub 486 DX-2 66.
[Bild: 32061671rk.jpg]
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.03.2018 06:58 von Aqua.)
11.03.2018 06:42
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