Neue Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
NVMe boot
Arnulf zu Linden Offline
Hat und braucht kein Smartphone!

Beiträge: 5.354
Registriert seit: Oct 2012
Beitrag #1
NVMe boot
Wenn ich das richtig verstanden habe, kann eine NVMe SSD nicht mit CSM starten, braucht also UEFI boot.

Braucht die für UEFI boot (grub2 als "1. stage bootloader") auch eine GPT oder geht das auch "klassisch" mit MBR?
Bei 500 GB ist von der Kapazität her keine GPT erforderlich, das greift erst bei > 2 TB.
MBR würde das Klonen der Betriebssysteme von der SATA SSD deutlich vereinfachen.
Hätte bei 500 GB GPT gegenüber MBR überhaupt signifikante Vorteile bei einem Multiboot-Szenario (ein oder zwei Linuxe, Windows 10)? Eine Windows 10 Neuinstallation soll vermieden werden.

"secure boot" soll nicht eingesetzt werden, da das für Linux und Windows 10 nicht gebraucht wird. Komme gerade nicht ans UEFI ran, weil ich auf der Kiste tippe. Beim Software-Ausprobierrechner ist "secure boot" separat abschaltbar.

Wenn es mal "etwas" älter sein darf:
https://www.sackpfeyffer-zu-linden.de/Hardware.html
02.02.2022 00:30
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Smaecks Offline
staatstreues händewäscherschlafschaf

Beiträge: 4.993
Registriert seit: Mar 2009
Beitrag #2
RE: NVMe boot
du wirst wohl oder übel nicht drum herum kommen deine festplatte auf gpt umzustellen, wenn du efi machen willst. gpt arbeitet mit speziellen guid, an denen es eine startbare partition erkennt. das steht im kompletten kontrast zum traditionellen starten via mbr.

die gute nachricht vorab: das abschalten des csm im uefi deines mainboards geht nicht hand in hand mit secure boot. das deaktivieren der einen funktion schaltet nicht die andere scharf. wie du schon richtig erkannt hast, bringt secure boot dir bei deiner konstellation auch kein vorteil, sondern sorgt nur für noch mehr kopfschmerzen.

wenn ich das richtig verstehe sind windows und linux auf getrennten festplatten, wenn dem so ist könntest du mit einer standard efi grub installation davon kommen, os-probe sollte dein windows auf der zweiten festplatte erkennen und so starten. grub übergeht eh den windows eigenen bootloader, von daher sollte(!) dem es egal sein ob das eine mbr oder gpt festplatte ist.

falls doch nicht egal: windows festplatten können von mbr auf gpt umgestellt werden, dazu gibt es literatur von microsoft, was sich aber aufs ausführen von einer handvoll kommandos runterkocht. vorher mal ein backup fahren und dann die umstellung starten. vielleicht gibts auch passende programme auf linuxssystemen? für mich war das zurückspielen von backups immer leichter...

zwecks mbr zu gpt umstellung vgl. https://docs.microsoft.com/en-us/windows...windows-10

[Bild: IOSX9pT.png]
Desktop: Apple Mac Pro Late 2012 - 2x Intel Xeon X5690 - 64GB RAM - 512GB SSD - macOS 12 Monterey
Notebook: Apple MacBook Air Late 2020 - M1 Prozessor - 16GB RAM - 512GB SSD - macOS 12 Monterey
Homeserver: AMD Ryzen 7 5700G - 64GB RAM - 2TB SSD, 24TB HDD - Proxmox 7.1
Meine ThinkPads:

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.02.2022 00:55 von Smaecks.)
02.02.2022 00:55
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Arnulf zu Linden Offline
Hat und braucht kein Smartphone!

Beiträge: 5.354
Registriert seit: Oct 2012
Beitrag #3
RE: NVMe boot
(02.02.2022 00:55)Smaecks schrieb:  du wirst wohl oder übel nicht drum herum kommen deine festplatte auf gpt umzustellen, wenn du efi machen willst.

Umgestellt werden (im engeren Sinn) muss da nix, da die NVMe noch komplett leer ist (und auch noch gar nicht eingebaut ist).

(02.02.2022 00:55)Smaecks schrieb:  wenn ich das richtig verstehe sind windows und linux auf getrennten festplatten,

Nein, die liegen beide auf der 500 GB SATA SSD.

(02.02.2022 00:55)Smaecks schrieb:  os-probe sollte dein windows auf der zweiten festplatte erkennen und so starten.

Das hat zumindest eben auf dem Software-Ausprobierrechner funktioniert, obwohl auch dort Linux & Windows auf einer 500 GB SATA SSD versammelt sind. Der manuelle Eingriff danach wurde nötig, um für eine Linux-Inst. zwischen drei verschiedenen Kerneln (aktuell kompiliert, den davor kompiliert, Distro-Kernel als fallback) auswählen zu können.

(02.02.2022 00:55)Smaecks schrieb:  vielleicht gibts auch passende programme auf linuxssystemen? für mich war das zurückspielen von backups immer leichter...

Linux zu klonen ist nicht so das Ding. Wenn /boot auf einer eigenen Partition liegt, braucht man nicht mal einen Installationsdatenträger für einen emergency-boot. Das Klonen der Root-Partition erfolgt aus einem Live-Linux heraus. Quell- und Zielpartition einbinden, einmal cp -a starten und dann was anderes machen, bis das fertig kopiert hat. Das alles sollte grundsätzlich auch funktionieren, wenn die Quelle mit MBR un das Ziel mit GPT partitioniert sind (und die Zielpartition genug Platz für alle Daten der Quellpartition hat), da auf Dateisystemebene (hier: ext4) gearbeitet wird.

Bei Windows 10 wird es vermutlich nicht so einfach gehen. Das habe ich bisher immer mit dd geklont. Wenn gfdisk wie (schon länger) fdisk mit "1 MB alignment" arbeitet, könnte das vielleicht klappen, wenn eine exakt gleich große Partition für Windows auf der NVMe angelegt wird.

Wenn es mal "etwas" älter sein darf:
https://www.sackpfeyffer-zu-linden.de/Hardware.html
02.02.2022 01:19
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Alpha Offline
Oskar

Beiträge: 16.232
Registriert seit: Jan 2009
Beitrag #4
RE: NVMe boot
Mit NVMe und UEFI ist GPT Pflicht. Dazu kommt die EFI System Partition.

Mark IV Style Motherfucker!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.02.2022 01:22 von Alpha.)
02.02.2022 01:20
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Sje Offline
seit dem 26.10.2006 dabei

Beiträge: 13.778
Registriert seit: Jul 2008
Beitrag #5
RE: NVMe boot
Nur mal Ganz dumm gefragt, warum läuft das Windows 10 Pro auf meinem HTPC auf einer 120 GB HP EX900 SSD (NVMe 1.3) mit CSM und MBR ?
Secureboot und fTPM sind abgeschaltet.

Hauptrechner: Ryzen 7 3700X @ 3,6 Ghz, 16 GB DDR4-3000, Geforce GTX 1660S 6 GB, 2x500 GB SSD, 2x1 TB HDD, DVD-RW, Win 10 21H2 x64
HTPC: Athlon 200GE @ 3,2 Ghz, 8 GB DDR4-2666, Radeon Vega 3, 120 GB SSD, 2 TB, 2x 1 TB, 3 TB, 4 TB HDD's, BD-Combo, Win 10 21H2 x64
Bastelrechner: AMD FX 8300 @ 3,3 Ghz, 16 GB DDR3-1333, Geforce GTX 750 OC 2 GB, 64 GB SSD (Win7 x64), 120 GB (Win 8.1 x64), 1+2 TB HDD (Daten)
HP Elitebook 8460p: Core i5-2520M @ 2,5 Ghz, 12 GB DDR3-1600, Intel HD 3000, 275 GB SSD, DVD-RW, Win 10 21H2 x64
IBM Thinkpad T41: Pentium M 745 @ 1,8 Ghz, 1 GB DDR-266, Radeon 32 MB, 160 GB HDD, DVD-ROM/CD-RW, Win XP
02.02.2022 01:37
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Alpha Offline
Oskar

Beiträge: 16.232
Registriert seit: Jan 2009
Beitrag #6
RE: NVMe boot
(02.02.2022 01:37)Sje schrieb:  Nur mal Ganz dumm gefragt, warum läuft das Windows 10 Pro auf meinem HTPC auf einer 120 GB HP EX900 SSD (NVMe 1.3) mit CSM und MBR ?
Secureboot und fTPM sind abgeschaltet.

Es gibt einige alte NVMe SSDs, die ein kompatbles CSM-ROM mitbringen. Ist aber die absolute Ausnahme.

Mark IV Style Motherfucker!
02.02.2022 02:30
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Fuexline Offline
Euer Gott und Mittelpunkt

Beiträge: 6.498
Registriert seit: Aug 2012
Beitrag #7
RE: NVMe boot
manche Boards haben auch noch eine Art NVME Treiber im EFI und stiefeln das dann quasi durch

nen Umweg wäre meine ich ventoy zu nehmen auf ne kleine Sata SSD hauen, diese normal booten, ventoy macht dann den Rest is ja auch nur n modifizierter Bootloader mit NVME Treibern etc. geht auch mit Cloverund co

sofern ich die Frage bzw die Problematik richtig verstanden habe

Meine Main Geräte

02.02.2022 14:13
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
winfreak Offline
アンゲシュテルタ

Beiträge: 10.379
Registriert seit: Aug 2008
Beitrag #8
RE: NVMe boot
Ja schon, aber das ist ja viel mehr Overkill als einfach auf GPT + grub oder systemd-boot o.ä. zu wechseln O_o
Gerade wenn es noch leer ist.

[Bild: winfreak_32972_14.png]
02.02.2022 19:57
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Arnulf zu Linden Offline
Hat und braucht kein Smartphone!

Beiträge: 5.354
Registriert seit: Oct 2012
Beitrag #9
RE: NVMe boot
Bevor hier wieder etwas eskaliert oder missverstanden wird: Der aktuelle Plan ist GPT + grub2. grub2 läuft ja bereits auf dem Software-Ausprobierrechner und GPT wird sich irgendwann nicht vermeiden lassen – spätestens wenn doch mal eine SSD oder HDD > 2 TB Einzug halten sollte, was aber aktuell nicht ansteht. Momentan ist die EDV-Lage recht entspannt, also günstig für so eine Umstellung auf GPT + grub2 mit UEFI boot.

Wenn ich das richtig verstanden habe, braucht nur die SSD, die mit UEFI boot bestiefelt werden soll, GPT und die übrigen SSDs/HDDs können auf MBR verbleiben (oder später mal in aller Ruhe auf GPT umgestellt werden).

Die Radeon HD 7850 im Software-Ausprobierrechner ist 'n ziemlicher Klopper, den man i.d.R. nicht in einem Server haben möchte.
Deshalb bekam die ein BIOS-Update, das offensichtlich funktionierte. Linux und Windows laufen danach wie gewohnt. Wird im UEFI CSM=disabled gesetzt, startet die Kiste danach ohne Fehlermeldung, springt dann aber ins UEFI. Ist das das normale Verhalten, wenn keine mit GPT partitionierte SSD/HDD dran hängt und auch kein Wechseldatenträger eingesteckt oder eingelegt ist?
Außerdem besteht mit dem Verbleib der Radeon R7 240 im Server zumindest die Möglichkeit, da irgendwann später auch mal beizugehen.

Der Plan ist, das Ganze (mit SATA SSD statt NVMe SSD) im Software-Ausprobierrechner (Brett hat kein NVMe-Slot) durchzueiern und erst im zweiten Anlauf das auf dem Arbeitsrechner (mit NVMe SSD) zu machen.
Eine 500 GB SATA SSD wurde eben dafür frei geschaufelt.

Wenn es mal "etwas" älter sein darf:
https://www.sackpfeyffer-zu-linden.de/Hardware.html
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.02.2022 00:40 von Arnulf zu Linden.)
03.02.2022 00:37
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Arnulf zu Linden Offline
Hat und braucht kein Smartphone!

Beiträge: 5.354
Registriert seit: Oct 2012
Beitrag #10
RE: NVMe boot
Mit den beiden Anleitungen
https://www.redhat.com/sysadmin/bios-uefi
https://wiki.archlinux.org/title/GRUB
läuft es nun prinzipiell auf dem Software-Ausprobierrechner. Leider ist die Benutzbarkeit stark eingeschränkt, denn das grub-Menü wird nicht mittig auf dem Bildschirm dargestellt:
[Bild: GRUB2_menu_shift.jpg]
Dadurch ist z.B. die grub-shell unbenutzbar. Mal eben einen Kernel mit init 3 statt init 4 zu starten geht daher nicht. :(

System:
AMD FX-8350
AsRock 890FX Deluxe5 (UEFI aktuell)
HIS 7850 Fan 2GB GDDR5 PCI-E DVI/HDMI/2xMini DP (AMD Radeon HD7850; BIOS aktuell)
Samsung SynMaster 2443
GRUB-2.06

Probiert wurden bisher erfolglos:
  • GRUB_GFXMODE mit verschiedenen Auflösungen (auch auto), die das VBE der Grafikkarte und auch der Monitor unterstützen
  • Konfiguration ohne VBE-Auflösung mittels GRUB_TERMINAL=console
  • Ersatz der Grafikkarte durch eine AMD Radeon R7 240
  • CMOS-Reset (mit Radeon HD 7850 drin)

Wenn es mal "etwas" älter sein darf:
https://www.sackpfeyffer-zu-linden.de/Hardware.html
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.02.2022 16:52 von Arnulf zu Linden.)
04.02.2022 16:24
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Neue Antwort schreiben 


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste