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Dateisystem für Zugriff durch Linux und Windows
Xaar Online
Wahnsinnige Geschwindigkeit - und los!

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Registriert seit: Jul 2009
Beitrag #1
Dateisystem für Zugriff durch Linux und Windows
Hallöchen!

Perspektivisch plane ich, meinen Hauptrechner auf ein Dual-Boot-System mit Linux (vsl. Arch Linux oder evtl. auch Linux Mint) und Windows 11 aufzusetzen. Unter beiden Betriebssystemen will ich hier auf eine Partition lesend und schreibend zugreifen, auf der meine eigenen Dateien liegen.

Im "kleinen Format" habe ich das Ganze schon seit einigen Jahren auf meinem ThinkPad A275 hier am Laufen (mit Arch Linux und Windows 10 auf 'ner Crucial MX500-SATA-SSD, gemeinsame Partition mit NTFS formatiert). Allerdings habe ich hier gemerkt, dass die Schreibzugriffe beim Kopieren von Daten auf die gemeinsame NTFS-Partition extrem stark von der Geschwindigkeit her abweichen. Während ich unter Windows beim Kopieren von Daten auf die NTFS-Partition auf um die 198 MB/s komme, erreiche ich unter Linux mit ca. 55 MB/s nur gut ein Viertel der Schreibgeschwindigkeit. Das Lesen geht deutlich flotter. NTFS geht ja unter Linux über NTFS-3G, sodass ich davon ausgehe, dass die Performance unter Linux ein "Problem" mit NTFS-3G ist (wobei das eher ein "Komfort-Problem" ist, ich weiß).

Nun habe ich mal etwas rumgeschaut, was es noch so gibt, was unter Linux und Windows läuft. FAT32 wäre denkbar, fällt aber raus (alleine schon aus Legacy- und Dateigrößen-Gründen). Btrfs wird wohl unter Linux direkt unterstützt und für Windows gibts wohl mit WinBtrfs einen scheinbar stabilen Treiber - Erfahrungen damit habe ich aber keine.

Daher meine Frage: Hat jemand Erfahrungen bzw. Empfehlungen für andere Dateisysteme, die nicht gerade einen experimentellen Status haben?

«Ich verstehe Ihre Frage so: Dass es Menschen gibt, die wünschen, dass ein solches OS als "Retro-OS" bezeichnet wird, ja? Mir ist nicht bekannt, dass solche Absichten bestehen, da HP-UX 9.x einfach ein altes OS ist. Niemand hat die Absicht, ein "Retro-OS" zu bauen.» Xaar, 2014

Prozessor gesucht? -> Prozessoren, die ich abgeben kann (unter "Available for trading")
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.06.2024 15:55 von Xaar.)
30.06.2024 15:53
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Arnulf zu Linden Offline
Hat und braucht kein Smartphone!

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Beitrag #2
RE: Dateisystem für Zugriff durch Linux und Windows
Hier zu Hause und auf Arbeit wird dafür (mit Linux Kernel 6.6 & Windows 10|11 – alles 64-Bit) exFAT genutzt, das mittlerweile quelloffen ist.
Nachteil: exFAT hat kein journaling, aber man hat ja ein Backup für den Fall der Fälle …

Kernel 6 bringt auch einen nativen NTFS-Treiber mit, womit NTFS-3G obsolet wird. Mehr als mal probeweise habe ich diesen nativen NTFS-Treiber (genauso wie NTFS-3G ) aber noch nicht benutzt.

FAT32 wird hier nur für Museumskisten benutzt, die maximal 'ne Distro mit Kernel 4 mit sinnvoller Performance stemmen können und daneben Windows 2000|XP|Vista drauf haben – ist dann auch in Hard- und Software alles komplett nur 32-Bit.

Wenn es mal "etwas" älter sein darf:
https://www.sackpfeyffer-zu-linden.de/Hardware.html
30.06.2024 16:22
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Xaar Online
Wahnsinnige Geschwindigkeit - und los!

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Beitrag #3
RE: Dateisystem für Zugriff durch Linux und Windows
(30.06.2024 16:22)Arnulf zu Linden schrieb:  Hier zu Hause und auf Arbeit wird dafür (mit Linux Kernel 6.6 & Windows 10|11 – alles 64-Bit) exFAT genutzt, das mittlerweile quelloffen ist.
Nachteil: exFAT hat kein journaling, aber man hat ja ein Backup für den Fall der Fälle …

Journaling wäre schon nice - aber gut zu wissen, dass exFAT mittlerweile auch unter Linux nutzbar ist.

(30.06.2024 16:22)Arnulf zu Linden schrieb:  Kernel 6 bringt auch einen nativen NTFS-Treiber mit, womit NTFS-3G obsolet wird.

Hab' gerade nochmal etwas nachgelesen: NTFS-3G ist scheinbar echt schon länger nicht mehr aktuell. Lt. Wikipedia ist seit Kernel 5.15 ein NTFS-Treiber von Paragon Software enthalten. Dann scheint's eher der integrierte Treiber zu sein, der da irgendwie was ausbremst. Ich muss mal bei meinem Test-System austesten, ob es da einen Unterschied macht, ob ich was auf eine NTFS-Partition auf der NVMe-SSD schreibe oder auf eine SATA-SSD.

In dem Zuge gleich 'ne Frage: Wie krieg' ich raus, über welchen Treiber auf ein Dateisystem zugegriffen wird? Die Installation auf dem A275 ist ja schon älter und habe ich zu einer Zeit eingerichtet, als Kernel 4.irgendwas aktuell war - da müsste der NTFS-Zugriff definitiv noch über NTFS-3G gelaufen sein. Vllt. ist da der alte NTFS-3G noch in Nutzung?

«Ich verstehe Ihre Frage so: Dass es Menschen gibt, die wünschen, dass ein solches OS als "Retro-OS" bezeichnet wird, ja? Mir ist nicht bekannt, dass solche Absichten bestehen, da HP-UX 9.x einfach ein altes OS ist. Niemand hat die Absicht, ein "Retro-OS" zu bauen.» Xaar, 2014

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.06.2024 17:01 von Xaar.)
30.06.2024 16:36
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Arnulf zu Linden Offline
Hat und braucht kein Smartphone!

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Beitrag #4
RE: Dateisystem für Zugriff durch Linux und Windows
(30.06.2024 16:36)Xaar schrieb:  [quote='Arnulf zu Linden' pid='604353' dateline='1719760933']
In dem Zuge gleich 'ne Frage: Wie krieg' ich raus, über welchen Treiber auf ein Dateisystem zugegriffen wird?

Ein Blick in /etc/fstab sollte Klarheit bringen, in diesem Fall steht da ntfs-3g oder ntfs.

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30.06.2024 17:34
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Xaar Online
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Beitrag #5
RE: Dateisystem für Zugriff durch Linux und Windows
Stimmt - hätte ich auch drauf kommen können. Da steht nur ntfs drin, also wirds wohl der Kernel-integrierte NTFS-Treiber sein.

«Ich verstehe Ihre Frage so: Dass es Menschen gibt, die wünschen, dass ein solches OS als "Retro-OS" bezeichnet wird, ja? Mir ist nicht bekannt, dass solche Absichten bestehen, da HP-UX 9.x einfach ein altes OS ist. Niemand hat die Absicht, ein "Retro-OS" zu bauen.» Xaar, 2014

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30.06.2024 17:48
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Playitlouder Offline
Hier könnte ihre Werbung stehen

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Beitrag #6
RE: Dateisystem für Zugriff durch Linux und Windows
Weiterer Nachteil an ExFat ist übrigens auch, dass man die Partition nachträglich nicht verkleinern oder vergrößern kann. Jedenfalls nicht mit Windows oder Linux "integrierten" Tools.

Es kann sein, dass du aktuell ntfs-fuse benutzt. Das ist ne userspace Implementierung und die ist wahrscheinlich langsamer als kernel space.

Damit sollte sich ne Partition mit dem neueren Treiber mounten lassen. "sudo mount -t ntfs3 /dev/sdb1 /mnt/Data"
In /etc/fstab dann wahrscheinlich ntfs3 als filesystem type angeben.

EDIT: Und der fuse mount vs nativer mount wird für normalen usecase nicht viel unterschied machen, außer man ist wie du in dem Fall stark single core perfomance limitiert :P

.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.06.2024 19:27 von Playitlouder.)
30.06.2024 19:25
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Xaar Online
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Beitrag #7
RE: Dateisystem für Zugriff durch Linux und Windows
(30.06.2024 19:25)Playitlouder schrieb:  Damit sollte sich ne Partition mit dem neueren Treiber mounten lassen. "sudo mount -t ntfs3 /dev/sdb1 /mnt/Data"
In /etc/fstab dann wahrscheinlich ntfs3 als filesystem type angeben.

Hmm. In der /etc/fstab klappt das mit ntfs3 nicht - hab' aber auf die Schnelle nix gefunden, wie es sonst ginge. Ist wohl noch zu neu, finde da so einige (auch ältere) Verweise zu NTFS-3G, wobei da auch schon vor einiger Zeit wohl von ntfs-3g zu ntfs in der fstab gewechselt wurde.

Mal schauen - wird beim Testsystem ja eh alles neu aufgesetzt, da werde ich sehen, dass ich NTFS-3G gar nicht erst mit installiere.

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30.06.2024 20:12
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Blue Offline
Seit dem 17.10.2006 dabei!

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Beitrag #8
RE: Dateisystem für Zugriff durch Linux und Windows
"Eine Verwendung des neuen Moduls wird erst ab Kernel Version 6.4 empfohlen, da erst mit dieser Version wichtige Fehlerbereinigung und funktionale Erweiterungen erfolgten."

Erklärung der 3 Module: https://wiki.ubuntuusers.de/Windows-Part...ter_Linux/

ntfs3 unterstützt nicht alle options in der fstab, hab vorhin was von locale und users gelesen, wie sieht den deine fstab aus?

Unten ein Performance-Chart: https://openbenchmarking.org/result/2009...TFSCOMPA56
ntfs3 is _deutlich_ schneller als ntfs-3g, dafür kann ntfs-3g mehr magic kram.

arch linux wiki eintrag zu ntfs3: https://wiki.archlinux.org/title/NTFS

da du arch linux nutzt, gehe ich davon aus das schon ein aktuellere kernel >6.4 drauf ist?

tatsächlich isses am einfachsten wenn du einfach mal nen Windows 11 und z.b Manjaro Linux (Arch Linux basierend in fertig) in Dualboot installierst, der Installationsassistent von Manjaro kann das ootb in 2 Klicks. Ich hab hier an 2 Maschinen mit NTFS Zugriffen keine Probleme über USB 3.0, es liegt durch die Bank 100MB/sek an.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.06.2024 20:52 von Blue.)
30.06.2024 20:49
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Xaar Online
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Beitrag #9
RE: Dateisystem für Zugriff durch Linux und Windows
Kernel ist 'n aktueller drauf - heute erst wieder mal aktualisiert (weiß jetzt nicht genau, welche Version, aber auf jeden Fall neuer als 6.4).

Danke für die Links - schaue ich mir mal die Tage an. Ich glaub', ich muss auch meine damals von mrshadowtux adaptierte Installationsanleitung für Arch Linux auch mal wieder deutlich modernisieren - da war das Mounten der ganzen Partitionen und die Überführung in die /etc/fstab auch mit drin.

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30.06.2024 21:16
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