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seltsame segfaults beim Kernel kompilieren – Ursache: nouveau
Arnulf zu Linden Offline
Hat und braucht kein Smartphone!

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Registriert seit: Oct 2012
Beitrag #1
seltsame segfaults beim Kernel kompilieren – Ursache: nouveau
Hardware: Phenom II X4 965; Gigabyte GA-MA770-UD3 rev. 1.0; 16 GiB RAM = 4× 4 GiB DDR2 PC-800 @ PC-667 (PC-800 geht nicht bei Vollbestückung auf dem Brett); nvidia GeForce GT630

Software: [x86_64] Kernel 4.19.81; gcc-5.5.0; binutils-2.27

Jeder Versuch, auf diesem System einen neuen Kernel zu kompilieren, endet mit einem segmentation fault. dmesg meldet libbfd als Schuldigen, was aber so nicht stimmt. Also erst mal im BIOS die RAM timings von "Auto" auf "SPD" (konservativer als "Auto") gestellt – bringt nix. Letzte Nacht lief memtest86+ 5.0.1 und wurde heute morgen nach drei fehlerfreien Durchläufen beendet. Vielleicht mag das System die neu gesteckte PCIe-USB-3.0-Karte samt dran hängendem Kartenleser nicht, also raus damit – bringt nix – also wieder rein damit. Nach einer Internetrecherche zum Thema "segmentation fault" kam dann die Idee, dass irgendein Treiber Scheiße baut, nur im normalen Betrieb läuft das System inkl. X und KDE stabil. Und warum ließ sich der erste Kernel problemlos backen? Da kam die Idee, dass es an nouveau liegen könnte, denn nach dem Klonen der Slackware64-14.2 von einem USB-Stick auf die SSD wurde das System notwendigerweise einmal von der Slackware64-14.2-DVD angestartet, und der Kernel auf der DVD kommt ohne modesetting-driver (hier: nouveau) daher. Auf der 80×25-Console war menuconfig zwar etwas lästig, aber der Kernel kompilierte klaglos durch.

Lösung: Beim Start (lilo) wurde dem Kernel ein "nomodeset init 3" verabreicht, und schon lies sich der Kernel problemlos backen.

Betroffen von diesem Phänomen ist nur der Part "make clean bzImage && make modules". "make menuconfig" läuft auch mit nouveau durch.

Fazit: nouveau ist immer noch ein ziemlicher Trümmerhaufen. Dieser Vorwurf geht aber nicht an die Entwickler von nouveau, sondern ganz klar an nvidia, die nouveau nach wie vor nicht richtig unterstützen. Der proprietäre nvidia-Teiber ist aber keine Alternative, da der sich so tief ins System gräbt, dass man den später kaum mehr komplett los wird. Und eine Ati-Grafikkarte kostet Geld, wenn man nicht zufällig noch eine passende rumliegen hat, was hier aktuell nicht der Fall ist.

Wenn es mal "etwas" älter sein darf:
https://www.sackpfeyffer-zu-linden.de/Hardware.html
13.12.2019 01:19
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