Beiträge von Arnulf zu Linden

    Man merkt, dass Dir die Materie "386er" doch sehr fremd ist, wie Du selbst angedeutet hast:

    • CDs brennen mit einem 386er? Vergiss es. Selbst wenn HDD und Brenner am selben SCSI-Controller hängen, kann ich mir nicht vorstellen, dass das funktioniert.
    • reines 386er-Brett: Das heißt nur ISA-Bus und ggf. XT-Bus-Steckplätze. Der VL-Bus wurde für den 486er entwickelt. Wenn Du wirklich mehr willst, sind der EISA-Bus oder der MCA-Bus angesagt, aber dafür Komponenten zu bekommen dürfte extrem schwierig werden.


    zu den RAM timings: SIMMs gibt es mit 60 ns, 70 ns und 80 ns Zugriffszeit, mitunter sogar noch langsamer (100 ns und mehr). 60 ns passt also schon.

    Bei 32 MiB RAM wird wohl Schluss sein. Es gibt zwar SIMMs mit 16 MiB je Riegel, nur sind die in der freien Wildbahn praktisch nicht zu bekommen. Und ob das Brett diese Riegel nimmt, ist eine andere Sache. Auch diese Riegel müssten mit je neun Chips ausgestattet sein, also 16M×9 organisiert.

    Ach ja, es gibt sogar 386er-Bretter, die mit PS/2-Steckplätzen (und SIMM-Steckplätzen) ausgestattet sind. In die PS/2-Steckplätze gehören FPM-Module rein. Hier liegt so ein Brett, aber mehr als insgesamt 32 MiB RAM laufen da drauf auch nicht, und mit gestecktem Cache-RAM laufen sogar nur max. 16 MiB RAM.

    Ein ISA-Multi-I/O-Controller mit zwei IDE-Controllern, eigenem BIOS und voller LBA28-Unterstützung wäre das Maximum. Hier läuft so ein Teil in einem 486er-ISA-Bus-System. k.A., ob der auch auf'm 386er tut.

    Und denke nochmal in Ruhe darüber nach, ob es wirklich schlau ist, an einem 25 Jahre alten System OC-Versuche ggf. mit dem Lötkolben zu starten. Die Ersatzteilsituation ist nicht mit der bei Deinen früheren OC-Aktionen vergleichbar. Bei altem Zeug sollte man OC nur dann machen, wenn man Ersatz lagernd hat.

    Grafikkartentest:
    Matrox Mystique 220 Business (MGA-1064SG; PCI; VGA; 4 MiB SGRAM)
    Unterbau: Shuttle HOT-591P mit AMD K6-2+ 550 @ 600 MHz (6,0× 100 MHz FSB) & 512 MiB SDRAM = 2× 256 MiB DS PC-133 @ PC-100
    Monitor: iiyama_S900MT1 (19" 4:3 Röhrenkübel, vsync auf 90 Hz begrenzt)

    Auflösung 1280×960 px @ 15 bpp

    sinnvoll für einen 386er am oberen Anschlag (Hybrid-Prozessoren, also außen 386er, innen fast 486er und so gut wie nicht mehr zu bekommen, nicht berücktsichtigt):

    • Hauptplatine mit Sockel für Koprozessor, acht SIMM-Steckplätzen und Unterstützung bis 32 MiB RAM sowie mögl. bis 256 KiB Cache-RAM
    • Am386DX-40
    • 40 MHz Koprozessor dazu
    • 32 MiB RAM = 8× SIMM 4 MiB 60 ns, mit je neun Chips drauf = 4M×9 organisiert, da 4M×8 organisierte SIMM auf 386er-Brettern meist nicht funktionieren
    • soviel Cache-RAM wie möglich
    • ISA-VGA-Grafikkarte, was Du kriegen kannst, nicht unter 1 MiB Grafikspeicher
    • ISA-Multi-I/O-Controller (IDE, FDD, 2× RS232, Parallelport)
    • ISA-IDE-Controller, der "ide1" (IRQ 15 I/O-bases 0x0170-0x0177 & 0x0376-0x0376) kann (ist überflüssig, wenn der Multi-I/O-Controller zwei IDE-Ports mitbringt)
    • Ethernetkarte 3Com 3C509B oder 3C509C
    • Soundkarte: SB16-kompatibel. WICHTIG! Die Karte nutzt einen 16-Bit-DMA (DMA 5, 6 oder 7) und nur einen 8-Bit DMA (DMA 0, 1 oder 3).
    • IDE-Festplatte, die mdma2/Pio4 beherrscht, damit die nicht bremst, Kapazität abhänging davon, was alles an Betriebssystemen und weiterer Software drauf soll
    • IDE-CD-ROM-Laufwerk, das auch CD-R und idealerweise sogar CD-RW lesen kann
    • Diskettenlaufwerk 3½“ 1,44 MB
    • Diskettenlaufwerk 5¼“ 1,2 MB (falls vorhanden, würde dafür kein Geld mehr ausgeben)


    mögliche Fallstricke:

    • das Bild bleibt schwarzweiß, obwohl die Grafikkarte und der Monitor Farbe darstellen können: Dann ist ein Adapter erforderlich, da das VGA-Pinout wegen der Einführung von DDC mal geändert wurde: siehe hier
    • die CMOS-Stütze (3,6 V NiCd- oder NiMH-Akku) wird irgendwann auslaufen und ist daher durch eine externe CMOS-Stütze zu ersetzen, z.B. 3× AAA 1,5 V Lithium mit Kleinsignal-Schottky-Diode in der Plusleitung, damit das Brett keinen "Ladestrom" an die Li-Batterien liefern kann.

    Ach ja, OC beim 386er ist riskant, da dazu i.d.R. Lötarbeiten an der Hauptplatine (Tausch des Quarzes für den Taktgenerator) erforderlich sind. Ich würd's lassen!

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    Links neben der USB-Karte. Ist 'ne DE9-Buchse.

    … gut abgeschattet durch die Kabel.
    Was hast Du denn an Geräten, die über MPI oder Profibus DP laufen? So 'ne Kiste lohnt ja eigentlich nur, wenn auch dazu passende Geräte damit verbunden werden können.


    Jo, vermutlich wurde es mal durch Siemens getauscht - 'n Siemens-Aufkleber steckt drauf, der vermuten lässt, dass das Mitte 1999 eingebaut wurde.

    Damit sollte sich doch leben lassen.


    Außerdem: Windows NT 4.0 steht auch zur Auswahl […], damit sollte das kein Problem sein.

    Aus Stabilitätsgründen spricht einiges für Win NT. Treiber dafür hast Du sicherlich. Das ist ja schon teilweise Exoten-Hardware. Laut Wikipedia kann Windows NT 4.0 kein USB. Was nun?


    ... weil? Wegen den 6 ISA-Slots?

    Jup. Mehr als drei ISA-Slots waren damals unüblich. Bei sechs ISA-Slots könnte bei Vollbestückung schnell IRQ-Mangel auftreten, wenn diese Siemens-Karten denn welche brauchen.

    Wo ist der Anschluss für MPI & Profibus DP?


    und das optische Laufwerk nicht Original,

    Das ist halt 'n Verschleißteil …


    USB-Steckkarte: CN-008 (2x USB 1.1; Controller OPTi FireLink 82C861)
    […]
    Als Betriebssystem kommt dann Windows 95 OSR 2.5 oder Windows 98 drauf

    Wie soll damit denn USB laufen? Für Win98 gibt es evtl. einen Treiber für die Karte (und Du brauchst für sinnvolle Nutzung mindestens einen USB-Stick mit Win98-Treiber), aber für Win95 OSR 2.5?

    Ansonsten ist die Kiste wohl "die Rache des ISA-Bus". :D


    und dir nicht selbst was zusammengebaut hast, dann wäre es komplizierter.

    Das ist auch nicht wirklich kompliziert. Vor dem Hardware-Tausch macht man zusätzlich den Distro-Kernel im Bootloader startbar, sofern man den eh nicht als Alternative starten kann, was beim Selbstkompilieren des Kernels als Fallback i.d.R. sinnvoll ist. Nach dem Hardwaretausch startet man einmal mit dem Distro-Kernel und baut dann einen zur neuen Hardware passenden Kernel.

    ein wenig Einstimmung auf "500 Jahre Reformation"

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    Bissl blöd, aber der Link funktioniert.


    Auf den Coprozessor verzichte ich in dem System. Nutzen hat der ja eh kaum.

    War nur so'n Gedanke, da Du mit dem Harris CS80C286-20 schon im oberen 286er-Bereich angelangt bist. Ich habe meine 287er alle sehr günstig in der Bucht geschossen. Vllt. gibt es da ja immer noch welche für max. 'n Zehner.
    Nutzen, hmm: irgendein Tabellenkalkulationsprogramm konnte den nutzen, ebenso AutoCAD und vereinzelt Spiele (Fritz Schach?).


    Das CD-Rom ist ein Sony CDU-33A-01 was mit einem eigenen Controller kommt.

    Dann ist das klar, also kein IDE. Die XT-Karte ist dann wohl der CD-ROM-Controller.


    Der Controller muss halt richtig gejumpert sein.

    Nicht nur der. :D Da muss ja auch immer berücksichtigt werden, was auf den anderen Karten gesteckt ist. Der Steckbrücken-Nahkampf endete doch erst so richtig mit dem PCI-Bus. "ISA Plug 'n Pray" war so'n Thema für sich, kam aber auch erst später.



    16MiB im 286? :b9: Wie und wofür nutzt man das?

    Diese Frage müsste ich dem Vorbesitzer stellen, denn die Kiste kam (ohne Koprozessor) schon mit den 16 MiB RAM zu mir. Abrüsten? Nee! Die Krone der 286er darf ruhig voll bestückt sein. :D
    Ach ja, ich habe FreeDOS drauf. Da gibt es schon Möglichkeiten, das RAM zu füllen, die ich allerdings noch nicht voll ausgeschöpft habe.

    4 MiB sind sicherlich eine vernünftige Größe für Deine Kiste, zumal Du ja SIPPs brauchst. In meiner Kiste stecken 4× 4 MiB SIMM. 4 MiB SIPPs dürften eher schwierig zu bekommen sein, so es die überhaupt gibt.