Ring frei zur nächsten Runde!
Heute wurde der Drucker an einen momentan eh herumstehenden PC mit gleicher Softwarebasis und Sockel-AM2-Brett mit nativem Parallelport angeschlossen. Der Parallelport wird vom Kernel korrekt konfiguriert und der Drucker über IEEE1284 erkannt. Funktionieren tut er auch an diesem System nicht. Als Fehlermeldung kommt mittlerweile je nach Treiber "Printer not connected. Retrying in 30 seconds" (o.ä.).
Wechsel der Softwarebasis (Linux) auf Knoppix-7.0.4 (enthält CUPS 1.5.3):
Damit funktioniert der Drucker sowohl am PCI-Parallelport am eingangs beschriebenen System als auch am nativen Parallelport (s.o.). CUPS erkennt den Drucker offenbar automatisch und bietet dafür im Webinterface zwei fertige Konfigurationen als lokale Drucker an, eine mit dem Gutenprint-Treiber und eine mit dem hplip-Treiber. Beide funktionieren!
@ thosch97: Damit dürfte klar sein, das der keine Firmware braucht.
Unter Slackware64 bietet CUPS im Webinterface gar keinen lokalen Drucker an! Na gut, hplip will das ppdev-Kernelmodul haben. Also mal schnell 'nen neuen Kernel mit ppdev-Modul dabei kompiliert und mit diesem Kernel neu gestartet. Jetzt bietet CUPS im Webinterface als lokalen Drucker ganz allgemein "HPLIP" an, aber eine funktionierende Konfiguration kann damit auch nicht erstellt werden.
Dies sagt mir, dass an irgendeiner Stelle die Kommunikation über den Parallelport nicht funktioniert. Entweder fehlt noch was im Kernel, aber was? Oder CUPS scheitert irgendwie daran. Bei hplip scheint es seit geraumer Zeit normal zu sein, dass das ohne Parallelport-Unterstützung daher kommt. Was für'n Quatsch! Für Parallelport-Unterstützung muss das aus dem SRC neu gebaut werden, wobei zu Beginn ein ./configure --enable-pp-build erforderlich ist. Es ist mir allerdings nicht gelungen, ein lauffähiges hplip aus dem SRC zu bauen. Je nach Version scheitert schon ./configure, weil es libcups nicht findet, obwohl es da ist. Oder der Kram lässt sich kompilieren, schmeißt beim Start im xTerm-Fenster aber 'ne Fehlermeldung. Eigentlich würde mir aber auch Gutenprint reichen, da der Drucker eh keine Sonderfunktionen hat, für die hplip notwendig wäre.
Obige Diagnose widerspricht sich allerdings mit der Tatsache, dass der HP LaserJet 6L mit gleicher Softwarebasis läuft, wobei mir da bei der Systembeschreibung ein kleiner Fehler unterlaufen ist. Der HP LaserJet 6L hängt nicht an einer Parallelport-PCI-Karte, sondern an einer Parallelport-PCIe x1-Karte.