Beiträge von Arnulf zu Linden


    ...mir ist noch aufgefallen, dass meine Netzwerkkarte 905TX von 3com nicht unterstützt wird.
    Verstehe ich das richtig, dass ich den Treiber unter meinem RedHat 5 kompelieren kann...ich möchte ungern auf ein neueren Linux wechseln.

    Hat da jemand Erfahrungen wie man das macht?

    Das steht und fällt zumeist mit dem Kernel. Welche Kernel-Version ist installiert?
    Es kann sein, dass der Kernel Unterstützung für die 3C905 enthält, das entsprechende Modul für den Distro-Kernel aber nicht kompiliert wurde. Dann musst Du einen eigenen Kernel backen, was bei so alter Hardware ohnehin zu empfehlen ist, damit der Kernel zur Hardware passt und keinen unnötigen Ballast mit schleppt.

    Für die 3C905 sieht das mit 'nem ganz ollen Kernel schlecht aus.
    Die harte Untergrenze bei exakt Kernel 2.6.0 kam mir gleich irgendwie komisch vor. Den Treiber für die 3C905 gibt es schon länger. linux-hardware.org gibt auch für andere Hardware, die definitiv mit Kernel 2.4.x läuft, keine Kernel älter als 2.6.0 an.

    In wenigen Fällen gibt es für Hardware-Komponenten separate Treiber, die gegen Kernel kompiliert werden können, die diese Hardware-Komponenten noch nicht unterstützen. Aber auch da sind "nach unten" Grenzen gesetzt.


    Was nutzt ihr so als tools für so eine Maschine unter Windows ?
    […] Bildschirmschoner, Soundprogramm...

    Bildschirmschoner: DPMS, also keinen, und, wenn DPMS nicht verfügbar ist, "black screen".

    Soundprogramm: Wenn eine Soundblaster verbaut und der Inhalt der zugehörigen CD verfügbar sind, den Kram von dieser CD. Zu den alten Soundblaster-Karten gab es einiges auf den CDs: Abspielen, Aufnehmen, MIDI, ggf. Soundfont-Management (z.B. für die SB AWE64). Zumeist ist der Kram auf diesen CDs sowohl in Versionen für Win3.x (16-Bit) als auch für Win9x (32-Bit) verfügbar.

    Eine Sockel-4-Kiste mit Pentium 66, der mit FDIV-Bug tanzt, drin steht hier.
    Installiert ist Slackware 9.1 mit Kernel 2.4.33.3. Diese für das System "zu neue" Linux-Version ist hier nötig, damit die USB 1.1-Karte in der Kiste genutzt werden kann. Ohne USB im System ginge ein deutlich älteres Linux. Wenn Du auch ein Linux auf Deiner Kiste installieren möchtest und es dabei irgendwo klemmt, frag hier nach. Wenn Du schon länger mit Linux unterwegs bist, bieten sich Slackware oder Debian an, als Einsteiger-Distro oder, wenn es nicht Slackware oder Debian sein soll, SuSE. Mit weniger als 64 MiB RAM wird Linux mit GUI aber nur bedingt Spaß bereiten.

    ET4000?
    Ist das eine PCI-Karte mit dem ET4000/W32p drin, oder ist das eine ISA-Karte, was deutlich suboptimal wäre?

    Was steckt noch an Karten drin?

    Sockel-4 als Plattform für Software-Experimente ist m.E. aus den genannten Gründen mindestens grenzwertig. Dazu kommt dann ja auch noch der FDIV-Bug im Prozessor …

    Mit Sockel-5 oder 7 dürfte das mit OS/2 2.x deutlich entspannter und am Ende auch zielführender sein. Bei Sockel-7 reicht hier sicherlich die erste Version dieses Sockels ohne "split voltage" oder "Super".


    Und selbst pio3 schützt nicht davor.. hab damals mein PowerMac G3 mit CMD640 mit allen erdenklichen Workarounds ausgestattet und hat gut und gerne irgendwann bei hoher i/o last alles zerschrottet.

    In meiner Kiste mit Sockel-4-Brett mit CMD640 an Bord kommt ein Hardware-Workaround zum Einsatz:
    Auf der IDE-HDD am CMD640 liegen nur LILO und der Linux-Kernel. Letzterer bestiefelt einen PCI-SCSI-Controller, an dem eine HDD hängt, von der dann der Rest des Systems startet.


    der erkennt am P60 meine 6.4Gb IDE Platte und partitioniert die brav.

    Das hört sich hart nach Sockel-4-Brett an.
    Diese Bretter haben einige Fallstricke:

    • Wenn man Pech hat, ist ein BIOS installiert, dass die IDE-HDDs zwar mit korrekter Kapazität anzeigt, beim Zugriff darauf dann aber doch die 528 MB-Grenze (C,H,S = 1024,16,63) zuschlagen lässt.
    • Als PCI-IDE-Controller kommt mitunter ein RZ1000 zum Einsatz. Der hat schwere Hardware-Bugs, die zu Datenschrott führen können. Windows ab 95 OSR? und Linux ab Kernel 2.? bringen workarounds mit, die Datenschrott verhindern, was allerdings zu Leistungseinbußen bei Zugriffen über IDE führt.
    • Noch schlimmer als der RZ1000 ist der recht verbreitete CMD640. Genau wie für den RZ1000 gibt es die genannten workarounds. Unter Linux läuft IDE über den CMD640 dann aber nur noch mit pio3 und nicht wie eigentlich vorgesehen mit mdma2, sofern die HDDs diese Modi oder höher unterstützen.


    [Ich würde sogar sagen, das die TDP für die Systemkühlung irrelevant ist, weil die Mainboards die Leistungsgrenzen komplett willkürkich einstellen können und das auch tun. (Nicht, dass das schlecht wäre.)

    Wenn das Mainboard einen Prozessor offiziell unterstützt und keinen Produktfehler aufweist, dann kann dieser Prozessor unter Last auch mit seiner TDP laufen, solange der Benutzer im UEFI keine niedrigere Leistungsgrenze eingestellt hat und der Prozessor nicht überhitzt bzw. eine im UEFI eingestellte Temperaturgrenze überschreitet.

    Der Ryzen 5 5600 (G oder X) sollte mit TDP = 65 W in dem kleinen Gehäuse überlebensfähig kühl zu halten sein.


    Jetzt muss ich die nur noch gesccheit zerstören, dass die keiner wieder aus dem Müll ziehen will.

    Die gehören ja wohl mit Anstand auf dem Wertstoffhof beigesetzt und nicht einfach in die nächste Tonne gekloppt.

    Wenn Du denen unbedingt vorher noch einen Herzstich verpassen möchtest, baller einmal mit 'nem Metallbohrer so durchs Gehäuse, dass die Platter getroffen werden.

    drei Vertonungen dieses extrem !gehaltvollen Textes:
    "Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipisicing elit, sed eiusmod tempor incidunt ut labore et dolore magna aliqua. Ut enim ad minim veniam, …"

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    Der radikale Wechsel der GUI von Windows 7 auf Windows 8 war keine reine Geschmacksfrage! Ich wurde damit im beruflichen Umfeld konfrontiert, und da kostet so ein radikaler Wechsel Zeit und damit Geld. Und weil in KMU meist beides knapp bemessen ist, fiel der Wechsel oftmals aus. Der Begriff "Kachelkatastrophe 8" kursierte damals schon im Internet. Ganz konkret wurde es dann mit dem Kauf zweier neuer Laptops auf Arbeit. Ausgepackt, eingeschaltet, und Windows 8 startete. "Igitt! Was ist das?" So weit so schlecht war "Igitt!" im Gegensatz zu "Was ist das?" natürlich eine Geschmacksfrage, aber die Laptops waren für Kollegen bestimmt, also erst mal "mir doch egal". Der erste Kollege kam 'ne halbe Stunde nach Übergabe des einen Laptops damit zurück und sagte (sinngemäß, genauer Wortlaut nicht mehr präsent) nur "Pack mir da Windows 7 drauf. Ich habe jetzt keine Zeit 'n halben Computer neu zu lernen." Der zweite Kollege kam mit dem selben Wunsch einen Tag später. Da zwei Windows 7 Lizenzen zu dem Zeitpunkt verfügbar waren, wurde den Wünschen sehr zeitnah stattgegeben.

    Windows Vista war nicht unbedingt instabiler als Windows XP. Nur war die meiste ia32-Hardware, auf der Windows XP produktiv einsetzbar war, für Windows Vista einfach zu schlapp, als dass das produktiv einsetzbar gewesen wäre. Die Treibersituation für Windows Vista 64-Bit kann so toll nicht gewesen sein. Der Zwang zur digitalen Signatur der 64-Bit-Treiber mag einige Hardware-Hersteller zunächst abgeschreckt haben, weil das am Ende des Tages auch erst mal Zeit und Geld kostet. In der Zeit von Windows Vista wurden reichlich komplett-PCs mit x86_64-Architektur bis hin zu solchen mit Core2Quad drin verhökert, auf denen Windows Vista 32-Bit vorinstalliert war. Windows 7 kam zu einer Zeit, als dann doch schon viele Leute eine x86_64-Kiste mit Mehrkernprozessor drin unter 'm Schreibtisch stehen hatten oder sich gerade eine solche zulegen wollten. Zudem kam auch mehr und mehr sowohl proprietäre als auch quelloffene 64-Bit-Software für Windows 7 auf den Markt bzw. im Internet zum Download.


    Dann kann ich auch bei 10 bleibenn, zumal der Unterschied nicht gravierend.

    Gravierend wird der Unterschied nach dem 14.10.2025 werden, sofern der Rechner nicht ausschließlich offline genutzt wird, wobei es keine Rolle spielt, wie oft der PC genutzt wird. Dann bleibt Dir nur die Wahl zwischen Hochrisikonutzung mit Windows 10, Umstieg auf Linux oder Umstieg auf neuere Hardware, auf der Windows 11 regulär läuft.


    Für mich wird die Windows 8(.1)

    Für Leute, die damals schon etwas länger mit Computern (ia32 → x86_64) zu Gange waren, war Windows 8 auf dem PC ein Schlag voll in die Fresse. Die Bezeichnung "Kachelkatastrophe 8" dafür kam nicht von ungefähr.

    Das Auslassen jeweils einer Windows-Version war nicht unüblich. Benutzt wurden oft Windows XP (ia32) → Windows 7 (x86_64) → Windows 10 (x86_64).

    Das Auslassen von Windows Vista ergab sich zumeist daraus, dass die 32-Bit-Version einfach zu aufgebläht für die meiste ia32-Hardware ist. Brauchbar läuft das eigentlich nur auf ia32-Hardware, die am oberen Anschlag dieser Architektur angesiedelt ist. Und auf x86_64 wollte man dann doch gerne ein 64-Bit OS und 64-Bit-Software. Windows Vista 64-Bit gibt es, die Treiberunterstützung dafür dürfte hinlänglich bekannt sein, und nach 64-Bit-Software, die da drauf läuft wird man lange suchen müssen.

    Ein Großteile dieser Diskussion beruht letztlich darauf, dass Microsoft den Benutzern mit jeder Version eine bestimmte GUI aufzwingt. Gäbe es da deutlich mehr Einstellmöglichkeiten wie bei vielen Linux GUIs, wäre vielen Benutzern schon geholfen. Im Produktivumfeld können der Wechsel der GUI mit jeder Version und die damit notwendige Eingewöhnungsphase nämlich extrem lästig (und im betrieblichen Umfeld entsprechend teuer) sein.


    Hab 2 Rechner auf 11, der Rest kann nicht.

    Will Microsoft nur nicht, dass da Windows 11 drauf läuft (kein UEFI, kein TPM), oder ist deren Hardware dafür objektiv zu schlapp (Ein- und Zweikerner, zu wenig RAM, nur HDD)?


    Stärkste wohl Irfanview.

    Trenn Dich davon (unter Linux). Das Programm ist doch nicht Fisch nicht Fleisch. Zum Bilder gucken reicht Geeqie oder Gwenview, zum manuellen Bearbeiten darf es dann schon Gimp sein, und zum automatischen Bearbeiten ImageMagick.


    schon liegen die gewünschten 2,18 V am Sockel an.

    Gewünscht sind doch 2,20 V. Liegen die 2,18 V auch noch beim Multiplikator 6,0 an oder sackt die Spannung dann ab?


    K6-2 rein und läuft, erkannt wird er als "80486DX-S 66 MHz"

    An so einen Stuss vom BIOS erinnere ich mich dunkel. War ein Sockel-7-Brett ohne "split voltage", auf dem ein K6 233 Model 6 (mit Vcore = Vio = 3,3 V) lief.


    aber kein POST bei Multiplikator 6.0, Diagnosekarte vermeldet "0D", CPU frequency detection.

    Probier es mal mit der Einstellung 2,3 V. Vielleicht laufen die Prozessoren alterungsbedingt nicht mehr stabil mit den hohen Multiplikatoren und nur 2,18 V.

    Wenn das nix bringt, bleibt Dir nur der ganz harte Weg hin zu 400 MHz = 6,0 × 66 MHz FSB: BIOS modding.
    Vielleicht hilft Dir Jan Steunebrink dabei.


    Abgesehen davon, dass man für den K6-2 die Schaltung am Mainboard modifizieren müsste wären diese Werte, besonders am kleinen Kühlkörper noch höher. Das würde alles zumindest eine aktive Kühlung erfordern, wenn die Reglern nicht sogar einfach sterben.)

    Die sterben einfach weg, praktische Erfahrung gesammlt beim Versuch auf einem Brett mit Sockel-7 "split voltage" einen K6-III 400 (6,0 × 66 MHz FSB; Vcore = 2,4 V) mit Vcore = 2,5 V zu betreiben. :(
    Vcore = 2,5 V ist für den K6-III 400 obere Kotzgrenze, aber der hat es überlebt (und läuft immer noch in einer anderen Kiste).


    Ich finde es auch äußerst verwirrend dass niemand irgendwas mit der oberfläche machen zu scheint und alle nur Konsolenbefehle rauswerfen.

    Das ist im (unixoiden) Server-Umfeld aber Gang und Gebe. Da klickt sich keiner "was zusammen". Eine GUI dient nur dazu, mehrere Console-Fenster auf einem Bildschirm anzuzeigen.


    Wie kamst Du eigentlich auf den Thread-Titel "Kein mir jemand Docker erklären?" ?


    ist das System vollständig

    Nein! :D
    In dem einen Sockel herrscht noch gäääähnende Leeeeeere.


    Damit kann ich jetzt die Win98-scheue ESS 1868

    Läuft die dann nur mit DOS-Treiber oder gibt es da auch was für Win3x, das nicht so bockt wie unter Win98?

    Ist das eine alte CF-Karte ohne udma-Gedöns im Adapter, oder nimmt der IDE-Controller auf dem Einplatinencomputer auch moderne CF-Karten?


    Cirrus Logic CL-GD5401 mit 256 kB VRAM

    256 KiB VRAM sind die Mindestanforderung für VGA. Ist die Grafikkarte voll mit VRAM bestückt oder könntest Du nachrüsten? Schon 512 KiB würden die Möglichkeiten stark erweitern z.B. auf 8 bpp @ 640×480.
    Vielleicht findest Du für diese Grafikkarte auch einen Treiber, der mehr bietet als Win3x aus der Tüte. Für die Nachfolger CL-GD 542x gibt es so einen Treiber.

    Eine Schnapsidee ist es allemal. :drink: Bleibt nur die Frage ob Korn, Obstler oder Enzian. :D

    Es sollte auf Programme beschränkt bleiben, die von Diskette gestartet werden können, womit DOOMS und QUAKES aus dem genannten Paket ausschieden.

    Es sollten 16-Bit- und 32-Bit-Tests dabei sein. Ergebnisse für 32-Bit-Tests fehlen dann halt bei 286ern und deren Vorgängern.

    In der Tabelle würde ich zwischen "Mainboard" und "GPU" (in "Grafik" umbenannt) noch "Cache" und "RAM" einfügen, die Werte natürlich mit korrekten Binärpräfixen (Ki, Mi, Gi, …) statt der in diesen Fällen falschen Dezimalpräfixen (k, M, G, …) angegeben. "CPU (+FPU)" statt "CPU" trägt dem Umstand Rechnung, dass bis zu 386er und 486SX sowohl mit als auch ohne FPU möglich ist.
    Beispiel (als reale Hardware vorhanden):

    UserCPU
    (+ FPU)
    MainboardCacheRAMGrafikTOPBenchLM60 (ALU / FPU)Speedsys CPUSpeedsys MEM (L1 / L2 / L3 / RAM)[MB/s]3D Bench [fps]
    Arnulf zu LindenTI486DLC-40 + IIT 4C87DLC-40Magitronic TK-C491/493/386-4N-DO4L1: 1 KiB (CPU)
    L2: 128 KiB (onboard)
    32 MiB:
    8× 4 MiB SIMM 70 ns
    Trident
    TVGA8900C (1 MiB ISA)
    ?????