Beiträge von Arnulf zu Linden


    auch einen 486er mit zwei FDD-Anschlüssen und 34 MB RAM.

    34 MiB RAM sind in einem 486er mit drei oder vier PS/2-Steckplätzen zwar möglich, wären aber doch extrem ungewöhnlich. Warum sollte man 1 oder 2 MiB PS/2-FPM oder 4× 256 KiB SIMM oder 8× 256 KiB SIMM auf SIMM→PS/2-Adapter ("SIMM shuttle") verwenden, wo einem 4 und 8 MiB PS/2-FPM sowie 4× 1 MiB SIMM hinterher geschmissen werden?


    Manche Live-CDs kann ich so per floppy/loadlin etc. starten und verwenden (kein CDROM-Start mittels BIOS).

    Dafür gibt es doch Software zur Erstellung spezieller Bootfloppies, von denen sich dann z.B. 'ne CD-R anstarten lässt: btmgr, plop, …


    Ich glaube man kann die FDD 5.25" auch nicht an diese FDC-USB-Adapter für 10-15,-€ anschließen, was ich so gelesen habe.

    Die Dinger sind i.d.R. explizit für 1,44 MB 3½“ FDDs bestimmt. 720 KB oder 2,88 MB 3½“ FDDs dürften genauso wenig dran funktionieren wie 5¼“ FDDs.


    Direkte Zugriffe wären für meine schwer lesbaren Floppys wohl wichtig, denke ich.

    Wenn es um sehr viele Disketten geht oder Du auch zukünftig mit Disketten, insbesondere auch 5¼“ arbeiten möchtest, solltest Du Dir 'ne olle Kiste zusammen schrauben, deren onboard-FDC zwei Laufwerke nimmt, und die stark genug für ein Linux mit Kernel 2.6 ist. Unterkante dafür ist grob ein Pentium III 800 MHz mit 768 MiB RAM und dedizierter Grafikkarte, dazu 100base-TX und USB 2.0 als Steckkarten, sofern nicht onboard vorhanden. Wegen immer noch recht hoher Verfügbarkeit bieten sich ein Pentium 4 auf Sockel 478 oder Athlon XP auf Sockel A an. Da muss man aber schon ins Mainboard-Manual schauen, ob das Brett noch zwei FDDs nimmt. Bei x86_64-Brettern mit FDC an Bord ist von Unterstützung für nur noch ein FDD auszugehen.


    Ja, hier geht das bislang einzig mit gentoo (auf dem 486er, auf dem PII liefen natürlich mehr Distris).

    Dann nimm doch den PII …


    Apropos x86_64.

    Bei AMD ist bis Sockel AM2+ i.d.R. ein FDC an Bord. Mit Sockel AM3 gibt es mit und ohne FDC. Ab Sockel AM3+ ist ohne FDC die Regel, mit FDC am ehesten auf AsRock-Brettern.


    PCI Multi I/O Karten gibt es wohl nicht, oder FDCs für den PCI-Slot?

    Sieht schlecht aus. Es wäre dann aber auch kein nativer FDC möglich, da die dafür notwendigen I/O-Adressen und der DMA 2 nicht so ohne weiteres an PCI-Geräte vergeben werden können. Sollte mal so eine Karte auftauchen ist damit zu rechnen, dass darauf die gleichen Chips wie in den USB-FDDs verbaut sind.


    Warum sollten USB-FDDs auf den Müll gehören?

    Lesen geht, solange die Disketten nicht überformatiert sind. Alles andere kann man damit eher vergessen. Und ein 5¼″-FDD an USB ist mir noch nicht begegnet.


    Mir hätte es ja gefallen, wenn es gddrescue oder ähnliches für MSDOS gäbe.

    Starte doch ein Live-Linux auf einer ollen Kiste und nutze ddrescue.
    Live-Linuxe, die ddrescue enthalten, könnten bzgl. Hardware gewisse Mindestanforderungen haben, damit man damit erträglich arbeiten kann. Dunstkreis dafür dürften bei ia32 die letzten Pentium 4 (ohne EM64T) und Athlon XP sein, bei x86_64 muss man eher darauf achten, dass das Brett noch 'n FDC an Bord hat.


    Zu den beiden kommen dann ja noch ein NT 4.0, NT 3.51, ein Linux Server und dann noch ein Game Server.

    Sind das jetzt Museumskisten, die Du nur ab und an mal für ein paar Stunden laufen lässt oder sind die alle 24/7/365 in Betrieb? Ersteres ist nachvollziehbar, letzteres einfach nur dämlich und vor allem sehr teuer wegen des Stromverbrauchs. In einem Einpersonenhaushalt braucht man i.d.R. gar keinen Server im 24/7/365-Betrieb. Und in einer Einpersonen-Hackerbude sollte dafür ein NAS o.ä. reichen.

    Ich verstehe nur nicht warum der meine eine IDE und SATA Platten am Board als Wechsellaufwerke behandelt, wie eine USB Platte die ich auswerfen kann.
    Hat schon mal einer von euch das gehabt?

    Bei Windows 7 tritt dieses Problem zumindest mit SATA mitunter auf. SATA kann "hot plug"-fähig sein. Wenn das auf dem Brett implementiert ist, kann das Problem auftreten.


    Meist ist es Stressfreier, bei besonderen Installationen, Hardwarenahe Emulation wie 86Box zu nutzen.. Besonders alte Linux-Systeme sind deutlich angenehmer.

    Erst mal 'ne olle Kiste aus Teilen aus der Kramkiste zusammenzuschrauben und anschließend irgend 'n ollen Knust drauf zu installieren kann sehr meditativ sein.

    Und den Stress kannst Du genauso beim Nahkampf auf der Steckbrücke haben wie in den Abgründen der VM-Konfiguration.



    Und 'nen Framegrabber habe ich nicht.

    Schockierend. :D

    In meiner Kramkiste liegt so eine ISA-Karte in voller Baulänge, der Chipsatz besteht aus Philips SAA 7196H & Philips SAA 7199B, Anschlüsse sind Video-in & Video-out (beide Composite Video / S-Video) – und mehr Infos konnte ich bis dato dazu nicht finden. Daher weiß ich auch nicht, ob das Teil noch funktioniert, weil ich nicht weiß mit welcher Software das zu bestiefeln ist. Der eine oder andere PC (vom 286er bis früher Sockel-A) mit ISA-Bus-Steckplätzen wäre schon zur Aufnahme der Karte bereit.


    und dazu zählt auch die von dir als "lahm" bezeichnete Seagate ST-157A-1.

    Bei Seagate komme ich nur bis zur ST3144A runter, und auch die bezeichne ich als "lahm". Und dann habe ich noch eine Schlaftablette in 3½″ full size, deren Vorname wie das Geräusch klingt, dass man von seiner Festplatte nicht hören möchte: Kalok KL 343. Die könnte es in punkto Geschwindigkeit mit Deiner ST-157A-1 aufnehmen. :D


    Das BIOS ist im Text-Modus - nur halt gefühlt in CGA-Farben auf LSD.

    Ach so, das meinst Du. Bei "quietschbunt" dachte ich an diese ersten grafischen BIOS-Ergüsse, die auf einigen 486ern versucht wurden (und dann zum Glück größtenteils auch wieder verschwanden – außer auf Compaq-Kisten).


    Wobei die emulierte Hardware (486DX-25, 12 MB, VGA, 127 MB IDE) meinem Testaufbau (486SX-25, 4 MB, VGA, 48 MB IDE) ganz gut nahe kommt.

    Hat der physische Testaufbau am Ende nicht mehr Spaß gemacht?
    Eine VM ist doch eher was, wenn Software aus 'm Neolithikum noch produktiv genutzt werden soll oder muss und dafür keine olle Kiste mehr verfügbar ist.


    schön quietschbuntes AMI-BIOS

    damals wie heute:
    Es geht doch nix über die schlichte Eleganz, die ein BIOS im Textmodus vermittelt.
    UEFI ist leider auch so 'n Klickibunti-Grafikmüll geworden mit sinnfreiem Bootlogo statt informativem POST-screen. :(


    OpenSystem(TM)

    So nennt das also die Jugend von heute. Damals(TM) hieß das noch "fliegender Aufbau". :D


    Also kommt's auf 'n flott zusammengebautes System mit 486SX-25, 4 MB RAM, Tseng ET4000 1 MB und 'ner Seagate ST-157A-1.

    Man beachte die Wortwahl. Wonach andere (nicht ich, da nur 'n 486SX) sich 'n Wolf suchen, das baut unser lieber Xaar mal eben flott zusammen.


    4x 1 MB RAM 70 ns

    Kann das Brett nicht mehr oder mag OS/2 nicht mehr?


    Seagate ST-157A-1

    Na, die ist doch selbst für 'n 486SX arg lahm.


    Ist das detailliert genug? :D

    Reicht gerade so eben. 8D


    wollte eher fragen ob die Anzeige original beim Gehäuse dabei war, waren ja bis zur 486-Ära üblich und dann weniger.

    Die Anzeige war im Gehäuse schon drin. Bei 286ern, 386ern und anfangs auch bei 486er waren Anzeigen mit zwei 7-Segment-Anzeigen (bis 99 dezimal, bis FF hexadezimal) üblich. Bei späten 486ern und Sockel-4, 5 und 7 dann Anzeigen mit einer 2-Segment-Anzeige und zwei 7-Segment-Anzeigen (bis 199 dezimal, bis 1FF hexadezimal). Anzeigen mit drei 7-Segment-Anzeigen wurden ab Sockel-7 "split voltage" nötig, um die Taktfrequenzen der für diesen Sockel gängigen Prozessoren mit 200 MHz und 233 MHz (sowie einigen Exoten mit > 200 MHz) korrekt anzeigen zu können. Mit dem Aufkommen von ATX-Gehäusen verschwanden die Anzeigen. Die hexadezimale Anzeige war ab Werk unüblich, wurde eher von Nerds genutzt.


    dachte fälschlicherweise alles über Pentium wäre schon Super.

    Die Jugend von heute kennt Sockel-7, Sockel-7 "split voltage" und Sockel-Super-7 nur noch aus 'm Geschichtsbuch. :D
    Dieses "Geschichtsbuch" basiert auf praktischer Erfahrung mit den darin beschriebenen Systemen und beginnt deshalb auch nicht beim 1. Buch Zuse.


    CF Karten sind (wie alle Flashspeicher als Systemdisk 8D) klasse, schön leise und flott :)

    Hmm, da sollte man schon wissen, was man tut. Mit DOS geht das, mit Linux auch. Hier im Forum wurde aber davor gewarnt, bestimmte Windows-Versionen auf einer CF-Karte laufen zu lassen, weil diese Windows-Versionen permanent auf dem Systemdatenträger rödeln, was eine CF-Karte alsbald zerlegt.


    Ist die MHz-Anzeige original, oder wurde da was gedreht?

    Die Kiste wurde komplett aus Einzelteilen zusammen geschraubt. In diesem Sinn ist da logischerweise nix original. Angezeigt wird die reale Taktfrequenz des IBM 6x86MX PR300, also 233 MHz. "Gemogelt" wäre in diesem Fall die Anzeige 300 MHz. Die Anzeigeeinstellung erfolgt über Steckbrücken und ermöglicht daher bei drei 7-Segment-Anzeigen Werte bis 999 (dezimal) oder FFF (hexadezimal).

    Das jeweils verbaute Brett gibt vor, was geht, und das wird dann zumeist auch mehr oder weniger ausgereizt. Der PC ist ein "offenes System", Aufrüstung prinzipiell also vorgesehen. Den Ansatz einen PC möglichst im damaligen Originalzustand "ab Werk" zu erhalten verfolge ich i.d.R. nicht.


    Zu Super Sockel 7 Zeiten (und den entsprechenden Takten) waren die doch schon eher passé oder? :D

    Wie kommst Du jetzt auf Sockel-Super-7? Das verbaute Elitegroup P5HX-B hat einen Sockel-7 "split voltage", und da ist nominell bei Intel Pentium 233 MMX, AMD K6 233 (Model 6) oder eben dem hier verbauten IBM 6x86MX PR300 Schluss.


    Mit dem Highscreen bin ich jetzt eigentlich soweit fertig mit den Kleinigkeiten:

    Auch ein schönes altes Gerät. Über die CF-Karte muss man großzügig hinweg sehen, da so 'ne olle IDE-HDD samt ISA-IDE-Controller kaum noch und dann auch fast nur zu Mondpreisen erhältlich sind.

    Mit einem ähnlichen Gerät, einem "Vobis Highscreen 286-16" fing ich damals an.


    Mal schaun ob ich ihn behalte wenn der NuXT gebaut ist,

    Was ist das denn für 'ne Denke? Natürlich bleibt der! :D


    bekommt man noch alte disketten?

    Disketten 3½″ 1,44 MB sind vereinzelt noch zu bekommen. 386er wurden damals meist mit einem Diskettenlaufwerk, das diese Disketten verarbeiten kann, ausgestattet.


    und wo soll man mit einer alten diskette als speicher dann drucken können?

    Das geht an jedem Rechner, der die auf dem 386er verwendeten Dateiformate lesen kann. Welche Programme die zu druckenden Daten liefern, wurde bisher nicht erwähnt.


    ich hab leider kein disketten laufwerk mehr... hat man da überhaupt noch?

    Nein, deshalb ja auch ein USB-Diskettenlaufwerk …


    Meine erste Erfahrungen mit C-Media in einer Win9x Mühle war grauenvoll.. […] Leider genauso grausam wie die ESS-Solo Teile.. permanente Treiberprobleme unter Win9x.

    Das ist jetzt aber Äppel vs. Birnen = ISA-PnP vs. PCI. ;)

    Als etwas anstrengend habe ich da eher die älteren ESS1868 (ISA-PnP) in Erinnerung, wenn die auch noch einen nicht per Jumper deaktivierbaren IDE-CD-ROM-Anschluss hatten. Dann brauchten die auch drei IRQs – und natürlich mit oder ohne IDE zwei 8-Bit-DMAs.

    Meines Wissens kam die Interpretation
    PnP = "plug 'n pray"
    in Verbindung mit den ISA-PnP-Soundkarten auf, weil ISA-PnP eben gerne mal an IRQ- oder DMA-Mangel scheiterte, oder die ohnehin nicht sonderlich stabilen Win9x-Versionen die Soundkartentreiber nicht mochten.

    Mit ECP-Parallelport im System, der damals für den Drucker gebraucht wurde, war 8-Bit-DMA-Mangel bei Einsatz einer nicht 100% Soundblaster-kompatiblen Karte quasi vorprogrammiert, weil das mit der Nutzung des DMA 0, was die Situation entschärfen würde, so eine Sache ist.


    Die ALS100 hab ich hier auch noch im Einsatz, in einem 386er. Die lief trotz guter Bestücken eigentlich sofort los mit default Zuweisungen. Glück gehabt.

    Wenn im 386er noch zwei IRQs frei waren, ist das zu erwarten gewesen, denn in einem 386er war eher selten ein ECP-Parallelport verbaut, der einen 8-Bit-DMA braucht. Somit konnte die ALS100 problemlos DMA 1 & 3 belegen.

    Eine ISA-PnP-Soundkarte mit C-Media CMI8330 drauf in einem PC in Gang zu kriegen ist nicht trivial, weil das Teil extrem viele Ressourcen braucht:

    • drei IRQs für:
      • SoundBlaster
      • WSS
      • MPU401 UART
    • drei DMAs, davon zwei 8-Bit-DMA, für:
      • SoundBlaster - 8bit
      • SoundBlaster - 16bit
      • WSS - 1
    • sechs I/O-Adressbereiche für:
    • [list]
    • SoundBlaster
    • OPL2/3 (left)
    • OPL2/3 (right)
    • WSS
    • MPU401 UART
    • ns558-pnp

    Der Bedarf an I/O-Adressbereichen ist für ISA-PnP-Sound noch überschaubar, aber drei IRQ und drei DMA, davon zwei 8-Bit-DMA, ist schon extrem.

    Aus dem PC (Compaq Deskpro 5200MMX), der onboard nur COM1 mitbringt, musste die mit einer ISA-Karte realisierte COM2 raus, um den dritten IRQ für den CMI8330 frei zu bekommen. Alternativ hätten Ethernet raus geschmissen und onboard USB deaktiviert werden müssen, was keine sinnvolle Alternative ist.
    Und mit den DMAs geht das nur, weil sich der ECP-Parallelport im BIOS auf DMA 0 legen lässt, denn der CMI8330 besteht zumindest in diesem PC auf den 8-Bit-DMA 1 & 3 (und den 16-Bit-DMA 5).

    Immerhin hat die Soundkarte mit dem CMI8330 drauf endlich ein Zuhause gefunden. Dafür flog eine mit ALS100+ drauf raus. Die geht mit Ressourcen zwar auch nicht gerade sparsam um, kommt aber mit zwei IRQs und zwei 8-Bit-DMAs aus.