Beiträge von Arnulf zu Linden


    Ich habe eine andere Vermutung. Sie bootet einfach nicht. Ich habe gerade versucht, die Installation mittels Reparaturassistenten zu reparieren, danach auch nicht bootbar.

    Ist ggf. die Partitionstabelle verschwurbelt und die Boot-Partition nicht mehr als "Boot" markiert?


    Aber das Windows 2000 Professional müsste doch wenigstens, nach der Installation des Bootsektors irgendeine Fehlermeldung ausspucken?

    Nicht notwendigerweise, wenn der "passende" Sektor über 'n Deister gegangen ist.

    Quäl Dich nicht länger damit rum! badblocks -wsv testet nicht nur auf defekte Sektoren, sondern beseitigt auch gleich jeglichen Datenmüll auf der Platte. Wenn es danach "0 badblocks found" heißt, kannst Du ein "clean install" starten. Ansonsten ist 'ne Beisetzung auf 'm Wertstoffhof fällig.


    Werde wohl neu installieren müssen oder?

    Dürfte wohl die sauberste und am Ende zeitsparendste Lösung sein. Falls noch relevante Daten drauf sind, vorher mit einem Live-Linux starten und Daten auf USB-Stick sichern.

    Bevor neu installiert wird, sollte die Festplatte auf fehlerhafte Sektoren untersucht werden. Mein Vorschlag:
    Alle Festplatten außer der zu prüfenden abstöpseln. Live-Linux in die Console starten, X wird nicht gebraucht und stört bei so etwas nur. Auf der Console ausführen:
    badblocks -wsv /dev/sda
    Das kann bei 20 GB IDE etwas dauern und lässt man daher über Nacht rödeln.

    Alle neueren Drucker, die noch einen Parallelport-Anschluss haben, scheiden aus, da es dafür keine Treiber für Windows 3.11 geben dürfte.

    Ein Tintenstrahldrucker ist nur sinnvoll, wenn sehr regelmäßig gedruckt wird. Wenn zwischen den Druckaufträgen längere Pausen liegen, ist ein Laserdrucker die richtige Wahl.

    Schau mal nach alten "HP LaserJet" mit Parallelport-Anschluss, z. B. dem "HP LaserJet 6L". Der bringt Treiber bis runter zu Windows 3.1 (auf DOS 5.0; 386er Prozessor; 2 MiB RAM) mit und läuft unter Windows mindestens bis Windows 7 64-Bit sowie unter älteren und aktuellen Linux-Distros. Somit ist eine Weiternutzung möglich, falls der genannte PC ersetzt wird.

    Edit: Der Betrag erschien erst gar nicht und dann zeitverzögert doppelt, d.h. einen gelöscht. Ist diese Verzögerung Absicht (Spam-Schutz o. ä.)?


    Wir könnten das Treffen auch am Geografischen Mittelpunkt Deutschlands oder am Mittelpunkt der EU abhalten :trollface:

    So blöd ist der Vorschlag gar nicht. Man darf das mit den Mittelpunkten wegen Anreisemöglichkeit mit Öffis aber nicht zu pingelig sehen.

    Der nächst gelegene Ort zu Niederdorla mit Bahnanschluss ist Mühlhausen/Thüringen.

    Der nächst gelegene Ort zu Gadheim mit Bahnanschluss ist Veitshöchheim, nur wenig weiter entfernt liegt Würzburg mit Fernverkehrsanschluss. Und von Düsseldorf käme man auch mit 'm Binnenschiff hin. :D


    Grafikkarte läuft. Die CPU wird richtig erkannt, die 32MB RAM sind okay.

    Auf den memory check beim POST kann man nicht viel geben. Wenn der meckert, ist ein Speicherriegel oder was anderes, was mit RAM zu tun hat, hinüber, aber der Umkehrschluss ist nicht zielführend. Hatte das schon oft genug, das POST den RAM für gut befand, memtest86+ dann aber Fehler schmiss.

    Probier mal eine Minimalkonfiguration:
    Grafikkarte, ein Speicherriegel, Keyboard und sonst nix weiter, also alle anderen Steckkarten raus, Maus und alle Laufwerke abgestöpselt. CMOS reset! Kaltstart.
    Wenn es dann immer noch nicht geht, dito mit dem anderen Speicherriegel im selben Steckplatz.
    Wenn es dann immer noch nicht geht, dito mit dem einen Speicherriegel im anderen Steckplatz.
    Wenn es dann immer noch nicht geht, dito mit dem anderen Speicherriegel im anderen Steckplatz.

    Es erschließt sich jetzt nicht so direkt, wieso eine RS232-Schnittstelle oder ein PS/2-Mausanschluss einen AT-Keyboard-Controller himmeln sollten, aber wenn das denn so ist, dann war 's das wohl mit dem Brett. Die Chance einen baugleichen AT-Keyboard-Controller-Chip zu bekommen, dürfte gegen Null streben.


    Habe vergessen Lötfett zu besorgen, und die aufgelötete BIOS-Batterie hat an der Anode (- bei der Entladung) keine Verbindung bekommen, da das Lötzinn nicht in die Bohrung läuft ...

    Lötfett, Löthonig und ähnlicher Schmadderkram haben an Elektronik absolut nichts zu suchen!

    Besorge Dir ein ordentliches Elektronik-Lot mit Flussmittel-Seele und ca. 1,0 mm Drahtstärke.

    Bleihaltiges Lot ist gutmütiger in der Verarbeitung, also für Leute mit wenig Löterfahrung besser geeignet als bleifreies Lot. Für Handlötungen ist bleihaltiges Lot immer noch erlaubt und somit im Handel erhältlich.

    Wenn das Lot nicht in die Bohrung läuft, ist diese entweder korrodiert oder das Lot taugt nix. Wenn die Bohrung partout nicht mehr lötbar ist, verfolge die von dort abgehende Leiterbahn bis zur nächsten Lötstelle und verbinde die CMOS-Stütze mit einem dünnen isolierten Schaltdraht mit dieser Lötstelle. Oder Du entfernst die halb aufgelötete CMOS-Stütze und schließt an J1 eine externe CMOS-Stütze an.



    Außerdem funktioniert es nicht die Samsung 160GB Festplatte zusammen miot einem ATAPI oder einer zweiten IDE/ATA-Platte an dem Board-IDE zu betreiben.

    Das kann schlicht eine Inkompatibilität sein. Die 160 GB ist einfach viel zu neu für das Brett und will dazu LBA48 haben. Wenn Du keine IDE-HDD ≤ 120 GB (120 GB: größte handelsübliche Kapazität, die mit LBA28 auskommt) bekommen kannst, wobei für Dein Szenario eher 4,3…8,4 GB passend wären, denk mal über eine CF-Karte mit CF-IDE-Adapter nach.


    An einer ISA-Karte mit FDD und IDE Abgriff erkennt sowohl das BIOS als auch Ontrack den Adapter nicht.

    Wenn der onboard-IDE-Controller deaktiviert ist und der IDE-Controller auf der Karte als primary IDE konfiguriert ist, sollte das nicht sein. Für das BIOS ist wumpe, ob primary IDE onboard oder offboard ist.

    Wenn der onboard-IDE-Controller aktiviert ist und der IDE-Controller auf der Karte als secondary IDE konfiguriert ist, ist das zu erwarten. Das BIOS des FIC 486-GIO-VT unterstützt, da nur ein IDE-Controller an Bord ist, wahrscheinlich nur die max. zwei Laufwerke an primary IDE. Das erkennst Du im BIOS, wenn dort nur zwei Zeilen für "IDE drives" angezeigt werden¹.
    In diesem Fall erkennen Ontrack/DOS/Win9x/ME keine Festplatten am secondary IDE, da diese für IDE das BIOS nutzen. Atapi-Laufwerke werden unter DOS/Win9x/ME mit eigenen Treibern eingebunden und können daher auch am secondary/tertiary/quaternary IDE hängen. Der Linux-Kernel braucht das BIOS nur zum Start und kümmert sich anschließend selbst um IDE. Somit erkennt der Linux-Kernel auch Festplatten und andere Laufwerke an secondary/tertiary/quaternary IDE.

    ¹Zum Vergleich: Das BIOS Deiner PII-Kiste zeigt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) vier Zeilen für "IDE drives" an. Auf Brettern jener Zeit war ein "dual PCI IDE controller" üblich, der sich für BIOS und Software als zwei IDE-Controller (primary & secondary) präsentiert.

    Laut TH99 hat das FIC 486-GIO-VT einen PS/2-Mausanschluss. Nutz den, wenn der nicht tot ist. Im BIOS muss der IRQ 12 dafür reserviert werden, falls der bislang zur Nutzung durch andere Komponenten frei gegeben ist.

    Falls Du Dir eine serielle Maus besorgst, stellt die keine besonderen Anforderungen an die RS232-Schnittstelle, die in PCs dafür üblichen UARTs (8250, 16450, 16550A) nehmen eine serielle Maus.

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    Sind das noch 360 k Floppies vom 8088? Auch wenn sie es theoretisch können, man sagt 1,2 M Floppies können die 360 k nicht so gut Lesen, schreiben ist sowieso nur sehr eingeschränkt möglich.

    Kann ich hier nicht bestätigen. Meine 5¼″ HD FDDs nehmen klaglos auch 2S-DD (360 kB) und 2S-QD (720 kB) read-write.

    zur Reinigung: Die spackenden CD-ROM-Laufwerke lassen sich u.U. mit einer Linsenreinigung (Isopropanol & Wattestäbchen) reanimieren. Es ist genau wie bei FDDs aber nix für Ungeduldige. Nach der Reinigung sollte das Laufwerk einen Tag lang ablüften, damit alle Isopropanol-Reste verdunsten, bevor es wieder in Betrieb genommen wird.


    Ich versuche es jetzt mal mit dem OnTrack DDO Diskmanager.

    Mach das. Unter anderem Seagate und Fujitsu boten damals Ontrack zum Download für ihre "zu großen" IDE-Festplatten an. Ontrack bestiefelt hier in einem 286er eine für die Kiste "zu große" Fujitsu M1636TAU (C,H,S = 2490,16,63 = 1284 MB; BIOS IDE limit: C,H,S = 1024,16,63 = 504 MB), und darauf ist FreeDOS installiert.

    Bzgl. sinnvoll installierbarer Betriebssysteme wäre hilfreich, wenn Du ein paar mehr Infos zur Hardware kund tun würdest, also was auf dem Brett alles steckt oder noch drauf soll (Prozessor, RAM, Grafikkarte, weitere Steckkarten). Da gibt es durchaus Fallstricke, z. B. VL-Bus-Grafikkarte vs. Bestückung mit RAM.


    Ansonsten werfe ich immer SCSI in den Raum,

    Dafür braucht man aber einen bootable VL- doer ISA-Bus-SCSI-Controller und Laufwerke (HDD, CD-ROM oder CD-RW), die da dran passen. Das dürfte alles mittlerweile sehr rar gesät sein. Außerdem muss das BIOS auf dem Brett in der Lage sein, das BIOS auf dem SCSI-Controller anzuschubsen.

    Bei IDE kann man notfalls statt einer HDD eine CF-Karte mit CF-IDE-Adapter einsetzen, wobei auch da nicht jeder mit jedem zusammen will.



    Aber Master und Slave soll man doch heute nicht mehr verwenden :oO3:

    Learn to distinguish technical from political or racist context. ;)

    Und ja, heute verwendet man SATA. :trollface:


    Ein CDROM und ZIP scheinen auch kaputt zu sein, oder es ist was mit Slave/Master/Cableselect und/oder BIOS-Einstellungen.

    Vergiss "cable select" an einem 486er. Da kommen an jeden IDE-Controller jeweils ein Laufwerk als master und bei Bedarf ein zweites als slave.

    Probier CDROM und ZIP mal an Deiner PII-Kiste. Wenn die daran auch nicht wollen, sind sie wohl hin.
    Ansonsten kann das auch eine Inkompatibilität mit dem IDE-Controller auf dem Brett sein. Laut TH99 hat das FIC 486-GIO-VT VL- und ISA-Bus an Bord. Die alten IDE-Controller für VL- oder ISA-Bus haben mit Atapi-Laufwerken oftmals Probleme oder sind da zumindest sehr wählerisch. Wenn ein Atapi-Laufwerk allein an einem IDE-Controller nicht läuft, kann eine der möglichen Kombis mit einem zweiten Laufwerk dazu führen, dass das Atapi-Laufwerk läuft. Die Kombis sind:

    • HDD master + Atapi slave
    • Atapi master + HDD slave
    • Atapi master + Atapi slave

    Vom "iomega ZIP100 IDE" gibt es zwei Versionen. Die erste Version unterstützt "Pio Mode 0" (pio0) und kein DMA. Da stehen die Chancen recht gut, dass so 'n Teil auch an einem 486er läuft. Die zweite Version unterstützt "Pio Mode 3" (pio3) und "Multiword DMA 1" (mdma1), wobei DMA in der Praxis weder unter Windows noch unter Linux funktioniert und das Laufwerk für die Nutzung in den Pio Mode gezwungen werden muss.
    Die Chance, ein "iomega ZIP250 IDE" an einem 486er in Gang zu kriegen, dürfte gering sien.



    Habe eine I/O-Karte, auch eine weitere mit IDE und einem FDD-Anschluss. Der könnte dann ja später zu Einsatz kommen? Allerdings nix zum Booten ...

    Wenn der FDC auf dem Brett tatsächlich über 'n Deister gegangen ist, deaktiviere den onboard FDC und nimm statt dessen den FDC auf der Karte. Für das BIOS auch zum Boot ist das normalerweise wumpe, da der FDC auf der Karte die selben Ressourcen (IRQ, DMA, I/O-address) nutzt wie der onboard FDC. Alles andere auf der Karte sollte deaktiviert werden, da Ressourcen nicht doppelt belegt werden dürfen, wobei da eine Ausnahme für die IRQs für RS232-Schnittstellen gilt. Teilen sich zwei oder mehr RS232-Schnittstellen einen IRQ, ist im Betrieb allerdings peinlichst darauf zu achten, das diese RS232-Schnittstellen niemals zeitgleich angesprochen werden, da es sich anders als bei PCI nicht um echtes "IRQ sharing" handelt. Den IDE-Controller auf der Karte kannst Du zusammen mit dem onboard-IDE-Controller nutzen, wenn die beiden IDE-Controller unterschiedliche Ressourcen nutzen können.

    Ach ja, bevor Du ein Laufwerk als defekt aussonderst, probiere es an einem anderen PC mit einem bekanntermaßen funktionierenden Kabel.


    Ach ja: Bezüglich DDO: In dieser Situation bringt es auch nichts die Festplatte Bootfähig mitt EZ-Drive zu machen und dann irgendwie von Festplatte zu starten und DDO von dort installieren? Das geht auch nicht mit Diskette vom MT4 Pentium II Rechner aus, da sein BIOS anders ist und DDO erst das BIOS checkt um dann die richtigen EZ-BIOS Befehle in den MBR zu schreiben?

    Das sollte so gehen: Stell im BIOS der PII-Kiste für die HDD "normal" und C,H,S = 1023,16,63 ein. Installiere dann das DDO. Klemm die HDD um und stell im BIOS des 486ers im BIOS dafür ebenfalls "normal" und C,H,S = 1023,16,63 ein.

    zur 160 GB IDE-HDD:

    Onboard-IDE-Controller mit LBA48-Support kamen so im Dunstkreis von Intel Pentium 4 & AMD Athlon XP auf. Alles, was älter ist, unterstützt nur LBA28.
    Wenn das Brett einen PCI-Bus hat, kann man versuchen, darin einen PCI-IDE-Controller zu betreiben, der LBA48 unterstützt. Damals beliebt waren z.B. der Promise Ultra 100TX2 (aka PDC20268) und der Promise Ultra 133TX2 (aka PDC20269), die Treiber bis runter zu Windows 95b mitbrachten. Treiber für Windows 95a und noch älter wären eh sinnlos, da der FAT32-Support fehlt. Der ältere Promise Ultra 100 (aka PDC20267) unterstützt in Hardware ebenfalls LBA48, benötigt dafür aber ein BIOS-Update.
    Auf Sockel-Super-7 und Slot-1-Brettern laufen die o.g. Controller in aller Regel. Bei Sockel-7 muss man es schlicht ausprobieren. Bei Sockel-5 und älter wird das eher nix.

    zur 40 GB IDE-HDD:

    Eine Begrenzung auf 32 GB ist nicht notwendig, da sich die ohnehin nur mit DDO oder unter Linux mit voller Kapazität nutzen lässt.
    Mehr zum Thema IDE-HDDs in ollen Kisten gibt es hier.

    zu Betriebssystemen:

    Auf einem 486er kommen je nach Ausstattung entweder DOS 6.22 & WfW 3.11 oder Windows 95 sowie im Dualboot ein altes Linux in Betracht. Halbwegs aktuelle Software kann man auf einem 486er vergessen. Auf meinen 486ern läuft Slackware 9.1 mit Kernel 2.4.33.3, und auf einem schlapperen 486er im Dualboot noch DOS 6.22 & WfW 3.11. Wenn eine Festplatte > 8,4 GB verbaut ist und unter Windows mit voller Kapazität genutzt werden soll, wird Windows 95b oder c wegen FAT32 benötigt. Damit Windows 95b oder c nicht die Performane einer Schlaftablette entfalten, sollten ein Prozessor mit ≥ 100 MHz und RAM ≥ 32 MiB verbaut sein. Ansonsten kann FreeDOS mit FAT32 umgehen und Linux sowieso.

    zum DDO:

    Ja, der DDO landet im MBR. Für Dualboot mit DOS oder Win9x und Linux richtet man ein DOS-Startmenü in der CONFIG.SYS ein, von dem aus dann wahlweise Windows, DOS oder Linux (via loadlin.exe) gestartet werden. Unter Linux wird kein Bootmanager installiert! Dadurch wird sicher vermieden, dass dabei das DDO im MBR übergebügelt wird.