Beiträge von Arnulf zu Linden

    Das ist schon ein paar Tage her, aber vielleicht auch für den einen oder anderen Besitzer eines Power Macintosh G3 oder ähnlich interessant.

    Nach Änderungen am Innenleben des Computers tritt beim Zusammenbau ein lästiges Problem auf, vor dem mich damals schon der Vorbesitzer des hier zu sehenden Power Macintosh G3 warnte.

    Der mechanische Schaltarm ist mit dem Ein-Taster nur sehr locker verbunden. Beim Aufsetzen des Gehäuseteils fällt der Schaltarm sehr leicht vom Taster ab und der Computer lässt sich dann nicht so ohne weiteres einschalten. Die beiden nachfolgenden Bilder zeigen den Soll-Zustand.

    Die beiden nachfolgenden Bilder zeigen den häufig eintretenden Ist-Zustand.

    Das Problem lässt sich recht einfach mit einseitig kleberbeschichtetem Filz z. B. aus dem Baumarkt lösen. Bei dem hier zu sehenden Power Macintosh G3 bilden zwei Lagen 4 mm Filz das Auflager für den Schaltarm.

    Die runden Filzscheiben, hier jeweils 2 ×4 mm übereinander – die Gesamthöhe jeder "Scheibe" sollte mindestens 8 mm betragen – bilden die seitlichen Führungen für den Schaltarm.

    Diese Modifikation ist nicht destruktiv und reversibel. Sie erspart viel Frust und Gefriemel beim Zusammenbau des Computers.

    Bisher auf drei Rechnern Update 1909 →2004 (alle drei mit Windows 10 pro 64-Bit) durchgeführt:

    AMD FX8350 mit 32 GiB RAM auf Gigabyte GA-990XA-UD3 rev. 3.0:
    Lief relativ erträglich "durch die Vordertür". Der gesamte Zeitbedarf für das Update lag noch im Rahmen meiner Erwartungen.

    AMD Phenom II X6 1100T mit 24 GiB RAM auf MSI 990FXA-GD80 (oder ähnlich, Kiste steht nicht hier, jedenfalls 'n MSI mit "OC Genie" Funktionen):
    Lief recht zäh "durch die Vordertür". Das Update hing mehrmals längere Zeit fest. Der Prozessor wurde dabei über anderthalb Stunden mit ca. 21% CPU-Last gequält, ein Kern wurde von 3,3 GHz per turbo boost durchgängig auf die maximal zulässigen 3,6 GHz geprügelt.

    AMD Athlon II 245e mit 16 GiB RAM (Dell Inspiron One 2205):
    Auf der Kiste wurde das Update nicht angeboten. Wegen der schmalbandigen Leitung am Standort wurde das Update per USB-Stick verabreicht, was in etwa genauso lange wie die Windows 10-Erstinstallation dauerte. Da über diese Kiste zeitnah Webkonferenzen laufen sollen, wollte ich das Update da vorher drauf haben.

    Nervig war in allen drei Fällen die Neustart-Kaskade, die sehr an Win9x-Zeiten erinnerte: "Sie haben eine Taste gedrückt. Bitte starten Sie Windows neu, damit die Änderungen wirksam werden."

    Nach dem Update gab es bislang auf allen drei Kisten keine (zusätzlichen) Probleme mit Windows. Bei dem einen oder anderen "Benutzer" war der Desktophintergrund von der vorher eingestellten Farbe auf schwarz geändert worden, was sich aber problemlos wieder auf die zuvor eingestellte Farbe ändern ließ. Blöderweise wurde OneDrive wieder installiert. Da das in keinem der Fälle benutzt wird, flog das wieder runter, was in einem Fall etwas bockig verlief.

    Bisheriges Fazit: Das Update funktioniert grundsätzlich, ist aber nix für mal eben nebenbei. Auf Produktivsystemen sollte der Zeitpunkt dafür wegen der Zeitdauer des Updates entsprechend geplant werden.


    Der fixe Umbau von einem Netzteil macht mir deshalb nicht wirklich etwas aus. Der Festspannungsregler wird dann sicher auch im Gehäuse vom Netzteil schön Platz finden.

    Davon sollte man als "elektrotechnischer Laie" generell die Finger lassen! Wenn man mangels fachlicher Qualifikation nicht genau weiß, was man da macht, kann das lebens- oder brandgefährlich werden.

    Die vorgeschlagene Übergangsplatine hingegen kommt nicht mit netzspannungsführenden Teilen in Berührung. Dort liegen maximal 24 VDC (+12 V gegen −12 V) an.


    MS Office 2016 kann die docs aber nicht lesen.

    Damals waren *.doc oftmals schlichtweg ASCII-Textdateien. Versuch es also mit einem Texteditor. Wenn das nicht klappt, versuch es mit LibreOffice.


    ein ATX Netzteil auf AT umgebaut habe.

    Lass das ATX-Netzteil unangetastet und bau Dir eine Übergangsplatine. Da kommt eine ATX-Buchse (24-pol. ist flexibler als nur 20-pol.) drauf, an die das ATX-Netzteil gesteckt wird. Außerdem kommt da ein Festspannungsregler (ein 7905 sollte reichen, der liefert max. 1 A) samt Beschaltung (jeweils 100 nF Keramik zwischen Eingang und Masse und Ausgang und Masse, ggf. noch 10 µF Tantal zwischen Ausgang und Masse) drauf, um aus den −12 V die benötigten −5 V zu erzeugen. Von der Platine gehen dann die Strippen (z. B. über Klemmen) zu den beiden AT-Steckern und zu einem Taster (Moment-Ein) zum Einschalten des PCs ab. Achte auf ausrechende Leiterquerschnitte auf der Platine.


    Wenn jemand den 287 haben möchte, gebe ich gerne ab.
    […]
    Für ein paar kleine DOS Spiele steckt der 287 eh nur arbeitslos im Mainboard rum.

    Lass ihn drin. Du wirst Dich sonst eines Tages schwarz ärgern, wenn Du doch 'ne Software findest, die gerne 'ne 287er NPU benutzen würde.

    ch habe keine RAM aufrüsten ist glaub ich gar nicht möglich

    Laut TH99 gehen da 4 MiB RAM drauf. Dazu müssen die DIP-RAMs gezogen werden und statt deren 4× 1 MiB SIMM gesteckt werden.


    das verbaute Floppykabel erlaubt lediglicht die Nutzung des 5,25 " Diskettenlaufwerkes als A:\ und vom 3,5" Laufwerk als B:\. Ich würde lieber vom 3,5" Laufwerk starten können da muss ich noch nach einem Floppykabel Ausschau halten.

    Ein passendes Floppy-Kabel könnte ich gegen aufgerundetes Porto abgeben.

    In der Kiste stecken vier Karten. MFM-Controller, Multi-I/O-Controller, Grafikkarte – und was für eine ist die Vierte?


    Nimm einfach eine normale Platte..

    Wenn eine passende HDD vorhanden ist, ja. Eine gebraucht zu kaufen ist aber nur bedingt sinnvoll.


    bei einem Pentium 3 ist der Leistungsgewinn minimal.

    Daher reicht eine CF-Karte mit CF-IDE-Adapter allemal. Da der IDE-Controller an Bord DMA (min. udma2) beherrschen dürfte, ist das mit der CF-Karte kein Problem. Gegen eine SSD spricht schon, dass dann kein Trim unterstützt wird.


    Ne gute 80GB Seagate ist allemal ausreichend und gibt es wie Sand am Meer. (zumindest ich kann mich mit tot schmeißen :D)

    Beim letzten Wartungsbetrieb meiner ollen Kisten im Winter 2019/2020 musste ich einige HDDs aus diesem Dunstkreis leider aussondern. Deren Alter spricht gegen einen Kauf einer solchen.

    Hier ging es nicht um Kontakte, sondern um extrem hartnäckig festsitzende, ausgehärtete WLP auf einer Grafikkarte und um eine total verranzte Hauptplatine. Beides läuft wieder. Man muss halt nach der Reinigung einen Tag warten, aber das dürfte, wenn der letzte Spülgang mit Isopropanol erfolgt, auch nicht anders sein.


    Bremsenreiniger? Man hat doch gar keine Fette in einem PC. Tut da nicht Alkohol?

    Ethanol (Brennspiritus, PE-Reiniger) reicht nicht. Isopropanol geht oft. Bremsenreiniger (Gemisch aus Isopropanol, Heptan und Aceton) schafft mehr weg.

    Die erwähnte Hauptplatine bekam ich in einem total verranzten Zustand (unsachgemäße Lagerung im feuchten Keller). Da gab es nicht viel zu verlieren. Die Reihenfolge Warmwasser → Brennspiritus → Bremsenreiniger bewirkt folgendes:
    Warmwasser (und ggf. Bürste) nehmen erst mal den groben Dreck weg.
    Mit Brennspiritus (PE-Reiniger wäre besser, da 99 vol.-% Ethanol statt nur 94 vol.-% im Brennspiritus) wird das Wasser (Ethanol & Wasser mischen sich in jedem Verhältnis) und weiterer Dreck abgespült.
    Mit Bremsenreiniger oder Isopropanol wird das Ethanol und (hoffentlich) der wasserunlösliche Dreck weg gespült.

    Und danach sollte man das Ganze besser einen Tag liegen lassen, damit die Kohlenwassserstoffe vollständig abdunsten.

    Heute Vormittag schon darauf eingestellt, die letzte Möglichkeit, das Ziehen der Grafikkarte zu probieren, ließ sich die Kiste einschalten und lief. Da dunkelte was. So etwas ähnliches hatte ich privat schon mal mit einem Sockel-754-Brett. Nach der notwendigen "nassen" (Warmwasser → Brennspiritus → Bremsenreiniger) Grundreinigung lief das damals auch nicht an, obwohl es beim Einschalten optisch und haptisch trocken war. Einen Tag inner Ecke geparkt und am folgenden Tag lief es wieder. Derzeit steckt es in meiner Sockel-754-Kiste, hat also auch schon das Backen eines Linux-Kernels überstanden.

    Im konkreten Fall musste die Grafikkarte "nass" (Bremsenreiniger) gereinigt werden, um die olle WLP da runter zu kriegen, ohne dabei irgendwelche Bauteile abzureißen. Dazu passt das gestrige Fehlerbild. Beim Einschalten kommt der POST-screen wohl über die Onboard-Grafik, dann wird auf die Grafikkarte umgschaltet – und tschüss.

    Heute lief erst mal das im BIOS enthaltene Diagnoseprogramm. Das optische Laufwerk ist laut diesem Diagnoseprogramm hinüber und wurde abgestöpselt. Seit dem läuft die Kiste, erstmal 'ne knoppix64 8.2 von USB-Stick laufen gelassen und mit glxgears die Grafik strapaziert, dann Windows 10 pro 64-Bit installiert.

    Ach ja, Windows 10 pro lässt sich immer noch mit einem legalen Windows 7 pro Key aktivieren.

    Dell Inspiron One 2205:
    AMD Athlon II 245e
    [Chipset]: AMD M880G + SB820M
    16 GiB RAM = 2× 8 GiB PC-1333
    ATI Mobility Radeon HD 5470
    Crucial CT500MX500SSD1
    SATA-DVD-RW

    Gerät wurde grundgereinigt und Wärmeleitpaste erneuert.
    CMOS-Stütze wurde ersetzt.
    memtest86+ 5.0.1 lief über Nacht fehlerfrei durch, Abbruch nach fünf fehlerfreien Durchläufen.
    knoppix 8.2 von USB-Stick gestatert lief problemlos inkl. GUI.

    Dann wurde aus dem Kaltstart heraus versucht, Windows 10 pro 1909 64-Bit von einem USB-Stick zu installieren. Da kam das erste Fenster, dann passierte lange nichts und irgendwann – kann da nicht ständig vor sitzen – war der PC aus. Seit dem lässt er sich nicht mehr starten. Nach dem Drücken des PWR-Tasters startet der PC kurz an, zeigt den POST-screen und geht dann wieder aus. Manchmal schafft man noch <F2> zu drücken und kurz blitzt der BIOS-sreen auf, bevor der PC aus geht. Folgendes wurde schon erfolglos probiert:

    • CMOS-Reset
    • Downgrade to 4 GiB RAM = 2× 2 GiB PC-1333
    • SSD abstöpseln
    • anderes Netzteil anschließen
    • ohne USB-Maus bzw. ohne USB-Tastatur & USB-Maus starten

    Ist der PC jetzt einfach zufällig kaputt gegangen oder hat Windows 10 das BIOS zerlegt? Ist der PC noch irgendwie mit vernünftigem Aufwand zu reanimieren?


    Dann nimm Sibelius.

    Nein! Es bleibt entweder bei capella oder ich steige doch irgendwann auf OpenSourceSoftware, also wohl Musuescore um.

    Inwiefern gibt es denn da unnötige Beschränkungen? Ich kenn' mich mit Notensatz absolut nicht aus, daher die Frage.

    Das bezieht sich nicht speziell auf Notensatz, sondern generell auf 32-Bit-Programme, Gründe siehe hier.


    Das einzige Beispiel, was mir da einfällt, sind die Tabellen-/Arbeitsmappengrößen in Excel, die in den 64-Bit-Versionen merklich größer sind (zumindest bei der 2010er Version kenne ich diese Aussage).

    LibreOffice Calc dito, auf Arbeit beide Programme in 32-Bit öfters mit Messdatenaufbereitung vor die Wand gefahren. Erste Abhilfe damals (für zwei Arbeitsplätze – Rest der MA ist linuxphob): Messdatenaufbereitung unter Linux x86_64 mit LibreOffice Calc (Version 4 gab es nicht als 64-Bit für Windows), zweite Abhilfe damals (für alle Arbeitsplätze): Micrososft Office 2010 32-Bit runter, 64-Bit drauf. LibreOffice 32-Bit ist übrigens so ein Programm, dass auf Windows 64-Bit nicht performant läuft. Seit Version 5 gibt es das aber auch in 64-Bit für Windows.


    Oder ist Notensatz auch so ein Anwendungsfall für große Datenmengen?

    Normalerweise nein, da dabei Vektorgrafik und Schriftsatz kombiniert werden.


    Wo ist da das Problem? Der Support für 32-Bit-Anwendungen bleibt ja bestehen.

    32-Bit-Software bringt unnötige Limitierungen mit sich und ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Dafür werde ich kein Geld mehr ausgeben, obwohl so ganz allmählich mal ein aktuelles Notensatzprogramm fällig wird, da capella 2000 auf Windows 10 nicht performant läuft und einen extra ia32-PC mit Windows XP möchte ich dafür nicht dauerhaft im Wohnzimmer stehen haben. Mit Musescore werde ich bislang irgendwie nicht warm, obwohl das auch für Linux x86_64 verfügbar ist.

    ein (klang)schönes altes Stück Technik

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