Beiträge von Arnulf zu Linden

    Auf einem Elitegroup K7SEM steckt ein Athlon XP 2200+, der laut "CPU compatibility list" unterstützt wird. Das Brett kann laut Manual 133 MHz FSB. Das aktuellste BIOS ist installiert. Installiert sind 1 GiB RAM = 2× 512 MiB SDRAM PC-133 DS sowie eine AGP-Grafikkarte nvidia GeForce 6200.

    Mit nur 112 MHz FSB (und seltsamen 34 MHz PCI laut BIOS) läuft das System stabil.
    Mit 133 MHz FSB (und 33 MHz PCI) startet das Brett, aber memtest86+ 5.0.1 schmeißt Fehler.
    Die Speicherreigel sind in Ordnung, trotzdem mal andere gesteckt: gleiches Resultat
    Nur ein Riegel 128 MiB SDRAM PC-133 DS gesteckt: gleiches Resultat
    Konservative RAM-timings: gleiches Resultat
    Leistungsstärkeres Netzteil angeschlossen: gleiches Resultat

    Thermische Probleme sind unwahrscheinlich, denn fühlbar warm wird da nix (z.Z. fliegender Aufbau). Auf dem Prozessor sitzt ein Zalman CNPS7000B.

    Optisch ist das Brett unauffällig (keine Blähelkos, Auslaufmodelle, Schmauchspuren, …), aber das muss bekanntermaßen ja nix heißen.

    Gibt es irgendeine Möglichkeit das Brett doch noch zur stabilen Arbeit mit 133 MHz FSB, dem Athlon 2200+, 1 GiB RAM und einer AGP-Grafikkarte mit DVI zu bewegen?

    Um die Lücke zwwschen Windows ME (auf Pentium III Coppermine) und Windows XP (auf Pentium 4 ohne EM64T und Athlon XP) zu schließen, installierte ich diesen Winter Windows 2000 professional (1 Lizenz vorhanden) auf realer Hardware, worauf auch sonst. :D

    Das Opfer:
    Pentium III-S 1400/512/133/1.45 (Tualatin-512)
    Elitegroup P6S5AT (SiS 635/T)
    2 GiB RAM = 2× 1 GiB DDR1 PC-333 @ PC-266 (undokumentiert, lt. Handbuch max. 1 GiB RAM = 2× 512 MiB SDRAM PC-133 XOR 2× 512 MiB DDR1 ≥ PC-266)
    nvidia GeForce FX5500 (256 MiB AGP 2×/4×/8× @ 4×; DVI, VGA)
    Intel PRO/100 82559 (100Base-TX PCI)
    USB 2.0 (Via, PCI)
    IEEE1394a (NEC, PCI)
    Promise Ultra100TX2 (PCI)
    Maxtor 33071H4 (30 GB IDE udma5) at onboard IDE pri. master
    Seagate ST340014A (40 GB IDE udma5) at Promise pri. master
    Seagate ST340014A (40 GB IDE udma5) at Promise sec. master
    DVD-RW (IDE udma2) at onboard IDE sec. master
    FDD 3½“ 1,44 MB
    PSU 300 W ATX
    ATX-Miditower
    Slackware 13.0 Kernel 2.6.39.4
    Windows 2000 professional SP4

    Beide Betriebssysteme laufen stabil und flott auf der Kiste.


    Uii. Defekte Prozessoren sind echt selten. Hätte auch als erstes auf Brett getippt. Naja ist der Downgrade jetzt so übel? Also die paar Megaherzt merkt man doch heute nicht mehr?

    Es geht bei einer Museumskiste doch nicht darum, ob der Unterschied nach heutigen Maßstäben auffällt oder nicht. Nach heutigen Maßstäben würde man jede ia32-Kiste sofort in die Tonne kloppen.
    AXDA2400DKV3C : AXDA2600DKV3C = 15 : 16, was 93,75% (AXDA2600DKV3C = 100%) entspricht. 6,25% weniger Prozessorleistung stellen zweifelsohne einen brutalen Systemleistungseinbruch dar. ;)

    Ach ja, war wohl wirklich nur der Prozessor. Mit dem AXDA2400DKV3C läuft die Kiste fehlerfrei, ein zur Hardware passender Kernel 4.19.81 wurde kompiliert. glxgears auf der GUI hat auch nix zu meckern.

    AMD Athlon XP 2600+ AXDA2600DKV3C

    Der verabschiedete sich vorgestern beim Kernel backen – hat sich lieber selbst gebacken. :(

    Nach der üblichen Forensik blieben nur noch Brett (Elitegroup K7S5A – also durchaus ein Kandidat, aber optisch unauffällig, was natürlich nix heißen muss) und Prozessor als Fehlerquellen übrig. Nach der Demontage des Zalman CNPS7000B fielen dann einige glitzernde Stellen am Die und umzu auf. Die akasa AK-450 hinterlässt solche Spuren nicht. Ein Blick durch die 4×-Lupe erhärtete den Verdacht, dass der Prozessor hin ist. Jetzt steckt erst mal ein AMD Athlon XP 2400+ AXDA2400DKV3C drauf samt RAM und Steckkarten, die wieder ins Gehäuse sollen. Als Laufwerke hängen bei diesem fliegenden Aufbau nur ein 3,5" 1,44 MB FDD und ein IDE-DVDROM dran. Jetzt rödelt erst mal memtest86+ 5.0.1 um zu sehen, ob das Brett nicht doch einen weg hat und den AXDA2400DKV3C – habe drei davon – auch sprengt.

    Unschön: Wenn es nur der Prozessor war, wird der AXDA2400DKV3C drauf bleiben müssen, denn einen AXDA2600DKV3C habe ich nicht mehr in der Kramkiste liegen – übles Prozessor-Downgrade.

    Sabine nimmt hier in H noch Anlauf. Es ist zwar schon kräftig am Pusten und am Pladdern, aber immer noch +11 °C warm. Die Kaltfront wird also noch kommen.

    Alle Räder stehen still, wenn ein starker Sturm es will:
    metronom und erixx haben den Zugverkehr komplett eingestellt, die DB den Fernverkehr und auch die meisten Regionalverkehre. Nur der GVH hat noch gar keine Meldungen zu sturmbedingten Ausfällen abgesetzt.


    Vermutlich brauchst nur das letzte BIOS-Update aufspielen,

    Das kam schon drauf, bevor das Brett ins Gehäuse wanderte.


    oder du hast ne inkompatibele SSD erwischt

    Weder die Corsair Force LS 120 GB, die am JMicron läuft, geht am ICH9, noch eine Crucial CT500MX500SSD1.

    POST meldet, wenn ICH9 SATA dran ist: "[…] only supports harddisks and cdroms […]". Habe die Kiste gerade nicht am Start.

    Die Fujitsu wurde aus der Museumskiste entfernt, da die dort unter Linux zickte. Ein reinigendes Gewitter der Art badblocks -wsv /dev/sda am Testsystem brachte wieder fast alles ins Lot, bis eben auf die erwähnte SMART-Meldung. In die Museumskiste ist statt der Fujitsu 'ne andere HDD gewandert. Ein Fujitsu-Tool für HDDs habe ich nicht, aber die HDD liegt ja erst mal griffbereit in der Kramkiste.


    die BX500
    […]
    Weiß jemand, wie ich die SSD dadrin zum laufen bring?

    Wenn Du Pech hast, nimmt die Kiste die SSD nicht. Das kommt bei älteren SATA 3.0 GB/s-Ports leider vor – auch wenn die AHCI können. Entweder mag das Brett speziell diese SSD nicht oder generell keine SSDs. Hier läuft in einer Kiste ein Gigabyte GA-P35-DS3 rev. 2.0. An den vier SATA 3.0 GB/s-Ports des Intel ICH9 (AHCI) funktionieren SSDs nicht, an den beiden anderen SATA 3.0 GB/s-Ports (JMicron, AHCI) funktionieren auch SSDs.

    Funktionieren denn HDDs an den SATA-Ports?

    Device Model: FUJITSU MPD3064AT
    […]
    9 Power_On_Seconds 0x0012 001 001 020 Old_age Always FAILING_NOW 27346h+43m+11s
    […]

    Was ist an einer Betriebsdauer von 98448191 s so besonders?

    komplette Ausgabe von smartctl -a: