Beiträge von Arnulf zu Linden


    Naja damals galt Vista schon als lahm.

    Eben dieses. Das galt schon bei seiner Einführung als Ressourcen verschlingender Wachkoma-Patient, weshalb ich das auch nie auf Produktivsystemen hatte.


    Aber mit sp1 und besseren Treibern und mehr ram stimmt das nicht.

    Mit allen notwendigen Treibern und SP2 läuft es immer noch ordentlich. Allerdings wird die "Via CPU-to-ISA-bridge" nicht erkannt, was daran liegen mag, dass Windwos Vista den ISA-Bus und damit einhergehend vermutlich auch den zum ISA-Bus Software-kompatiblen LPC-Bus nicht mehr unterstützt. Der nicht mehr unterstützte MIDI-Port taucht gar nicht im Gerätemanager auf.

    Mal gimp und LibreOffice drauf schmeißen, da ich diese Programme auf verschiedenen Windows- und Linux-Umgebungen mit entsprechenden Geschwindigkeitsunterschieden kenne.


    Aber die CPUs haben es hinter sich.

    Nein! Sag sowas nicht. Jetzt während der Heizperiode kann so ein Pentium 4 im Wohnzimmer immer noch seine volle Leistung entfalten. :D


    Ich empfehle YouTube oder Maps...?

    Hier läuft kein lokaler YouTube-mirror, und Windows Vista werde ich nicht mehr ans Internet lassen! Schließlich möchte ich nicht herausfinden, ob die Kiste noch genug Leistung als Spam-Schleuder oder Kipo-Hoster hat.

    Antwort auf die eingangs gestellte Frage:
    Es ist ein vollwertiger Installationsdatenträger.

    Habe es gerade auf eines der angedachten Opfer (Pentium 4 3,4 GHz HT; AsRock P4V88; 3 GiB RAM DDR1 PC-400 CL3; nvidia GeForce 7900; 80 GB SATA HDD at onboard SATA 1.5 GB/s-Controller) installiert und telefonisch aktiviert. Bislang stemmt die Kiste das, ist also noch nicht zur Schlaftablette mutiert. Einige Treiber fehlen aber noch, bisher ist nur der Via 4in1 driver installiert.

    1. […]
    2. In dem Miditower wird es recht warm. Da passt auch nur ein 80 mm-Gehäusemiefquirl rein und der Kabelsalat innen drin ist auch recht üppig. Daher wird das Inenleben dieser Kiste in einen Bigtower umziehen, weil da erst mal mehr Platz drin ist und auch zwei Gehäusemiefquirle rein passen.
    3. […]
    4. […]

    Das Innenleben wurde in einen Bigtower transferiert. Jetzt läuft die Kiste wieder normal. :)
    Es war also wohl das vermutete thermische Problem.

    Detail am Rande. In dem Bigtower war ursprünglich auch ein Sockel-A-System, wenn auch ein deutlich schlapperes als das jetzige.

    Manchmal lohnt sich die PC-Pathologie doch:
    Die GeForce 7800GS auf das Sockel-A-Testsystem gesteckt, "CMOS battery low", und dann hängt die knoppix 5.1.1 noch auf der Console (egal ob fb oder vga=normal) fest. Baut die Grafikkarte da jetzt Scheiße? Aber man kann ja mal messen – und 1,55 V sind für eine 3,0 V-CMOS-Stütze dann doch etwas wenig. Also 'ne neue CR2032 in die Fassung gedrückt, und auf einmal startet die knoppix 5.1.1 in die GUI.

    Dass eine halbleere CMOS-Stütze für diffuse Fehler sorgen kann, ist bekannt. Blöd ist aber, wenn das BIOS beim Start deswegen nicht rum mault. Also mal in der Kiste gemessen, in der die Grafikkarte steckte: 2,60 V, also genau auf "halb acht", sodass das BIOS noch nicht meckert, aber schon Fehler auftreten. Neben dem Grafikkartenfehler ist nach dem Einsetzen einer neuen CMOS-Stütze auch ein seltsames IDE-HDD-DMA-Problem verschwunden.

    Die Karte läuft erst mal wieder, aber so ganz ist die Kuh noch nicht vom Eis: glxgears im Standardfenster läuft durch. Wird das Fenster jedoch maximiert (1280×1024), dann gibt es einige Klötzchen zwischen den Zahnrädern und nach einigen Sekunden stürzt der PC ab. Dafür kommen mehrere Gründe in Betracht:

    1. Die Grafikkarte hat doch 'n Treffer abbekommen. Das wäre der schlechteste Fall.
    2. In dem Miditower wird es recht warm. Da passt auch nur ein 80 mm-Gehäusemiefquirl rein und der Kabelsalat innen drin ist auch recht üppig. Daher wird das Inenleben dieser Kiste in einen Bigtower umziehen, weil da erst mal mehr Platz drin ist und auch zwei Gehäusemiefquirle rein passen.
    3. Das 500 W-Netzteil ist in Folge Alterung zu schlapp geworden. Eigentlich sollten 30 A auf +12 V reichen, aber ob die da noch raus kommen …
    4. Der Treiber (nvidia proprietory) taugt nix. Da aber eh auf Slackware 14.2 umgestellt werden soll, lohnt sich eine weitere Verfolgung hier nicht.


    Es ist schneller nach dem Upgrade das System zu bereinigen

    Gemeint ist hier die "Datenträgerbereinigung", die Windows 7 anbietet, kein Großreinemachen von Hand.
    Gedanke dabei ist, dass Windows 10 von den alten Leichen nix mehr mit bekommt. Daher werden vor dem Upgrade auch noch ggf. alte Software-Versionen soweit möglich aktualisiert. Bei der Datenträgerbereinigung muss man ja nicht dabei sitzen, nur ab und mal schauen, ob sie fertig ist.


    Ich hab die PCs geupgradet, als die jeweiligen Kollegen im Urlaub waren. Vielleicht ist das eine Strategie für dich?

    Das ging in einem Fall – der Kollege wird bestimmt !maximal_begeistert sein –, aber ansonsten ist die Urlaubszeit im Betrieb "durch". Wird also eher auf "Spätschichten" hinaus laufen. "Tanz der Vampire" ist nach Feierabend undank der Winterzeit jetzt eh. :sideeye:
    Nächste Woche werden zuerst mein Büro-PC und die beiden Laptops dran sein. Wenn es dann bei 'nem Kollegen doch kracht, kann der dann wenigstens mit dem Laptop überbrücken.

    Zunächst mal eine Enttäuschung für alle Neugierigen: Die Frage, was passiert, wenn das In-Place-Upgrade auf eine mit MBR formatierte SSD/HDD los gelassen wird, auf der sich schon vier primäre Partitionen befinden, wird an dieser Stelle nicht beantwortet werden, denn das Problem wurde unelegant umgangen. Das ist zwar nicht die "feine Englische", aber auf einen großen Knall auf dem Software-Ausprobier-Rechner hatte ich keinen Bock. Die 3. und 4. p. P. wurden gelöscht und durch eine erweiterte Partition mit zwei logischen Partitionen darin ersetzt. Da "Distro2" (hier: ArchLinux x86_64) noch gar nicht installiert ist, musste nur "Distro1" (hier: Slackware64 14.2) temporär auf eine andere HDD im System geschaufelt und nach der Umpartitionierung wieder zurück geschaufelt werden. Bei der Gelegenheit wurde die Umpartitionierung mit gparted gemacht und die Partitionsgrößen angepasst. Slackware64 wird auf absehbare Zeit mit 50 GB auskommen. Dafür wurden die Partitionen für Windows 10 und ArchLinux x86_64 vergrößert.

    nachher:

    Code
    /dev/sda1  7 (ntfs, Windows 10)
    /dev/sda2 27 (hidden ntfs, WinRE)
    /dev/sda3 83 (ext4, Linux boot, Distro 1 & 2)
    /dev/sda4  5 (extended) 
    /dev/sda5 83 (ext4, Linux root, Distro 2)
    /dev/sda6 83 (ext4, Linux root, Distro 1)

    Nach nunmehr drei In-Place-Upgrades stellt sich das Ganze so dar:

    • Mit Windows 10-Bordmitteln lässt sich der PC so einrichten, dass der Desktop dem von Windows 7 ähnelt. Das ist auf Arbeit wichtig, da ein "harter Umstieg" dort für Ärger sorgen würde. Das Startmenü sieht halt anders aus, aber die ollen Kacheln sind weg.
    • SMB 1.0 ist schon aktiviert, wohl von Windows 7 übernommen. Somit werden die anderen PCs im Netz angezeigt wie unter Windows 7. Der Zugriff auf samba-shares erfolgt ebenso wie unter Windows 7. Das ist auf Arbeit wichtig, da dort ein Linux-Fileserver läuft, auf dem von den Windows-Clients aus gearbeitet wird. Privat ist es praktisch, da die Notenblätter nicht erst auf einen USB-Stick kopiert werden müssen.
    • Alte USB 3.0-Treiber können deinstalliert werden, da Windows 10 USB 3.0 aus der Tüte unterstützt. Wird unter Windows 10 deinstalliert, ist danach allerdings ein Neustart erforderlich, damit USB 3.0 wieder läuft. Dafür wird man einige Dateileichen los.
    • Damit der PC nicht zur Abhörstation verkommt, sind doch zahlreiche Mausklicks sowie ein Eingriff in die registry und die Deaktivierung eines Dienstes (zum Abwürgen der Telemetriedatenübermittlung) nötig.
    • Damit MS den PC nicht ungefragt mit nutzlosen bis (im Büroalltag) schädlichen Apps zumüllt, ist ein weiterer Eingriff in die registry nötig.
    • Bisher laufen bis auf eine Ausnahme alle von Windows 7 übernommen Programme auch auf Windows 10: LibreOffice 6.2.8 (alle Komponenten); Microsoft Office 10 (Excel, Powerpoint, Word – nur auf Arbeit im Einsatz); Gantt-Project 2.8.10; capella 2000 (nur privat im Einsatz); PDF-Creator 3.5.1; Adobe Reader DC; Gimp 2.10.12; Inkscape 0.92.4; CorelDraw 4 (nur auf Arbeit im Einsatz); LibreCAD; Firefox; Thunderbird; VLC Media Player 3.0.8; 7-Zip 19.00. Die Ausnahme ist auf einem Büro-PC ein Programm für eine Drohne. Das Programm (DJI Assistant $_irgendwas) läuft zwar grundsätzlich auf Windows 10, musste aber nach dem In-Place-Upgrade deinstalliert und dann neu installiert werden. Dieses Programm wird auf Arbeit nur auf einem PC gebraucht.
    • Die Start- und Ausführungsgeschwindigkeiten der Programme sind mit denen unter Windows 7 vergleichbar, was bedeutet, dass Windows 10 nicht nennenswert mehr Systemressourcen frisst als Windows 7. Es gibt eine Ausnahme: Gimp 2.10 startet unter Windows 10 spürbar schneller als unter Windows 7, erreicht aber nach wie vor nicht die Startgeschwindigkeit unter Linux. Während Gimp 2.8 auch auf Windows 7 performant läuft, ist Gimp 2.10 auf Windows 7 'ne Schlaftablette, auf Windows 10 hingegen brauchbar.
    • Eine entsprechende Recherche im Vorfeld ergab, dass die aktuelle in Windows 10 integrierte Antivirussoftware vergleichbar leistungsfähig ist wie das unter Windows 7 verwendete kostenfreie Avast. Dieses doch recht nervige Programm, das vor jedem In-Place-Upgrade sicherheitshalber deinstalliert wurde, gehört somit der Vergangenheit an.

    Das Upgrade von Windows 7 auf 10 löst (nicht nur) bei mir nicht gerade Begeisterungsstürme aus. Es frisst nämlich Zeit, ca. 1 Stunde Arbeit pro PC, dazu mehrere Stunden PC-Nutzungsausfall. Insbesondere die Datenträgerbereinigung noch unter Windows 7 dauert ewig, schafft dafür aber auch u.U. Platz im zweistelligen GB-Bereich auf der Windows-Partition. Mit lahmem Internet (16 MBit/s) oder etwas seltenerer bzw. alter Hardware (Creative Labs Audigy2 ZS; Satelco EasyWatch DVB-C MK3; FDC mit 3,5" 1,44 MB FDD dran) im PC braucht auch das Upgrade ab Start vom USB-Stick bis zur ersten Möglichkeit, selbigen "auszuwerfen" noch über eine Stunde. Will oder muss man Windows über den (nach derzeitigem Sachstand) 14.01.2020 hinaus mit Internetzugriff nutzen, ist das Upgrade unter Sicherheitsaspekten allerdings alternativlos. Wenigstens fallen keine neuen Lizenzkosten an, wenn ein legales Windows 7 (OEM losgelöst vom ursprünglich zugehörigen PC oder Retail spielt bislang keine Rolle) installiert ist. Bislang scheint es MS also wichtiger zu sein, Windows 10 zu verbreiten und gleichzeitig Windows 7 & 8.1 auszurotten als für jede Windows 10-Lizenz die Hand aufzuhalten. Mal sehen, ob das so bleibt …


    Installation und Bedienbarkeit soll einfach sein
    32 Bit Version. Unbedingt. Das Teilchen hat nur Atom-Schonkost mit 1 GB Ram.
    Grafische Benutzeroberfläche.

    Wenn Du mit Linux vertraut bist und auf der Kiste nicht immer die alleraktuellste Software laufen muss, ist Slackware 14.2 (oder current, wenn es aktuellere Software sein soll) eine Option. Slackware ist sehr aufgeräumt und daher auch für schmale Hardware geeignet. Ich finde Installation und Bedienung einfach, aber das stellt sich natürlich für jeden anders dar. Klickibunti und Maus schubsen sind bei Slackware (Inst. & Config.) nicht angesagt, Console, ldd und $_Lieblingseditor sind Deine Freunde. Als WM würde ich (unabhängig von der verwendeten Distro) irgendwas Leichtgewichtiges nehmen, wenn der KDE zu zäh auf dem Atom läuft. KDE hat allerdings den Vorteil, dass der sich für die Benutzer so konfigurieren lässt, dass er quasi wie Windows 7 bedient werden kann.