Beiträge von Arnulf zu Linden


    Funktioniert die unter Windows? wenn ja, ist es einfach nur ein Treiberproblem.

    Meine Testsysteme haben keine HDDs/SSDs/CF-Cards drin und werden mit verschiedenen Live-Linux bestiefelt. Da ist es Essig mit Windows. Auf die Schnelle kann ich nur mal ein älteres ia32-Testsystem mit anderem Linux-Kernel an den Start bringen. Für einen Test mit Windows müsste ich extra einen PC aufschrauben. Zur Auswahl stünden z.Z. WinME, WinXP 32-Bit, Win7 64-Bit. Da die Karte 'ne Firmware haben will, wird wohl auch bei Windows kein Treiber aus der Tüte dabei sein.

    Eine PCI-802.11b/g-Karte SMC2802W (Chip: Intersil 3886PIK) steckt im x86_64-Testsystem, auf dem knoppix 8.2 läuft. Das Kernelmodul p54pci lässt sich nach dem Kopieren der Firmware isl3886pci von einem USB-Stick nach /lib/firmware laden, das device wlan0 wird angelegt.

    Jetzt werden aber keine WLANs gefunden, also weder das von meiner Fritzbox noch die anderen im Haus & umzu. Einmal ging es dann kurzzeitig doch, aber nach der Eingabe des WLAN-Passworts endete der Verbingungsaufbau mit einem spröden "disconnect" und die WLANs wurde wieder nicht mehr gefunden.

    Mit einer PCI-802.11b/g-Karte Linksys Wireless-G (Chip: Broadcom BC4306; Kernelmodul: b43) und ansonsten gleichen Komponenten wie oben funktioniert WLAN.

    Ist die SMC2802W reif für die Tonne oder kommen da noch andere Gründe für dieses Verhalten in Frage?


    Gigabyte GA-A55M-DS2 2.2 […] ist wohl das Board bzw dessen Grafikausgänge defekt.

    Hast Du es mit einer PCIe x16-Grafikkarte probiert? Wenn nur die olle onboard-Grafik hinüber ist = man davon erlöst wurde ;) und das Teil mit dedizierter Grafikkarte stabil läuft, ist doch gut.


    Asus P5B das mit 8 GB RAM nicht reproduzierbar instabil läuft

    Das P5B kann max. 8 GiB RAM. Klassiker bei Instabilitäten ist, dass bei Maximalbestückung mit RAM der Speichertakt reduziert werden muss, also schlimmstenfalls auf PC-533. Ein 64-Bit-Desktop-OS mit nur 4 GiB RAM ist doch eine Qual. Wenn 8 GiB RAM gar nicht stabil laufen, probier mal 6 GiB RAM = 2× 1 GiB + 2× 2 GiB.


    Fujitsu Lifebook S7110 mit Centrino Duo und 2GiB Ram
    […]
    ein aktuelles Linux scheidet wegen den Specs aus,

    Ein aktuelles x86_64-Linux sollte mit leichtgewichtigem WM erträglich drauf laufen. Zudem lässt sich Linux wesentlich besser für schwache Hardware herunter skalieren als Windows.


    ich tendiere gerade zu einer XP Maschine,

    Wenn Du nicht das recht exotische WinXP 64-Bit nimmst, verdonnerst Du die Kiste zu ia32, nutzt also den Prozessor nicht voll aus. Außerdem solltest Du damit offline bleiben, wenn die Kiste nicht als Wurmschleuder oder Spambot laufen soll.


    Ich will den zumindest mal noch ordentlich durch testen

    Dieses Anliegen spricht sehr für ein aktuelles Linux. Dafür würde aber durchaus knoppix (im x86_64-Modus) oder grml64 von einem Wechseldatenträger aus gestartet reichen.


    Die Vibra ist eine 'abgespeckte' Jumperless PnP Karte.

    Von der Vibra gibt es zudem zwei Versionen.

    Vibra16C: Nimmt einen IRQ, einen 8-Bit-DMA und einen 16-Bit-DMA, also die gleichen Ressourcen wie eine SB16.

    Vibra16X: Nimmt einen IRQ und zwei 8-Bit-DMA :(
    Letzteres kann ein Problem sein, wenn auch ein ECP-Paralleport, der ebenfalls einen 8-Bit-DMA braucht, im System ist.
    Abhilfen: Für den ECP-Parallelport im BIOS DMA0 einstellen, wenn das geht, und dies dem Betriebssystem mitteilen oder der Vibra16X DMA1 und DMA0 (ECP-Parallelport: DMA3) verabreichen, was mitunter auch schwierig ist.
    Notlösung: Den Parallelport auf EPP oder SPP setzen.


    Ja das Gerät sitzt im handschuhfach, und wurde vorher schon extrem heiß.

    Auch wenn das Zeug bis 250 °C erhitzt werden darf, wird dessen Viskosität mit steigender Temperatur abnehmen. In Verbindung mit den unvermeidlichen Vibrationen im Fahrzeug würde ich das Zeug daher nicht nehmen. Es wird ja auch nicht für Fahrzeugbetrieb angepriesen sondern für Computer. Und die werden üblicherweise nicht ständig bewegt oder Vibrationen ausgesetzt. Außerdem sind die aufzufüllenden Zwischenräume in Computern i.d.R. geringer als 3 mm.


    Ist es sinnvoll, jetzt die Mainboardelkos zu tauschen oder ist der Defekt woanders zu suchen? Könnte ja genauso gut sein, dass die EPROMS ihren Inhalt vergessen haben, wie gehe ich da am besten bei der Fehlersuche vor?

    Bei einem so alten Gerät kann es alles sein, auch wenn die elt. Bauteile damals noch nicht so knapp dimensioniert wurden wie heute.


    Fischig riecht nichts (was ja auf kaputte Elkos hinweisen würde)

    Der Umkehrschluss funktioniert bei Elkos leider nicht. Wenn die optisch und sensorisch unauffällig sind, heißt das nicht unbedingt, dass sie noch gut sind.


    und der Verkäufer meinte, er habe die Elkos 2004 getauscht...

    Wir schreiben das Jahr 2019 …

    mögliche weitere Ursachen:

    • Der CF-IDE-Adapter verträgt sich nicht mit dem CD-Laufwerk.
    • Der ISA-I/O-Controller ist so alt, dass er nix mit Atapi-Laufwerken (CD, DVD, ZIP100, …) anfangen kann.


    Hilfreich bei deratigen Problemen sind ein paar Infos zu den Komponenten, also Modellbezeichnungen von:

    • CF-IDE-Adapter
    • CD-Laufwerk
    • ISA-I/O-Controller


    Eine Lösung ist, das CD-Laufwerk an einen weiteren ISA-I/O-Controller anzuschließen. Der muss allerdings auf "secondary IDE", also IRQ 15 und I/O-base 0x170 / 0x376 eingestellt werden, was nicht bei allen Controllern möglich ist. Ein darauf befindlicher FDC muss deaktiviert werden, die übrigen Komponenten darauf werden entweder deaktiviert oder auf Werte eingestellt, die mit den Werten der Komponenten des ersten ISA-I/O-Controller nicht kollidieren. Für den zweiten Parallelport kommt z.B. IRQ 5 & I/O-base 0x278 in Frage, wenn der erste Parallelport auf IRQ 7 & 0x378 eingestellt ist.

    Eine andere Lösung ist, das CD-Laufwerk, sofern es sich nicht um einen Brenner handelt, mit dem auch gebrannt werden soll, an den IDE-Port einer damit ausgestatteten ISA-Soundkarte anzuschließen.


    Ich habe in letzter Zeit mehrere angsteinflößende Artikel gelesen.

    Schiebst Du gerade Paras? :sideeye:
    Ich bin ja durchaus auch ein Freund von Datensparsamkeit, aber man kann es auch übertreiben.


    In einem Ging es darum das moderne Autos ALLES speichern, wo du hin fährst, wie schnell du fährst,
    ob du immer brav blinkst etc. und damit nicht genug im Falle eines Unfalls kann die Polizei das alles auswerten.

    Das ist eine Art "black box" ähnlich wie die in Flugzeugen. Anders als im Bomber haben die im Auto aber norrmalerweise eine "Vergiss alles"-Taste, die Du nach einem Unfall drücken kannst, wenn Du Dich sonst mit dem Inhalt der black box selbst belasten würdest. Im derzeitigen deutschen Rechtssystem musst Du Dich nämlich nicht selbst belasten, es gilt (mit wenigen Ausnahmen, z.B. GEMA-Vermutung) das Unschuldsprinzip, d.h. der Staat muss Dir eine Schuld nachweisen und nicht Du Deine Unschuld.


    Oder aber das Sprachassistenten einfach deine Gespräche mitschneiden und an Apple, Google etc. dann weitergeben
    um das auszuwerten,

    Wer sich so etwas ins Haus holt, ist selbst schuld und will es nicht anders!


    Nur: Ich habe mein Iphone natürlich immer dabei

    Damit hast Du natürlich verloren, bist aber ebenfalls selbst schuld daran. Die mobilen Apple-Geräte sind datenschutztechnisch Käse mit Quark. Die schicken alle möglichen Daten zu Apple Inc. in die USA und damit sind die Daten durch den "patriot act" auch für die US-Dienste (NSA, FBI, …) zugänglich.


    Jetzt weiß ich zwar nicht ob so externe Navigationssysteme wie TomTom oder Navigon auch alles
    speichern wann du wo hinfährst und wie schnell

    Zumindest die älteren Geräte speichern nichts und haben auch keinen Rückkanal wohin auch immer.


    Du kannst nun also geortet werden, getrackt sowie abgehört werden.
    Das möchte ich gerne vermeiden.

    Jetzt frage mich mich natürlich welche alternativen es gibt.

    Verzichte auf Smartphone und andere mobile Geräte, auf Sprachassistenten und auf Windows 10 auf PC und Laptop.


    Ist es also möglich GPS zu nutzen ohne das die Daten irgendwo gespeichert werden?

    GPS ist erst mal nur ein System, bei dem Satelliten Daten aus dem Orbit zur Erde senden. Ein Rückkanal zu den Satelliten ist da schon aus rein technischen Gründen nicht vorgesehen und wäre auch nur sehr schwer zu realisieren. Deshalb sind GPS-Geräte auch nur Empfänger, die die Daten lokal speichern können. Damit die Daten irgendwo anders landen, muss das Gerät auch senden können. Das ist bei einem Smartphone systembedingt der Fall. Bei einem Navigationsgerät ist das hingegen für dessen Funktion nicht erforderlich.


    Gibts eigentlich alternativen die schon erhältlich sind?

    Die Alternative zu GPS gab es schon vor dessen Einführung und ist als Landkarte (in Papierform) bekannt. ;)

    Ich löse das mal auf:

    vermuteter Originalzustand:
    Prozessor: Intel Pentium MMX 233 (passiv gekühlt)
    Hauptplatine: Compaq prorietär (Via VT82C595 chipet; 256 KiB L2-Cache onboard)
    Arbeitsspeicher: 64 MiB = 2× 16 MiB + 1× 32 MiB, alle SDRAM PC-66 Compaq labeled
    Grafik: PCI onboard S3 Trio64V2 (2 MiB; VGA)
    Steckkarten: keine
    Festplatte: ST32122A (2,1 GB IDE udma2)
    optisches Laufwerk: 32× CD-ROM (IDE mdma2) Compaq labeled
    Diskettenlaufwerk: 3½" 1,44 MB Compaq labeled
    Gehäuse: Compaq Deskpro 2000 (proprietär)
    Betriebssystem: WIndows 98 (Version?)

    aktueller Zustand:
    Prozessor: Intel Pentium MMX 233 (50 mm Miefquirl ergänzt)
    Hauptplatine: Compaq prorietär (Via VT82C595 chipet; 512 KiB L2-Cache = 256 KiB onboard + 256 KiB COAST ¹)
    Arbeitsspeicher: 512 MiB = 2× 128 MiB single-sided + 1× 256 MiB double-sided, alle SDRAM PC-133 @ PC-66 ²
    Grafik: nvidia GeForce2 MX (32 MiB PCI; VGA); onboard-Grafik deaktiviert
    Steckkarten: D-Link DFE-530TX (100Base-TX PCI; Via Rhine chipset); Avance Logic Inc. ALS100+ (ISA-PnP)
    Festplatten: Maxtor 31024H1 (10,2 GB IDE udma5 @ udma2); Fujitsu MPB3021AT (2,1 GB IDE udma2)
    optisches Laufwerk: Lite-On LTR-48246K (CD-RW IDE udma2) (Originallaufwerk defekt!)
    Diskettenlaufwerk: 3½" 1,44 MB Alps Electrics (Originallaufwerk defekt!)
    Gehäuse: Compaq Deskpro 2000 (proprietär)
    Betriebssystem & relevante Software: Slackware 13.0; Kernel 2.6.31.5; KDE 3.5.10; NVIDIA-Linux-x86-96.43.23 (proprietär)

    ¹ Es muss ein COAST sein, das für die Erweiterung von 256 KiB auf 512 KiB L2-Cache geeignet ist. Bei diesem sitzen die Chips im Gegensatz zu den üblichen 256 KiB COAST, die für die Erweiterung von 0 KiB auf 256 KiB gedacht sind, auf der anderen Seite der Platine.
    ²Laut Compaq-Doku sollen nur max. 384 MiB SDRAM drauf laufen. Damit liegt die Doku "auf der sicheren Seite", denn bis 384 MiB RAM sollten alle möglichen Kombinationen laufen. 3× 128 MiB double-sided funktionieren. Der Via VT82C595 unterstützt aber 512 MiB SDRAM. Allerdings dürfen dann nur vier Bänke belegt sein, wobei jeder SDRAM-Steckplatz zwei Bänke zur Verfügung stellt:
    2× 256 MiB double-sided + 1× kein Riegel: funktioniert.
    2× 128 MiB single-sided + 1× 256 MiB double-sided: funktioniert und ist drauf.
    2× 128 MiB double-sided + 1× 256 MiB double-sided: funktioniert nicht, PC startet damit nicht.
    256 MiB single-sided und 512 MiB Riegel werden nicht unterstützt.


    welche Distro soll ich verwenden?
    Ist ja nicht der allerschnellste PC.

    Du kannst ruhig eine aktuelle Live-Distro verwenden, die neben x86_64 auch ia32 starten kann, z. B. knoppix oder grml32 (oder grml96). Du brauchst kein X, Console reicht ja für den Befehl. Die knoppix bekommt für diesen Start am Bootprompt die Parameter knoppix 2 verabreicht, wenn eine schon eingebaute Festplatte in Ruhe gelassen werden soll, die Parameter knoppix 2 noswap.

    Mit 512 MiB RAM sollte eigentlich auch X starten, was auf so alter Hardware aber rmanchmal trotzdem nicht geht (so bei meinem Sockel-A-Testsystem: Athlon XP 2400+ auf ECS K7S5A, 2 GiB DDR-RAM, GeForce FX5200 AGP – knoppix 8.2 kriegt X nicht in Gang). In so einem Fall ist eine knoppix 5.1.1 eine brauchbare Alternative.

    Ach ja: lspci -v > lspci.txt versenkt die Ausgabe von lspci in die Textdatei lspci.txt (Dateiname kann beliebig gewählt werden), die Du dann einfach auf einen USB-Stick kopieren kannst.


    Das Board ist ein asus p4sd-vl mit nem Northwood P4 2,8Ghz und 512 MB Ram

    Um passende Treiber zu finden müssten schon so Dinge wie Mainboard Chipset, Audiocodec, LAN chip, IEEE1394 chip usw. bekannt sein. Schieb ihm mal 'n Live Linux in den Rachen und stell hier die Ausgabe von lspci -v ein.

    Dass sich das P4SD-VL nicht so ohne weiteres bei Asus finden lässt, kann daran liegen, dass das ein OEM-Brett ist – und Sony hat die Treiberunterstützung für Windows Vista und älter komplett beendet.