Beiträge von Arnulf zu Linden


    Eine Frage: Was ist dann eigentlich Flux?

    Flussmittel, das separat der Lötstelle zugeführt wird, wenn Lötzinn ohne Flussmittelseele verwendet wird.

    Bei Verwendung von Elektronik-Lötzinn, das üblicherweis eine Flussmittelseele hat, braucht man dieses Flux nicht.

    Für den Lötvorgang brauchst Du im Bereich der Lötstelle nur einen Lötkolben und Elektronik-Lötzinn. Für das Arbeiten an Lötstellen, die mit bleifreiem Lötzinn hergestellt wurden, ist die Verwendung von bleifreiem Elektronik-Lötzinn sinnvoll. Die Schmelztemperaturen liegen dichter zusammen und das Flussmittel ist auf bleifreies Lötzinn abgestimmt. Zudem stellt man zwangsweise den Lötkolben gleich auf die richtige Temperatur ein. Bei Verwendung von bleihaltigem Lötzinn kann es passieren, dass das bleifreie Lötzinn im Bereich der Lötstelle nicht schmilzt, obwohl das bleihaltige Lötzinn schon flüssig ist. Dass das nicht gut gehen kann, dürfte wohl klar sein …


    hier Bilder von der Graka, der Lötstation und meinem Material. Ich weiß, ist schon Uralt, aber sowas wird doch nicht schlecht, oder?

    Das Lötzinn kann der Zinnpest anheim fallen. Die organischen Verbindungen sind eh nicht langzeitstabil. Und selbst wenn die sich bisher nicht chemisch verändert haben, passt deren Chemie nicht mehr zu modernen Leiterplatten.

    zu Bild 1 & 4: Bau erst mal den Kühler ab. Der wirkt als Wärmesenke, was die schnelle Erhitzung der Lötstellen nicht gerade fördert. Außerdem ist der Lüfter versifft und möchte ganz dringend gereinigt werden.

    zu Bild 2: Schmeiß alles weg, was "Lötfett" heißt oder damit kontaminiert ist! Elektronik-Lötzinn hat heutzutage eine Flussmittelseele, worauf z. B. der Markenname "Fluitin" hinweist. Lötfett ist was zum Dachrinnenlöten, hat an Elektronik aber genau gar nix verloren. Eigentlich kann alles außer dem Fluitin-Lötzinn weg.

    Jetzt sieht man das Wesentliche.

    Da der Bt878 sehr verbreitet ist, hast Du evtl. auch eine Chance, Treiber für Win7/10 x86_64 zu finden.

    Bei nur 2× monatlicher Nutzung würde ich dafür eine eigene Kiste zusammen schrauben, wahlweise:

    • ia32: Pentium 4 ≥ 3 GHz oder Athlon XP ≥ 2 GHz; 3 GiB RAM dual channel; dedizierte AGP-Grafikkarte nvidia irgendwas mit DVI (AGP-Radeon machen bei mehr als 2,5 GiB RAM oft Probleme, da die mitunter ihren Adressbereich ab 2,75 GiB einblenden)
    • x86_64: Core2 Quad oder Phenom X4 / Phenom II X4; 8 GiB RAM; SSD (kann 'ne olle 60 GB sein, die im anderen PC "zu klein" geworden ist. Und am SATA 3.0 GB/s-Controller reicht deren Geschwindigkeit allemal aus.); dedizierte PCIe x16-Grafikkarte, Modell eigentlich egal


    so sieht sie aus.

    Wie sie sehen, sehen sie nicht viel – und vor allem keine lesbare Aufschrift auf dem Videochip. Die Auflösung ist zu klein, also bei Festbrennweite dichter ran oder das Zoomobjektiv weiter ausfahren, und natürlich mit maximal möglicher Auflösung (RAW bzw. mit Billigkamera JPG-Maximum) fotografieren. Tipp: Halte nicht genau von oben drauf, sondern leicht schräg, denn dann wird das Blitzlicht nicht direkt in die Kamera zurück reflektiert.


    Ich möchte sie verwenden um Retro Konsolen zu nutzen, da keiner meiner Monitore Composite oder RF kann.

    …und das kommt wie oft vor?


    Laut lspci ist sie eine Brooktree Corperation Bt878

    Den Bt878 unterstützt der Linux-Kernel seit 2.6.anno_knips aus der Tüte. Wenn Dein Distro-Kernel den nicht unterstützt, fehlt ihm schlicht das passende Modul dafür und Du musst entweder einen anderen Distro-Kernel mit diesem Modul an Bord finden oder gleich einen eigenen passenden Kernel kompilieren. Letzteres knallt allerdings mit Distros, die automatische Kernel-Updates fahren und dabei nicht erkennen, dass ein Eigenbau-Kernel läuft, und entsprechend reagieren.


    Ich hoffe, dass mit dem BIOS-Patch auch das RAM von 4GB auf 8GB erhöht...

    Das steht und fällt zunächst einmal mit der Hardware. Die Elektronik auf dem Brett muss mit 2× "4 GiB DDR2 Riegel" klar kommen. Erst jetzt kommt das BIOS ins Spiel. Das muss dann nämlich "memory remapping" unterstützen. Es kann also durchaus passieren, dass das BIOS mehr als 4 GiB RAM mit "memory remapping" unterstützt, es aber physikalisch am Brett scheitert, weil das nur max. 2× 2 GiB DDR2 nimmt.
    Sockel-775-Bretter mit voll nutzbaren 8 GiB DDR2 drauf kenne ich, eines läuft hier, aber die sind alle mit 4× 2 GiB DDR2 bestückt.

    Das Brett in Deiner Kiste ist schon 'n ziemliches Sparbrötchen – nur zwei statt vier Speicherriegelsteckplätze ist übelst billig gemacht …


    Ist das eigentlich legal, Treiber zu verkaufen?

    Selbst programmierte Software an sich darf man sicherlich auch verkaufen. Von nicht selbst programmierter proprietärer Software darf man nur die Kopien verkaufen, die man zuvor legal erworben hat. Bei selbst programmierten Treibern kommt aber sehr schnell das Thema "reverse engineering" auf, und dann wird es meist illegal, auch wenn manche Hersteller das stillschweigend dulden. Etwas anderes ist es, wenn der Hersteller der Hardware dieser eine Dokumentation beilegt oder zum Download anbietet, anhand derer sich ein Treiber programmieren lässt.


    Der verlangt 10 Euro für den Treiber... Dass er dass nicht einfach so auf die Homepage schreiben kann ist irgendwie seltsam

    Nein, das ist nicht seltsam sondern schlau. So wie die Seite aussieht, geht die wahrscheinlich als private Internetpräsenz durch. Würde er dort den Treiber zum Kauf anbieten, würde aus der Seite schlagartig eine gewerbliche Internetpräsenz werden – und da hängt dann 'n langer Rattenschwanz dran.

    @Win7/10: Für so alten Knust dürfte das mit der Treiberei schwierig werden, und zwar erst recht für x86_64.

    @Linux: Dafür ist weniger wichtig, ob auf der Karte pinnacle, miro, hauppauge oder schießmichtot drauf steht. Wichtig ist, welcher Videochip verbaut ist. Lade mal ein gestochen scharfes Makrofoto hoch, auf dem das zu erkennen ist. Wenn die Karte unter Linux läuft, dann auch auf x86_64, womit die dann auf leistungsfähiger Hardware (Mehrkernprozessor, viel RAM, SSD) laufen kann.

    @allgemein: Was soll denn und vor allem wie oft mit der Karte gemacht werden? Wenn die nur ab und an gebraucht wird, ist es einigermaßen sinnentleert, die im Arbeitsrechner ständig unter Strom zu halten. Wenn die Karte nur selten gebraucht wird, ist es sinnvoller, dafür eine ältere Kiste zusammen zu schrauben, auf die dann ein OS drauf kommt, für das es Treiber für die Karte gibt.


    Hab jetzt wohl oder übel einen Q9400s in China bestellt,
    […]
    Installiert ist Win7, aber ich muss ehrlich sagen, dass mir VISTA optisch deutlich besser gefällt...

    Meine 1030 trudelt hoffentlich heute noch ein...

    Bei der Hardware solltest Du bei Win7 bleiben, da das im Zweifelsfall mehr aus dem Quadcore raus holt.

    An den "Versand auch China" werden wir uns in Verbindung mit älterer Hardware wohl so allmählich gewöhnen müssen. Es ist nix für ungeduldige Leute, aber beim Umgang mit ollen Kisten kommt es auf die paar Tage Warenlaufzeit dann auch nicht drauf an. Lästig wird es allerdings, wenn man sich den Kram beim Zollamt abholen muss. Aber das kan bei jeder Warensung von außerhalb der EU passieren.


    Ich plane eine SSD mit 64GB anzuschaffen und einen Quad-Boot einzurichten.
    WinXP (falls ich Treiber finde)
    WinVista
    Win7
    Linux

    Das wird dann aber kuschelig eng auf der SSD. Bei den aktuellen SSD-Preisen nimm für Quadboot min. 240 GB oder gleich 500 GB, damit auch die Spiele auf der SSD genug Platz haben. Spiele, die regelmäßig im laufenden Spiel Daten vom Massespeicher nachladen, dürften von der SSD sehr profitieren. Da das Brett vermutlich nur SATA 3.0 GB/s unterstützt, – Das Operating Manual schweigt sich an der Stelle diskret aus. Ein Sockel-775-Brett mit SATA 6.0 GB/s-Controller ist mir aber noch nicht unter gekommen. – muss die SSD kein High-End-Model sein. Bei dem geplanten Szenario steht eine hinreichende Lesegeschwindigkeit im Vordergrund.


    Mal sehen, gibt ja durchaus günstige LP-30 Watt Grafikkarten die man mal durchtesten kann.

    Bei TDP 30 W max. werden wohl nur low-end-Grafikkarten übrig bleiben, also bei nvidia solche, deren zweite Ziffer in der Bezeichnung eine 1, 2 oder 3 ist.

    Für das genannte Szenario ist eine ältere Grafikkarte sinnvoll, da ja auch Treiber für Windows XP/Vista benötigt werden.


    Hm? Alle S775 Prozessoren von rund 1,6 bis knapp 3 Ghz haben 65Watt TDP?
    Die wollen mich wohl veräppeln?

    Nein! Sockel-775 ist nicht gerade auf Energiesparprozessoren ausgelegt. Dieser Sockel stammt aus der Zeit der P4-Wohnraumheizungen.


    Ich glaube eine GT1030 ist für diesen Rechner wohl überdimensioniert....wohl doch was gebrauchtest für deutlich unter 50 Euro.

    Die GT1030 wird sich in der Kiste langweilen. Low Profile und leise = lüfterlos könnte schwierig werden, da bei Low Profile wenig Platz für den Kühlkörper auf der Grafikkarte vorhanden ist. Passt ins Gehäuse nur Low Profile rein? Eine passiv gekühlte GeForce 9300GE "Standard Profile" habe ich übrig.


    Ich denke der E8200 wäre nicht schlecht: https://ark.intel.com/de/products/33…z-1333-MHz-FSB-

    Da Du die Kiste eh nicht auf maximale Leistung trimmen willst, lass den E2220 doch erst mal drin. Wenn Dir der dann zu lahm ist, kannst Du immer noch aufrüsten. Dann würde ich, so die denn drauf laufen, aber gleich zu einem Core2 Quad oder einem 4-Kern-Xeon mit Sockel-771-auf-775-Mod greifen.