Beiträge von Arnulf zu Linden

    Bei neuen Netzteilen braucht man eine hohe Gesamtleistung von meist über 500 W, um eine +5 V Leitung zu bekommen, die genug Strom für nach damaligen Maßstäben (Slot-1, Sockel-370, Slot-A, Sockel-A) leistungsstarke Kisten liefert. Das Netzteil läuft dann ungünstig im Teillastbereich.

    Bei gebrauchten Netzteilen muss man sich darüber im Klaren sein, dass die gealterten Bauteile u.U. nicht mehr die Nennwerte, die für den Neuzustand gelten, liefern. Andererseits habe ich hier auch über 30 schon recht betagte Netzteile (ältestes: Originalnetzteil im Epson EL2, einem 286er) in meinem Museumskisten, die meistenfalls¹ noch klaglos ihre Arbeit verrichten.

    ¹Ein 400 W Chinaböller (Carbon), der letztes Jahr noch klaglos ein Sockel-A-System (Athlon XP 3200+, AsRock K7S41, 2 GiB RAM, Ati Radeon 9600XT) speiste, hat sich die Woche mit Theater verabschiedet. Das System startete normal, aber sobald Last (glxgears unter Linux mit KDE3) drauf kam, gab es "bus terror" und Pixelschredder auf dem Bildschirm.

    Mit ordentlich Saft auf der +5 V Leitung und für Deine Kiste ausreichender Gesamtleistung wäre das COBA PS-350S(P/PFC) eine Möglichkeit. Der Preis in dem Angebot ist m.E. nicht übertrieben hoch. Bei mir auf Arbeit läuft immer noch ein Rudel Athlon XP-Rechner mit COBA 350 W Netzteilen (ob es jetzt exakt das Modell aus dem Angebot ist, weiß ich nicht, 35 A auf +5 V haben die COBA 350 W Modelle aber gemeinsam). Nach jahrelangem "Bürodienst" stehen diese Rechner jetzt als Messrechner (oft wochenlanger 24/7-Betrieb, aber auch mal längerer Stillstand) in einer Halle, in der regelmäßig mehrere Tonnen knochentrockener Sand (mit entsprechenden Staubwolken) bewegt werden.


    ist der hängengeblieben, bluescreen und es war die HDD leuchte dauerhaft an, hat aber auf nichts mehr reagiert.

    Das ist das typische Einfrieren des Systems. Wenn im Moment des Einfrierens der IDE-Controller gerade etwas getan hat, dann wird logischerweise auch die gerade leuchtende HDD-LED mit eingefroren. Das Blöde in so einer Situation ist freilich, dass man nicht weiß, ob das System "nur" eingefroren ist oder ob es zwar unzugänglich geworden ist, aber tatsächlich permanent auf der HDD rödelt, also gerade <panic>Daten schreddert</panic>.


    Noch 12-15 Grad bei Sonnenschein. In 3 Stunden wird es erheblich schlechter werden.

    Bist Du gerade wo anders und steigst gleich in 'nen Touristenbomber RIchtung Deutschland?


    Hier ist es "echt – gut – norddeutsch", also kalt, nass und windig. Dafür liegt hier wenigstens noch kein weißes Leichentuch über der Landschaft und behindert das Vorwärtskommen.


    gibt es denn da eine alternative? 130€ wollte ich jetzt nicht unbedingt für nen netzteil ausgeben, zumindest nicht für den alten rechner.

    So ab ca. 40,- € bekommst Du in der Leistungsklasse Neuware (Enermax, Seasonic, bequiet, Chieftec, Corsair), die nicht schon beim Angucken auseinander fällt. Kläre vor dem Kauf, ob das Biostar M6VBE die Spannung −5 V benötigt und das Netzteil diese liefert, da die nach dem aktuellen ATX-Standard nicht mehr geliefert werden muss.


    es ist ja auch nur eine spaß daddelkiste.

    Gerade da ist es wichtig, denn sonst bleibt der Spaß auf der Strecke und es wird eine Frust-Bastelkiste oder gleich E-Schrott.


    ich hoffe jetzt mal die fotos sind jetzt besser,

    Da ist erst mal nichts Auffälliges zu erkennen. Das generelle Problem dabei: Sind Komponenten auf dem Brett sichtbar beschädigt, dann sind sie auch kaputt. Der Umkehrschluss funktioniert leider nicht.


    Seasonic-Netzteil <- die sind doch arschteuer, bei ebay zumindest.

    … nicht nur bei ebay.

    Wenn Du den Rechner intensiver nutzen möchtest (Daddelorgien, …), dann sparst Du beim Netzteil am falschen Ende. Gebrauchtware verbietet sich in diesem Fall von selbst.


    anbei noch das foto vom mainboard, vll. erkennt ja der ein oder andere etwas...

    Steckkarten, Prozessor und Kabel versperren die Sicht auf weite Teile der Hauptplatine. Zudem fehlt die notwendige Tiefenschärfe.

    immaterielles Kulturerbe der Menschheit:

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    Das Netzteil sollte für die verbaute Hardware reichen. Ansonsten sehe ich da erst mal nix Verdächtiges. Das System sollte mit der Voodoo 5500 klar kommen.

    Die Kombination aus den beschriebenen Abstürzen und dem Alter des Systems lässt jedoch Vermutungen in alle Richtungen aufkommen. Insbesondere kann auch ein defekter Speicherriegel dran schuld sein. Läuft auf dem Brett irgendwas heiß? Einige Slot-1-Bretter neigen dazu, die kühlerlose Northbridge zu rösten. Bei dem Alter des Systems kannst Du auch Pech haben und die Hauptplatine seilt sich gerade final ab.


    den oberflächentest habe ich vorhin mal bei laufwerk C: durchlaufen lassen ohne fehler, D: und E: würde ich dann morgen testen wenn es sonst keine andere möglichkeit gibt.

    Zu so einem "Oberflächentest" gibt es letztlich keine Alternative. Ob das nun scandisk /surface unter DOS oder badblocks -nsv von einem Live-Linux aus macht, läuft letztlich auf das Gleiche hinaus: es dauert halt 'ne gefühlte Ewigkeit, ist aber unumgänglich, wenn defekte Sektoren vermutet werden.


    oder hat da jemand vll. einen anderen verdacht oder einen rat was das sonst sein könnte...?

    Ohne Infos zur Hardware lässt sich kaum ein anderer Verdacht erahnen. ;)

    Das Festplattendiagnoseprogramm solltest Du nicht aus Win98SE heraus starten sondern von einem Wechseldatenträger (CD-R, Diskette, evtl. USB-Stick) mit eigenem Betriebssystem drauf. Win9x ist nicht gerade die Ausgeburt an Stabilität, aber genau die brauchst Du für eine zuverlässige Diagnose.


    Oder kennt jemand einen empfehlenswerten Klebstoff, der ABS, PP bzw. PE gut verklebt?

    Während ABS durchaus geklebt werden kann, ist das bei PP und bei PE extrem schwierig. Diese Kunststoffe werden daher geschweißt. Du müsstest schon herausfinden, aus welchem Material das Teil ist. Wieso schließt Du bei dem Alter des Teils eigentlich Polystyrol oder Polyvinylchlorid aus? Diese Kunststoffe wiederum lassen sich kleben.


    Wegen den Patienten Notruf muss man mal den Hersteller fragen,

    Das ist bereits veranlasst. Der Patienten Notruf-Dienstleister wird nach der Umstellung am Ort testen, welches Gerät dann läuft.


    Wegen Anrufbeantworter: […] Die Box mailt auch gerne die Dateien,

    Das gilt aber nicht für eine 7360 mit der aktuellen Firmware 06.83. Seit diesem Update funktioniert der automatische Versand per E-Mail nicht mehr. Hier ist es "aus bekanntem Grund" ;) nicht weiter tragisch.


    Was immer an den großen Boxen mit 90 ne Lösung ist, ist immer eine alte ISDN Anlage an den S0 zu schließen,

    Nein, wie bereits erwähnt soll in dem 1-Personen-Haushalt kein Gerätepark installiert werden. DECT-Telefone, Patienten-Notruf und Computer sollen direkt über die FritzBox "raus" können.

    ---Nachtrag---
    Die Ati Radeon 7000 PCI wurde erfolgreich wieder mit dem x86-ROM im ia32-Testsystem (mit atiflash.exe von FreeDOS bootdisk) bestiefelt.
    Läuft gerade Knoppix 5.1.1 mit KDE 3.5.5 (X mit 1280×1024 @ 24 bpp via DVI-D auf 19" 5:4 TFT) drauf.
    Schlussfolgerung: Die Ati Radeon 7500 PCI ist hinüber und kommt in den E-Schrott.

    Samsung SV2042D (HDD 20 GB 3,5" IDE udma4):
    Spackte im Museumsrechner und badblocks -wsv auf'm Testsystem bringt die traurige Gewissheit:
    end_request: I/O error, dev hda, sector *hda: task_in_intr: status=0x59 { DriveReady SeekComplete DataRequest Error }hda: task_in_intr: error=0x40 { UncorrectableError }, LBAsect=* , sector=*ide: failed opcode was: unknown
    * = Zahl

    Obige Ausgabe mit in Sprüngen (min. +8) hoch zählenden Zahlen füllt gerade den Bildschirm. :(

    Schluss, Aus, Ende, Beisetzung :(


    Meine Eltern haben die 7490 mit einem Telekom VoIP Anschluss. Sind zufrieden und läuft soweit unauffällig und einwandfrei. Wenn ich mich richtig erinnere, sind 512MB intern an Speicher verfügbar, was u.a. für AB, Fax und co. genutzt werden kann.

    Das spricht für eine 7490 + USB-Stummel.


    Alternativ:
    Cisco SPA112 -> https://geizhals.de/cisco-spa112-voip-adapter-a807541.html

    Ist ein 2-Port VoIP-Analog-Adapter, hab ich bei mir im Einsatz für Fax und 56K Modem. Dann bräuchtest du keine teure 7490..

    Ist keine Alternative. Schnelleres Internet wird mittlerweile schon gewünscht. Der vorhandene olle Speedport-Router kann vermutlich kein VDSL/VoIP und soll eh weg. Habe den bisher nur nicht getauscht, weil er läuft und sich die Umstellung ja ohnehin abzeichnete. Einen Gerätepark möchte ich dort auch vermeiden. Die Ersparnis aus billiger FritzBox + Cisco-Adapter dürfte sich gegenüber einer 7490 in überschaubaren Grenzen halten. Die FritzBox ist dann zwar ein "single point of failure", aber meine 7360 (mit 8 GB USB-Stummel dran) macht bisher einen robusten Eindruck. Die Person selbst nutzt zwar kein WLAN, aber hat gelegentlich Gäste mit mobilen Geräten. Ein Druck auf die Teufels-Taste und die können dann über das Gast-WLAN surfen.

    Thread-Reaktivierung, keine Exhumierung, denn jetzt wird es ernst: Das rosa Schweinchen will am Ort umstellen und den laufenden Vertrag kündigen.

    Zum beschriebenen Szenario gibt es eine Ergänzung. Am Ort hängt neben den Telefonen auch noch ein "Patienten-Notruf" an der Leitung.

    Der "Speedport Smart" zur Miete (4,95 € mtl.) ist m.E. keine Option, daher soll eine FritzBox als Router und Telefonanlage eingesetzt werden. Die hier schon erwähnte 7390 ist anscheinend mittlerweile obsolet. Bei AVM nachgeschaut sieht die 7490 gut aus. Sie bietet vor allem zwei Anschlüsse für Analogtelefone, wovon ggf. einer für den "Patienten-Notruf" benötigt wird.

    Hat hier jemand die 7490 im Einsatz? Taugt die oder gibt es Probleme? Wieviel internen Speicher für den AB hat die, oder einfach gleich 'nen USB-Stummel dazu ordern?