Zitat von oreissig
du sagst also wir sollten Öl bis zum letzten Tropfen ausnutzen und dann auf einen Schlag alles umstellen?
Abgesehen von der Unmöglichkeit dieses Vorhabens ist das nicht, wie die Ölreserven sich leeren. Ist ja nicht so, dass es nicht noch relativ viel Öl gäbe, nur das zu fördern wird unheimlich teuer werden, was Öl-basierte Energiequellen für alles, wo es nicht ganz unbedingt sein muss unwirtschaftlich machen wird
Nun, klar wird es so verlaufen dass Öl irgentwann von der Wirtschaftlichkeit her sich nicht mehr recht behaupten kann - ich hab damit eher gemeint dass das noch nicht so schnell passieren wird. Immerhin war es bis jetzt immer so dass die Erdöl-leer-Voraussagen immer weiter ausgedehnt wurden - neue Fördermethoden, neu entdeckte Vorkommen etc. Ausserdem ist ein gewöhnliches Auto mit Verbrennungsmotor von der Wirtschaftlichkeit sehr weit vorraus, da wird noch Zeit ins Land gehen bis die breite Masse umsteigt...
Zitat von oreissig
allerdings wird diese geringere Energiemenge dann auch zu fast 100% auf die Straße gebracht und nicht zum Großteil in Abwärme umgewandelt.
Aber stimmt schon, insbesamt ist das trotzdem nicht genug für langstrecken.
Eine wirkliche Lösung um vom Öl wegzukommen habe ich nicht, aber wenn man mal schaut, dass Autos eher selten wirklich lange Strecken >100km zurücklegen, kann man mit Hybriden, die die ersten 100-150km ohne Verbrenner fahren können schon eine ganze Menge reißen.
Und danach auch, wenn man den Verbrenner nicht direkt zum Antrieb der Räder nutzt, sondern als Generator kann er immer auf optimaler Drehzahl laufen und damit auch pro Tropfen mehr Energie rausholen.
Hybride mit Benzinverbrennungsmotoren sind da natürlich eine Lösung, dauerhaft halt eher nicht. Ich seh halt die Zukunft in keinem Fall in Akkus. Geschichten mit Wasserstoffverbrennungsmotoren, Brennstoffzelle, SuperCap sind da meiner Ansicht nach wesentlich interessanter - Elektroautos mit Akkus sind schon alleine für Langstrecken nicht geeignet. Dann kommt auch noch die generelle Haltbarkeit dazu - ohne mich jetzt in die Richtung informiert zu haben, mag ein Akku ja möglichst selten und wenn dann gleichmäßig komplett geladen werden und gleichmäßig entladen. Wie lange wird so ein Akku mit Rekuperation und stärkeren Beschleunigungen halten ohne schlimm an Kapazität zu verlieren? Auch wieder ein Grund warum Elektroautos sich wirtschaftlich noch länger nicht mit Autos mit Verbrennungsmotoren messen werden können...
Zitat von oreissig
- geht doch nur um die "Schnittstelle", der innere Aufbau des Akkus kann sich ja ändern, wenn neue Forschungsergebnisse auftauchen
- bisher fahren doch auch alle mit fast dem gleichen Benzin (oder Diesel).
- wegen der verschiedenen Größen könnte man sagen, dass man den Akku Portioniert, und ein Auto nimmt halt 6 Stücken, und ein anderes 8. Das müsste man eh machen, weil kein Mensch irgendwie einen 150kg-Klotz wechseln wöllte 
Es geht nicht nur um die Schnittstelle sondern auch um die Bauform. Stell dir vor jeder Laptop hätte die gleiche Akkubauform. Man kann nicht den gleichen Akku für ein Subnotebook, ein 15" Thinkpad mit Megalaufzeit und ein 17" Consumerteil das ne Stunde hält nutzen - bei den Autos ists ja genauso, abgesehn von den Designeinschränkungen...
Nun die Elektroautos werden auch alle mit dem gleichen Strom fahren - das Problem ist der "Tank"
Nun das mit der Aufteilung in "Akkustücke" ist sicher auch interessant, aber aufgehen wird das wegen der vielen Nachteile trotzdem nicht...
Zitat von oreissig
das wundert mich auch, da hat man vor einigen Jahren noch echt viel davon gehört. gibts da vielleicht auch irgendein Problem, welches die Sache unattraktiv macht?
Nun, ein Hersteller experimentiert mit Brennstoffzelle und Supercap - da kann die Brennstoffzelle imens kleiner Ausfallen als bisher mit Konzepten mit Brennstoffzelle und Akku. Sonst ist derzeit afaik die Wasserstoffherstellung ein größeres Problem...
Spit: true, öffentlicher Verkehr ist teilweise unzumutbar - teilweise so unpraktisch, ich habe vor ein Auto zu kaufen weil ich nicht mehr mit dem Zug fahren will..