Es gibt für Fax über VoIP ein spezielles Protokoll namens T.38, das das Gepiepse von Faxgeräten in ein digitales Abbild des Faksimile übersetzt und auf diese Art verlustfrei und unbeschadet ans Ziel transportieren kann. Damit dies einsetzbar ist, müssen allerdings zwei VoIP-Geräte direkt kommunizieren, die dieses Protokoll unterstützen – über Anbieter, die dies auch tun. Auch wenn die Telekom auf Netzwerkebene angeblich seit Mitte 2017 T.38 unterstützt, ist es oftmals schwer, selbst zwischen zwei Fritzboxen an Telekom-Anschlüssen dieses ausgehandelt zu bekommen, und mit Faxgeräten im Analognetz als Gegenstelle ist es erst recht nicht nutzbar.
Alternativ ist es möglich, ein VoIP-Gerät so zu konfigurieren, dass VoIP für ein Faxgerät oder Modem dergestalt benutzt wird, dass die Verbindung statt für niedrige Latenz darauf optimiert ist, Paketverluste zu vermeiden (durch Nutzung nicht-verfälschender Codecs wie dem ISDN-Standard G.711 und größere Empfangspuffer). Das funktioniert in der Praxis mittlerweile sehr gut, allerdings bleibt immer ein gewisses Restrisiko, dass es trotz aller QoS-Maßnahmen zu einem größeren Paketstau/-verlust auf der Leitung kommt und die Fax-Übertragung abbricht. Auch hier ist eine Fritzbox definitiv eine sichere Wahl, auch wenn der SpeedPort Smart hierzu nach Bedienungsleitung (Seite 139) ebenfalls eine Geräteauswahl für angeschlossene Analogtelefonie-Geräte erlaubt.
https://telekomhilft.telekom.de/t5/All-IP-das-…38/td-p/2798385
https://www.heise.de/ct/artikel/Fax-trotz-VoIP-821491.html