Beiträge von Commodore-Freak

    "Betroffen" ist schon übertrieben. Aber so ganz geht es nicht an mir vorbei. Dadurch, dass ich so viele Stunden an Keynotes mit Steve gesehen habe, besteht zumindest die Illusion eines gewissen Grades an Vertrautheit.
    So gesehen "betrifft" es mich schon ein wenig, ich werde nie wieder neue Stevenotes sehen können.

    Ehrlich gesagt hab ich die Gerüchteküche um das fünfte iPhone nicht besonders intensiv verfolgt. Habe nur vor der Keynote die üblichen Apple-Podcasts gehört, und da war der allgemeine Konsens "mehr als Speedbump braucht es dieses Jahr nicht, das iPhone 4 ist eigentlich noch gut". Und Tada, genau das ist auch eingetroffen.

    Klar waren die bisherigen iPhones alle eine riesen Sensation, aber dass auch Apple es nicht dauerhaft durchhalten kann, dass jedes Produktupdate gleich Herzinfakte bei Apple-Jüngern auslöst ist selbstverständlich. Das heißt nicht, dass das iPhone4s ein schlechtes Gerät ist und sich schlecht verkaufen wird.

    Schockiert mich auch zugegebenermaßen.
    Vor zwei Monaten erst den Chefposten abgegeben, vorgestern noch die Keynote...

    Als Steve seinen Posten als CEO abgegeben hat und diese ganzen "Nachrufe" auftauchten hat man sich noch gedacht "hey, der Mann ist einfach nur kein CEO mehr, er ist nicht tot"... Und jetzt ist es doch passiert.
    Grade dass es so kurzfristig nachdem er seine Angelegenheiten geregelt hat geschehen ist, macht es für mich noch unerwarteter...

    Ja, was hättest du denn am iPhone4S anders gemacht?
    Bei allen bisherigen Modellen war relativ klar was noch gefehlt hat. Das 2G hatte weder 3G noch GPS, das 3G war ziemlich lahm, das 3GS hatte ein zu niedrig auflösendes Display...
    Die offensichtlichen Mängel sind ausgemerzt. Alle Sensoren die du in ein Handy einbauen kannst haben sie eingebaut, das Retina-Display ist auch nach einem Jahr noch High-End, das Design überzeugt. Das 4G verkauft sich nach wie vor super. Ein Speedbump ist der logische Schritt gewesen.
    Die Relevanz, die so ein Software-Update mit sich bringt würde ich im Übrigen auch nicht vernachlässigen. iOS 5 (oder aus Käufer-Sicht eher die Features die es mitbringt) wird auch zum Verkaufsargument werden, Hardware ist bei Smartphones nun mal nicht alles.

    Und das Gerede von wegen "Steve Jobs ist weg, Apple stirbt" war hoffentlich ironisch gemeint, denn es ist grober Unfug. Überlegt mal wann Steve seinen Posten als CEO aufgegeben hat und dann schätzt mal grob wie lang die Entwicklung eines Smartphones so dauert.

    Scheinbar habe ich es durch zu viel Experimentiererei und Dummheit geschafft meine Jabber-Kontaktliste inkl. der via Transport eingebundenen ICQ- und MSN Kontaktlisten zu killen.
    Theoretisch habe ich die Kontakte nach wie vor in Pidgin, Psi und Empathy lokal gespeichert.
    Kriege ich es irgendwie hin die Kontaktliste auf dem Server durch die lokale zu ersetzen, anstatt dass beim einloggen die lokalen Kontaktliste durch die auf dem Server ersetzt wird?

    Das Problem wird weiterhin sein, dass man mit einem Stift einfach flexibler ist. Mit Tastatur ist man immer noch auf eine bestimmte Menge an Zeichen, die halbwegs unmittelbar erreichbar sind, beschränkt. Außerdem kann man mit den gängigen Lösungen immer noch nicht mal eben Wörter unterstreichen, man kann nicht mal fix Randnotizen vornehmen, keine Schema-Zeichnungen um irgendwas zu verdeutlichen kurz irgendwohin krickeln.
    Für sowas müsste in den nächsten 100 Jahren dann erst eine Lösung gefunden werden, wenn Stift und Papier wirklich weitgehend aussterben sollen.

    Das Ding ist immer noch, dass du für handschriftliche Notizen quasi kein Equipment brauchst. Nur Notizblock und Stift. Beides passt in die Hosentasche, ist sofort einsatzbereit, braucht keinen Strom. Das macht es in gewissen Situationen, wo man grade keinen Laptop einsatzbereit hat, schon sinnvoll von Hand zu schreiben.
    Abgesehen davon glaube ich, dass wir hier ein wenig nur unsere Niesche sehen. DIe meisten Menschen sind mit Stift und Papier einfach schneller als mit der Tastatur. Auf mich trifft das nicht zu, auf viele anderen hier im Forum wohlmöglich auch nicht, aber das liegt auch nur daran, dass wir sehr viel Zeit am Computer verbringen. Menschen die das nicht tun (oder hauptsächlich konsumieren anstatt zu produzieren) werden es einfach als angenehmer empfinden von Hand zu schreiben.
    Außerdem gibt es da immer noch Szenarien wie die Schule. Wir sind einfach noch nicht soweit, dass jedes Schulkind einen Laptop vor sich hat, und dort mittippt anstatt auf einem Block/in einem Heft mitzuschreiben.
    Ich mache zwar die selben Erfahrungen wie du, die letzten paar Male, dass ich etwas von Hand geschrieben habe, waren Klausuren. Aber auch wenn es langfristig wohl tatsächlich erstrebenswert wäre Handschrift größtenteils durch Maschienenschrift abzulösen, ist es einfach noch nicht soweit.
    Die Gesellschaft ist (noch?) nicht technik-affin genug, nicht jeder hat in jeder Situation, in der Notizen notwendig sind, einen Laptop o.ä. zur Hand.