Was willst du denn da testen? Ob die Spannungen alle da sind? Ob das Netzteil auch die Nennlast verträgt?
Ob die Spannungen stimmen, kannst du mit 'nem Multimeter relativ simpel überprüfen: Grundlast dranhängen (z. B. eine Festplatte, die 'n bisschen Strom zieht), damit es anläuft und dann alle Spannungen nachmessen.
Was die Nennlast angeht, ist das schon komplexer - immerhin ist nicht jedes Netzteil gleich belastbar auf den jeweiligen Spannungsebenen, zumal nicht auf jedem Netzteil die Belastbarkeit aller Spannungsebenen draufsteht. Hier müsstest du entsprechend umfangreich die Last auslegen - was mit rein ohmscher Last sicherlich relativ einfach ist, aber auch recht üppige Widerstände benötigt. Ein Beispiel: Das Netzteil bringt auf der 12 V-Schiene 10 A. Hier bräuchtest du einen 1,2 Ohm-Widerstand (Spannung geteilt durch Strom), der 120 Watt (Spannung mal Strom) verbraten kann - eine sehr hohe Leistung. Man kann das sicherlich auch kaskadieren, aber die Wärme muss halt weg. Und das ist nur 'n kleines Netzteil - die meisten Netzteile bringen mehr als 10 A auf der 12 V-Schiene, wobei auch noch die 5 V-Schiene dazu kommt.
Man kann natürlich auch induktive oder kapazitive Lasten dranhängen, was das Ganze aber auch nicht einfacher macht. Am Einfachsten ist da wohl der Weg, das Netzteil zumindest teilweise auszulasten - z. B. durch eine große 5,25"-FH-Festplatte. Die haben tlw. im Anlauf eine Leistungsaufnahme von 50 Watt.