Beiträge von Xaar

    Ey. Nischt gegen Xaar seinen historisch wertvollen Rechnern. Selbst ich kannte diese Rechnergattung nicht, zudem sind diese nun mal ein Teil der IT-Geschichte, auch wenn die nur CP/M konnten, doch haben diese genauso ne Daseinsberechtigung wie die Robotron-Rechner. (Sry für die Analogie, die sollte nur die Wertigkeit der historischen Computer wiedergeben).

    Ich glaube da missverstehst du ihn. Freilich wäre der passend zu einer Siemens Simatic S5 (wenns jetzt nicht die hornalten Kisten wie 'ne 110A oder so, sondern 'ne S5-90U, -95U, -100U, -101U oder -115U (und ggf. noch 'ne -135U) ist). Da passt seine Aussage wunderbar - denn genau DAFÜR wurde das Gerät ja mal entworfen, nämlich als Programmiergerät für eben diese Steuerungen.

    Ey, nischt gegen Ost-Technik; die hat auch ihre Daseinsberechtigung, siehe robotrontechnik.de. :P

    *hust* Er meinte gewiss, dass man den nicht einfach so verramscht. Er hätte - glaube ich - auch gern so einen KC ;)


    Xaar: Glückwunsch! Ich habe allerdings nie die Ausgabe verstanden. Du knipst da doch an den Registern herum, stimmts? Wie kann man damit überhaupt arbeiten...

    War halt 'n "Enthusiastenmodell". Genauso wie es früher viele eher zum Programmieren getrieben hat.


    P.S: Ordentliche Preise :baby:

    Japp, leider. Aber man gönnt sich ja sonst nix - und mal ehrlich: Wie oft findet man sowas schon hier in Europa?


    Man kann per serieller Konsole drauf und hat dann ein Terminal. Die Schalter brauchste allerdings vorher fürs booten :D


    Ich kenne das so, dass man damals (das war '75 oder?) da minutenlang mit den Schaltern ein Programm zusammengeschaltet hat. Man musste penibel auf die Richtigkeit achten. Ob man die Hebel "programmieren" konnte, das man mit denen bspw. Zahlen klicken konnte, um zu rechnen, weiß ich eben nicht. Die Kiste ist ein Rätsel.

    Jaein. So, wie der Kollege hier ausgestattet ist, haste nur die Möglichkeit, über die Schalter was einzugeben - um dann vllt. irgendwo mal was über die seriellen/parallelen Schnittstellen zu laden. 'ne Konsole haste dadurch noch lange nicht :D

    Gab aber auch ROM-Karten und natürlich auch Karten für externe Massenspeicher (Lochbänder, Diskettenlaufwerke). Wenn man die drin hat, kannste im ROM bspw. den Bootloader haben, der dafür sorg, dass von Diskette was in den RAM geladen wird - damit wäre bspw. der Betrieb von CP/M machbar. Für sowas kannste dann die serielle Konsole nutzen, sofern das eingerichtet ist. Es gab aber auch die Möglichkeit, direkt am Rechner 'nen Bildschirm anzuschließen - und wohl auch Tastaturen.

    Ich glaube ja nicht, dass so ein Rechner zum arbeiten geeignet ist, sondern eher zum Erforschen der grundlegenden Funktion einer CPU...

    Ja, dafür ist es wohl noch am ehesten geeignet. Wobei halt (s. o.) auch 'ne vollwertige CP/M-Maschine draus werden kann. Das letzte Altair 8800-Modell (8800bt "Turn Key") hatte auch keine Schalter mehr dran, da war dann auch die "direkte Programmbeeinflussung" Geschichte.


    Nein also so was :b1:
    Gefällt mir sehr gut das Teil

    Programmiererstuff für die S5 halt :D Hab' das Teil mal vor etlichen Jahren für 'nen Zehner aufgegabelt - und warum auch nicht? Hatte damals ja sogar noch funktioniert :) Das PG 675 hat 'nen 5er gekostet - funktioniert dafür aber auch nütt. Aber wenn die Elkos getauscht sind, hoffe ich doch, dass es wieder will :)

    Aus der Kategorie "Alte Möhren von Xaar": Ein MITS Altair 8800a von etwa 1977:

    Unter der Frontplatte (bzw. den - sind ja zwei), schauts so aus:

    Unter der Haube ist allerlei Kartenwerk verbaut:

    Verbaut sind (Slot-Nummern "unten" angefangen):

    1. Abgeklebt, da ein Kontakt defekt
    2. MITS 8800 CPU BD Rev. 1 [CPU-Board, NEC 8080A]
    3. MITS 4K STATIC BD Rev. 2 [4 kByte SRAM, 32x Signetics 21F02-4]
    4. Slot frei
    5. MITS 4K RAM BD Rev. 0.2 [4 kByte DRAM, 8x TI TMS4060JL-2]
    6. MITS 4K RAM BD Rev. 0.2 [4 kByte DRAM, 8x TI TMS4060JL-2]
    7. MITS 4K RAM BD Rev. 0.2 [4 kByte DRAM, 8x TI TMS4060JL-2]
    8. Abgeklebt, da mehrere Kontakte defekt
    9. Steckverbinder unbestückt
    10. MITS 88-2 SIO Rev. 0 [2 serielle Ports]
    11. MITS 88-4 PIO Rev. 0 [4 parallele Ports]
    12. MITS 88-VI(RTC) Rev. 0 [Vektorinterrupt und Echtzeituhr]
    13. PolyMorphic Systems A/D D/A [Analog/Digital- und Digital/Analog-Wandlerkarte?]
    14. Steckverbinder unbestückt
    15. Steckverbinder unbestückt
    16. Steckverbinder unbestückt
    17. Steckverbinder unbestückt
    18. Steckverbinder unbestückt

    Zu den MITS-Karten gibts ja Dokus ohne Ende, zu der PolyMorphic hab' ich bisher nix gefunden. Was ich toll finde, ist die Aussage, die man auf s100computers.com zu den 4 k DRAM-Karten findet:

    Zitat von http://www.s100computers.com/Hardware%20Folder/MITS/4K%20Dynamic%20RAM/4K%20DRAM.htm

    Don't even think of using it in your S-100 system!

    :fresse: Hintergrund ist, dass bei dieser DRAM-Karte sich die CPU wohl um den Refresh kümmern soll. Die CPU hat ja auch nix Besseres zu tun :fresse:

    Das Netzteil ist auch toll aufgebaut:

    Einfach ein paar dicke Kondensatoren und 'n paar Trafos - fertig :D Nix stabilisiert. Da es ein US-Modell ist, braucht das Exemplar hier 120 VAC 60 Hz - aber läuft auch mit 120 VAC 50 Hz, die hier über einen kleinen Feststpannungstrafo (220 VAC -> 120 VAC) hergestellt werden. Da die 220 VAC auf der Primärseite durch 240 VAC ersetzt wurden, musste mein kleiner DDR-Stelltrafo das von 240 VAC auf 220 VAC runtertransformieren. Also Trafos ohne Ende 8|

    Richtig nutzen kann ich den in der Ausstattung allerdings nicht. Die DRAM-Karten sind lt. o. g. Seite wohl praktisch nicht zu gebrauchen, außerdem sind zwei DRAM-Karten auf die selbe Adresse eingestellt. Auf dem SIO- und dem PIO-Board sind zwei bzw. ein Scheiben-Kerko defekt (mechanisch kaputt), der VI/RTC fehlt 'n IC (wobei der wohl nur für die Taktgewinnung aus dem CPU-Takt gebraucht wird) und auf der A/D/D/A-Karte sind auch ein paar Kondensatoren mechanisch hin.

    Aber so macht er schonmal was, wenn man ihn einschaltet :b3: Muss ich mich mal näher mit beschäftigen, mit dem Guten :b1:

    Keine Panik - ist schon angedacht. Hab' nur gerade nicht alle Elkogrößen hier, die dafür von Nöten sind. Auch ist die große Leiterplatte vom Netzteil nicht gerade günstig zu erreichen.

    Allerdings frag' ich mich, warum die solche seltsamen Elkos genutzt haben... Naja, egal. Im Ersatznetzteil (was ich da mal eben "geplündert" habe) suppt das Netzfilter schon - da muss ich mir mal 'nen Ersatz zulegen. Hatte ich ja schonmal beim PG 750 gehabt, da hats ordentlich geraucht. Leider schaut die abgerauchte Platine (s. o.) nicht sonderlich gut aus - da hats auf beiden Seiten der Leiterplatte die oberste Schicht weggebrannt. Ich bezweifle, dass ich das wieder gangbar bekomme. Vllt. lässts sich ja mit 'n paar Drahtbrücken beheben - aber zuversichtlich bin ich nicht.

    Beim PG 675 muss ich auch die Elkos erneuern - dort zwitschert das Netzteil nur noch rum, da wills nicht mal mehr angehen.

    Joa, ist schon nice, der Kollege :D Hab' aber noch nicht rausbekommen, ob das PG 685 100%ig IBM PC-kompatibel ist. Die PCP/M-86-Diskette, die ich hier habe (für 'nen Siemens PC20 und Co.) wollte er nicht booten - aber lesen konnte er sie. Die alten DOS-Disketten gingen auch nicht zu booten.

    Leider hab' ich weder die geforderte Diagnosediskette noch 'n Handbuch für das PG 685. Irgendwie finde ich da nüscht. :b2: Auch zum Vorgänger 675 (habe ich auch, hatte noch keine HDD) findeste nicht wirklich 'ne Dokumentation. Zum Vor-Vorgänger 670 hingegen findeste wieder was, genauso wie zum 631. Die "Nummer größer" (695) hingegen scheint nur auf dem Papier existiert zu haben - da findeste weder 'n Bild noch 'ne Anleitung dazu.

    Siemens Simatic PG 685: Da war ja 'n Kondensator auf einer Netzteilplatine hochgegangen. Hab vor zwei Wochen 'nen Ersatzteilspender erhalten, wo diese Platine noch intakt ist - also defekte Platine raus, ganze rein - und funktioniert :b1: Bei der Gelegenheit hab' ich die Frontplatte auch gleich getauscht, da bei dem PG 685 leider eine Halterung für die Tastatur abgebrochen war.

    Funktioniert zwar noch nicht 100% (will ab und an nicht angehen und zwitschert nur rum - dann hilft nur Warten.), aber wenigstens weiß ich, dass die HDD nach mindestens 25 Jahren noch funktioniert - ist sogar noch ein Step 5 drauf :b1: