Das mit dem AGP Pro kenne ich - da gabs sogar mehrere Varianten von. Neben der "üblichen" 3,3V/1,5V/Universal-Geschichte wie beim normalen AGP gibts einmal AGP Pro (bzw. AGP Pro50), was bis zu 50 W für die Grafikkarte zur Verfügung stellt und AGP Pro110, was bis zu 110 W bereitstellt. War eher im Workstationbereich vertreten, aber durch aus auch bei manch High-End-Board anzutreffen. Hab' hier bspw. ein FSC D1192 (Sockel 423 mit Intel i850 und RDRAM) und ein ASUS P4T-E (Sockel 478 mit Intel i850 und RDRAM), welche beide 'nen AGP Pro 2.0 Port drauf haben. Naja und einige Dual-CPU-Workstation-Boards
Grafikkarten-seitig waren bspw. die WildCat-Karten von Intergraph/Intense3D/3Dlabs gern damit ausgestattet oder auch die ersten leistungshungrigeren FireGL-AGP-Karten.
'n anderes Kuriosium bei AGP hatte aber Apple zu bieten: Die hatten zeitweise für ihre Monitore (bspw. die Studio-Displays) gleich die Stromversorgung und USB mit über die Grafikkarte realisiert - dafür hatte die neben den normalen AGP-Kontakten noch einen kleinen Stummel, mit dem die Spannungsversorgung vom Monitor angebunden wurde. Steckerseitig kam der ADC (Apple Display Connector) zum Einsatz, was im Grunde ein modifizierter DVI-Steckverbinder war. An sich 'ne schöne Sache - allerdings eben auch proprietär und elektrisch auf 100 W (zumindest lt. Wikipedia) begrenzt.
Was Bus-Systeme in Rechnern betrifft: Da dürfte der ISA VL-Bus eigentlich noch mit am weitesten verbreitet sein, v. A. beim 80486. Beim Pentium war der quasi weg vom Fenster (gab aber noch ein paar Boards meines Wissens nach), da hier dann der PCI das Rennen machte. EISA war beim 486er auch so recht auf dem Höhepunkt, auch wenn es ein paar mehr Rechner auch mit Pentium-Prozessoren gab. Hier war Compaq federführend, was die Entwicklung betraf, wenn auch nicht Alleinentwickler. Naja und MCA war sowieso eine Sonderlocke, da quasi nur von IBM verfügbar - dafür aber in diversen Variationen (16 Bit, 32 Bit, mit Video-Durchschleifung, als Speicherkarte). Dafür gab's den vom 80286er bis hin zum Pentium in etlichen PS/2-Modellen.
An sich ähneln sich EISA und MCA vom Handling her schon etwas - nur scheint bezüglich MCA 'n bisschen mehr an Software die Zeit überlebt zu haben. Da das ja mehr oder minder auf IBM PS/2-Systeme beschränkt war, gibt's die Konfigurationssoftware noch gut zu bekommen - ebenso die Konfigurationsdateien. Beim ECU (EISA Configuration Utility) sieht das schon deutlich ungünstiger aus, vor Allem bezüglich der Beschreibungsdateien. Heute am praktikabelsten ist meiner Meinung nach immernoch der ISA VL-Bus - Konfiguration klassisch über Jumper oder zum Teil über die Treibersoftware - aber nicht mit irgendwelchen System-spezifischen Konfigurationssoftwaren.
Hatte auch mal nen 486er Board mit 3 Sockeln. Glaube der Zweite war für nen 487 und der andere auch für irgendeine skurille FPU Lösung auf 386 Technik. Aber das ist schon wirklich lange her, um sich daran zu erinnern.
'n 486er mit 3 Sockeln? Das klingt eher nach einem 486SX, der verlötet war (also 486 ohne FPU), über einen Upgrade-Sockel mit einem 487SX zu einem 486DX "aufgerüstet" werden konnte (wobei der 487SX nix weiter als ein 486DX war, der den 486SX abgeschalten und damit ersetzt hat) und vllt. noch einem seperaten Sockel für eine Weitek-Coprozessor hatte. Wobei sich der Einsatz der Weitek-Coprozessoren irgendwie stark in Grenzen gehalten hat - die gab es ja auch für andere Prozessorgenerationen. Da sind mir 8087, 80287 oder 80387 deutlich häufiger über den Weg gelaufen, als die Weitek-Coprozessoren.