Um nochmal kurz auf die ÖPNV-Diskussion zurückzukommen: So manche Dinge, die da angesprochen wurden, gab es sogar schon. Genannt sei hier stellvertretend der bezahlte Berufverkehr, den es zu DDR-Zeiten gab. Da wurden die Leute massenweise mit Bussen zu ihrer Arbeitsstätte gefahren. Und auch der innerstädtische Verkehr (ich rede da von einer mittelgroßen Stadt mit 65000 Einwohnern) war einfach für jeden machbar. Da war es garnicht nötig, ein Auto zu haben (unabhängig von der unzureichenden Versorgung mit solchen Fahrzeugen).
Dank der Wende ist all das aber über den Haufen geworfen worden - war ja alles soooooo schlecht in der DDR. Und damit wurde auch der "Rest" der Leute noch "umerzogen", dass ja jeder ein Auto haben muss - und das kriegt man nun mal nicht mehr so einfach aus dem Kopf.
Noch etwas: Zu DDR-Zeiten gabs auch nicht soviele LKWs auf der Straße - da wurde vieles auf der Schiene transportiert. Aber auch das musste ja abgeschafft werden. Das System jetzt wieder einzuführen ist nicht mehr so einfach machbar, da die grundlegende Infrastruktur nicht mehr vorhanden ist. Aber das nur am Rande.
Prinzipiell muss ich da auch Oreissig zustimmen. Warum sollte ich etwas nutzen, was für mich keine bedeutsamen Vorteile bietet?
Um auf mich zurückzukommen: Ich würde liebend gern mit dem ÖPNV auf Arbeit fahren - aber es ist schlichtweg nicht drin.
Abschließend kann ich auch Commo nur zustimmen: beides hat Vor- und Nachteile und beides wird noch eine geraume Zeit nebeneinander Bestand haben.