Beiträge von Xaar

    Um das Thema "Kapitalismus <-> Sozialismus" nochmal aufzugreifen: Ich habe just einen sehr interessanten Film über den in den VSvA praktizierten Kapitalismus (auf den die DBR ja auch hinsteuert) gesehen, vielleicht kennt ihn ja einer:

    Michael Moore's "Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte"

    Man kann ja über Michael Moore's Filme sagen, was mas will, dennoch stecken hinter seinen Filme "echte" Tatsachen. Wer nach diesem Film/Tatsachenbericht den Kapitalismus, wie er dort praktiziert wurde/wird noch "toll" findet, kann nach meiner Einschätzung nur "geisteskrank" (um es in Sje's Worten zu schreiben) sein.

    Und übrigens: Ich habe mal versucht, ein paar klaare Aussagen über die Staatsschulden der DDR im Internet zu finden. Die Quellenlage ist da recht dürftig. Die Zahlen, die ich da gefunden habe, scheinen mir aber keineswegs auf einen Staat hinzuweisen, der "pleite" oder "bankrott" war.
    Gewiss, die Pro-Kopf-Verschuldung in Sachen Staatsverschuldung war in der DDR um einiges höher als in der DBR, aber die Staatsverschuldung der beiden deutschen Staaten ist nicht direkt vergleichbar. Aufgrund der Tatsache, dass in der DDR die meisten Unternehmen Staatsunternehmen (Volkseigene Betriebe) waren, zählt deren Bilanz mit in die Staatsverschuldung. Bei der DBR ist dies nicht der Fall - dort gab es ja kaum Staatsunternehmen.

    Und wenn ich mir die Höhe der Staatsverschuldung der DDR ansehe (geschätzt 1997 auf ca. 172 Mrd. Euro, die Staatsverschuldung der DBR betrug im Jahr 1989 knapp 500 Mrd. Euro), ist das ein Witz gegenüber der Verschuldung, die die DBR im Jahre 2009 hatte (1762 Mrd. Euro).

    Die Gesamtverschuldung der DBR (Staat + Unternehmen + Private Haushalte) betrug im Jahre 2002 übrigens etwa 5930 Mrd. Euro (davon 1253 Mrd. Euro Staat, 1535 Mrd. Euro Private Haushalte, 3142 Mrd. Euro Unternehmen). Das sind Summen, von der DDR meilenweit entfernt war - selbst wenn man die Pro-Kopf-Verschuldung betrachtet.

    Okay, der Pentium 4 ist ein Willamette (wg. der 256 kB L2 Cache und den 1,75V Kernspannung). Die Platten sind UDMA Mode 5 (UDMA-100), das CD-Laufwerk ist ein 40fach.
    Was hättest du denn gern für die beiden Platten und das CD-Laufwerk inkl. Versand?

    Zitat von Blue-Fox

    Das mit den Röhren kaufen stimmt nicht ganz: ROEHRE ECC 83 = 12 AX 7 im Conrad Online Shop nur ein Beispiel.
    Die gibt es auch noch günstiger. ;)
    Aber naja, teuer wäre es sicher...

    Ähm, die Röhren, die in den Rechnern verbaut wurden sind gewiss keine 0815-Rundfunk-Röhren gewesen ;)

    Das ist ja bei Röhren wie bei Transistoren auch: Von Außen mögen die identisch wirken, aber im Innern kann die Schaltung bzw. die Parameter ganz anders sein.

    Was aber gewiss interessant wäre, wäre eine Nachempfindung eines Z22 durch Transistoren. 600 Transistoren ist ja noch ein halbwegs realisierbarer Aufwand :oO:

    Zitat von Blue-Fox

    Hmm
    Ich würde gerne die Baupläne sehen, vllt. kann man soetwas ja nachbauen.
    Ein WHF Z* Netz wäre ja mal verdammt e1337är!
    Hat jemand einen Plan, ob man die Pläne irgendwo zu Gesicht bekommt?

    Das willste nicht wirklich, oder? :oO3:

    Die Technik unterscheidet sich vom Aufbau her komplett von einem "modernen" Rechner, alleine schon die Datenträger, die damals benutzt wurden (Lochkarten, Lochstreifen) sind ja grundlegend verschieden. Und da die Rechner gewiss patentiert waren wirst du bestimmt nicht so ohne Weiteres an die "Original-Baupläne" rankommen.
    An sich (Fehlersuche) wäre ja eine Widerinbetriebnahme einer Z11 oder Z22 nicht das Problem, das ist - denke ich mal - sogar einfacher als bei einem hochintegrierten Transistorrechner wie sie heute vorkommen. Nur gerade bei den Röhrenrechnern ist es nahezu unmöglich die defekten Röhren zu ersetzen, zumal die ja wahrscheinlich seit 50 Jahren nicht mehr produziert werden.
    Nur glaube ich kaum, dass ein Museum einen "dahergelaufenen Hanswurst" an Ihre Ausstellungsstücke lässt - gerade bei solch "raren" Rechnern wie Relais- und Röhrenrechnern. Das sehe ich ja schon bei unseren Z22 und Z22R: Die sind so zum Ansehen ganz schick (wenn man da auf eine Wand voller Elektronenröhren guggt). Und auch bei unseren Z22 fehlen schon etliche Röhren (weswegen die Rechner wahrscheinlich auch nicht mehr funktionieren).

    :O Willst du etwa sagen, dass ein Relais etwas nichtelektisches ist?
    Der erste universell einsetzbare, programmierbare Rechner ("Computer") der Welt war der Z3 - und das war ein Relais-Rechner, wie sie noch bis in die 1950er Jahre gebaut wurden ;D

    Der Z1 war auch ein "Rechner", wenn man so will, nur war der wirklich rein mechanisch.

    Zitat von niwax

    [...]das ist das älteste Modell [...] der ist der älteste funktionsfähige Computer der Welt.

    Aha, der älteste noch funktionsfähige und im Originalzustand befindliche Röhrenrechner der Welt! ;D
    Mal schauen, welche Seriennummern unsre beide Z22 haben..
    Nuja, wir haben hier dafür einen voll funktionstüchtigen Z23 :), nur kennt sich mit dem Teil keiner mehr aus :fresse:

    Oder du lötest einfach Jumperpins ein und nutzt die dann wie "normal". Das Ganze kann aber einen nicht zu unterschätzenden Haken haben.
    Bei alten Boards (beispielsweise einigen MFM-Kontrollern) wurden Jumper einfach weggelassen, weil die Standardeinstellung keinen Jumper benötigte. Sollte die Einstellung geändert werden, dann musste man die Jumper nachträglich hinzufügen. Allerdings kann es bei neueren Boards sein, dass die absichtlich weggelassen wurden, da die nicht vorhandenen Einstellungsmöglichkeiten nicht funktionieren (können), ggf. weil einige Schaltkreise fehlen.
    Sowas hab ich auch schon bei einigen Mainboards gesehen. Da sind einfach Stellen, auf denen offensichtlich ein IC Platzfinden sollte, nicht bestückt - und somit auch einige Jumper nicht, da die sowieso nicht funktionieren.

    Zitat von darkhuhn

    sollte sich um nordholz handeln, nich 100% sicher. platten hab ich grad gut weggepackt... wichtig? dann gug ich. cd lw is ungetestet un steht nix drann, is ide.

    Nordwald wäre ja prima :) Bei den Platten gehts mir eher um den Interface-Typ (ob nun UDMA-33 oder -66 usw.). Und beim CD-Laufwerk steht wirklich nix da, nicht mal an der Front?
    ö.ö
    Ist ja seltsam...

    Zitat

    pentium 4 1,7ghz 478 getestet

    Was ist denn das für einer? Ein Northwood oder noch ein Willamette?

    Zitat

    10 wd ok
    20wd ok

    Haste auch hier die Modellnummern parat?

    Zitat

    cd lw

    Interface? Geschwindigkeit? Typ?

    Grüße, Xaar.

    Ja, die passen. Es sollten aber wenigstens paarweise gleiche (besser noch: identische) Module sein, da der K6 die ja paarweise anspricht (die SIMMs haben einen 32 Bit breiten Datenbus, der K6 einen 64 Bit breiten). Die Module, die ich hier genommen hab (4x 16 MB bzw. 4x 32 MB) sind alles verschiedene Typen, haben aber allesamt jeweils 16 MB Kapazität und jeweils 8 ICs drauf (bei den 32 MB-Modulen sinds je 16 ICs) und eine Zugriffszeit von 60ns.

    Wichtig ist also die gleiche Kapazität, gleiche Anzahl der verbauten ICs und die gleiche Zugriffszeit der beiden Module, die in einer Bank sitzen :)

    Den Rest können wir ja per PN regeln ;)

    Jo, also in dem Rahmen, in dem ich das feststellen kann, läufts ganz normal :)

    Zum Thema Cache und RAM schrieb ich bereits in #7 was.

    Cache sind 512 kB onBoard, RAM sind maximal 128 MB EDO-DRAM (also 4 PS/2-SIMMs zu je 32 MB) bzw. maximal 64 MB SDRAM (also 1 SDRAM-DIMM zu 64 MB). Allerdings machen bei solchen Pentium-Systemen mehr als 64 MB kaum Sinn, da bei den Systemen meist nur maximal 64 MB gecached werden. Mit mehr RAM kommts dann zu Performance-Verlusten. Wenn du magst, kannst du auch noch einen 64 MB-SDRAM-Riegel kriegen (gegen einen klitze kleinen Aufpreis). Ich merke gerade, ich hab keine passenden 64MB DIMMs (müssen scheinbar welche mit 16/18 ICs sein).

    Ob er nun genau deine 14,2 GB Festplatte ansprechen kann, kann ich wie schon mehrfach geschrieben nicht 100%ig sagen, da ich (wie auch schon mehrfach geschrieben!) keine funktionstüchtige Platte mit mehr als 8 GB (und weniger als 32 GB) Speicher habe.

    So, ich hab nun doch noch ein scheinbar funktionierendes BIOS mit Festplattenunterstützung >8 GB gefunden :b1:

    Es stammt von dieser Seite hier (viä Göögle-Ubersetzer):

    Google Nachricht

    Die WD307AA wird als 30 GB-Platte erkannt - und vorallem läuft das System nach einem Reboot auch noch :) - was unverständlicherweise bei der originalen BIOS-Version 1.3 06 nicht ging..

    EDIT: Ich hab jetzt mal 4x 32 MB EDO-PS/2-SIMM installiert und Knoppix 3.1 c't Edition gestartet. Läuft alles soweit prima. Die 128 MB RAM hab ich nur aufgrund des KDE genommen, da das mit weniger als 96 MB (?) RAM nicht startet. Die serielle Maus wird auch erkannt :)

    ö.ö

    Hab ein "neues" BIOS gefunden :) mit der Version wird die (defekte) WD307AA auch als 30 GB-Platte erkannt. Obs wirklich 100%ig geht, kann ich leider nicht sagen (da die WD307AA ja defekt ist). Nur seltsam ist, dass die "ältere" Version die 1.4T2 war, die "neuere" Version aber die 1.36. Dabei ist die 1.4T2 vom 25. März 1997, die 1.36 vom 25. September 1997

    Hm, ich hab gerade festgestellt, dass beide Soyos keinen AMD K6 unterstützen :\

    Allerdings kann ich dir das A-Trend empfehlen. Da läuft sowohl der AMD K6 drauf, als auch von CD-ROMs kann direkt gestartet werden =)

    Lediglich das Problem mit den Festplatten >= 8 GB besteht.. Allerdings hab ich irgendwo mal was von einem inoffiziellen Patch für die 8GB-Grenze gelesen. Ich schau mal, was sich da machen lässt.

    Nuja, es ist ja nicht so, dass ich die Boards damals alle original gekauft hab.. Die hab ich irgendwann mal bekommen. Das Einzigste 486er Board, was ich inkl. Original-Anleitung hab, ist das 486er Brett von meinem Vater. Ansonsten hab ich nur noch ein NEC V20-Board inkl. Originalanleitung - aber das hab ich damals auch komplett "neu" erworben ;D Aber immerhin gibts ja dank der TH99 wenigstens eine relativ zuverlässige und auch recht umfangreiche Datenquelle für solch alte Hardware :)