Sind beim BIOS-EPROM die Kontakte alle gut? Ich hatte schon EPROMs gehabt, deren Inhalt nicht richtig gelesen werden konnte, weil ein, zwei Pins leicht korrodiert waren und dadurch im EPROMmer manchmal der Kontakt richtig funktionierte und manchmal nicht. Da hat dann die Bearbeitung der Pins mit 'nem Glasfaserpinsel schon Wunder gewirkt. Wenn allerdings die Bits schon gekippt sind oder 'n Bonddraht weggegammelt ist (hatte ich auch schon!), dann bringt das freilich nix.
Was ist's denn für ein EPROM-Typ genau? Ein 27256 oder schon ein 27C256 (ich gehe davon aus, dass es 256 kBit sind, nicht 256 kByte - die wären für das BIOS alleine etwas üppig dimensioniert bei so einem Rechner)? Von denen dürfte ich was hier haben, wenn du da Bedarf hast.
Wir schreiben das Jahr 2019 …
Das hat leider aber so recht keine Aussagekraft. Ich hab' Geräte in allen Altersklassen ab ca. 40 Jahren und neuer hier - manche sind anfällig für Elkoausfälle (wie bspw. die Amiga 1200), andere wieder gar nicht (wie etliche DDR-Computer). Und wenn die Elkos zwischendrin getauscht worden sind, ist's noch unsicherer. Kommt auch auf die Qualität der verwendeten Elkos an - ob sie durch höher- oder minderwertigere Elkos ersetzt worden sind. Ich hatte schon Geräte, die 105-°C-Elkos im Original drin hatten, welche dann durch 85-°C-Elkos ersetzt wurden. Hier kannste imho nur durch Auslöten und Prüfen der Elkos (ESR, Kapazitätstest) schauen, ob die noch in Ordnung sind - oder man tauscht sie prophylaktisch komplett aus.
Ansonsten ist's recht schwierig, da 'nen Fehler zu suchen, da er überall herkommen kann. Kenne ich von meinem PC/AT: Bleibt dunkel und 'ne im AT nutzbare Diagnose-Karte schweigt sich auch darüber aus, was im Rechner noch vor sich geht. Ohne nähere Kenntnis vom Aufbau bzw. 'nen Stromlaufplan kannste da imho nur Bauteil für Bauteil ausbauen, prüfen und wieder einbauen oder ersetzen - was freilich eine Sysiphusarbeit und dank zumeist verlöteter Bauteile alles andere als schonend für die Leiterplatte ist. Bei ASICs wird's dann schon fast unmöglich, die vernünftig durchzutesten, wenn man nicht 'n funktionierendes Gerät hat, welches zum Testen genutzt werden kann.