Wegen der Chipfabrik ist es wohl nicht schade drum. Soweit ich das mal zusammengelesen habe, war die eh eine komplette Fehlentwicklung. Es hätten High End Chips da gefertigt werden sollen, die aber in Europa keiner gebraucht hätte. Die wären da eh alle nach Asien gegangen. Generell scheinen wir bei Chips an eine physikalische Grenze gestoßen zu sein. Die Strukturen sind inzwischen so fein, dass die nicht weiter zu schrumpfen sind. Irgendwann ist man halt bei einer Atomlage angelangt. Die Fertigungsprozesse heißen ja auch nur 2 nm, in Wahrheit sind es nur tlw. 2 nm, weil es halt nicht überall so geht. Zudem hat sich ja mit 10 Ghz gezeigt, dass es auch nicht funktioniert (schon p4), also hat man jetzt viele Kerne. Was im Server noch skaliert, tut es nicht am desktop - irgendwann hat man genug Kerne. Weshalb die Epic Workstations erstaunlich, aber einfach kein Allzwecktraumgerät sind.
Von Arm halte ich nichts. Die Idee ist halt ein sehr großes Package, dass halt von der Grafik ausgeht und alle Funktionseinheiten ranflanscht. Gepaart mit superbreiten Bussen. Das Problem sieht man beim Raspi. Grundlegend kann man den nicht ändern. Der Grafikteil ist quasi noch der selbe, nur Funktionskerne ändern sich. Das spürt ja auch gerade Nvidia, die ihren Superchip gebastelt haben und jetzt im Nachhinein festgestellt haben, dass der Grafikteil irgendwie keine gescheite Auflösung hinbekommt und für den Desktop Einsatz so kompletter Müll ist. Jetzt wollen die ne komplett headless KI Workstation draus machen. Der Mist an Arm ist, dass man sich komplett festlegt, was man mit machen will. Hat man keine externe Grafik vorgesehen, wird es auch keine geben. Zumal Arm einfach keine Endkundenfirma ist. Die haben ihren tollen Snapdragon Laptop Start schön in den Sand gesetzt, weil die OEMs für Treiber zuständig sind. Hat schon so toll bei Android Telefonen geklappt. Linux läuft auf dem Mist auch nicht richtig, man kanns wohl parallel booten, wenn man Firmwareblobs aus Windows lädt. Yeah. Das ganze Konstrukt ist so closed Source, dass es einfach Wegwerfprodukte werden. Die Frage ist wann. bei den alten Arm Versuchen was ja recht fix.
Risc V hat wohl das umgekehrte Problem. Es ist so offen, dass niemand ernsthafte Kohle in die Hand nimmt, um damit irgendwas Desktopiges zu machen. Könnte man ja sagen: EU mach mal was. Aber im Zweifel würden dann Russland & Co dankend zugreifen. Das wird wohl jenseits von Waschmaschinencontrollern wohl nur auf Entwicklerboards als Proof of Concept landen.
An sich ist die ganze Chipbranche super teuer geworden und nen Fehlschlag zieht einem ganz schön die liquiden MIttel aus den Schuhen. Für mich bleibt x86 als recht offene Umgebung die beste Wahl. Man verheddert sich nur in Komplexitätsdingen. PC Mainboards haben inwzscihen so viel Lagen, dass die einerseits total teuer sind, andererseits durch schnelle Schnittstellen immer mehr Strom fressen. PCI-E v6 soll für Desktop wohl kaum mehr realisierbar sein. AMD kriegt ja heute die Idle kaum unter Kontrolle. Da ist Intel noch besser. Warum? keine Ahnung, im Zweifel ältere Schnittstellen? Der krassesste Wandle ist sicher der Shift hin zu Mobilgeräten. Hat jemand in letzter Zeit mal einen Laptop CpU Test gelesen? Die Modellbezeichnungen versteht einfach niemand mehr. Die Leistung hängt heute 1:1 nur noch vom Kühlsystem ab. Ob 1000 € oder 150 € CPU, welche schneller ist bestimmt der OEM, was das schöne geschäft mit der Selektion komplett unsinnig macht. Am Ende haben die Leute nen Notbook das 20 Stunden läuft. Hat jemand 20 Stunden schichten? Lässt jemand wirklich nen Netzteil zu hause? Wo man beim P4 noch Ziegelsteine geschleppt hat, sind die heute eh komplett leicht und kompakt. Und die meisten Books werden eh an nen Schreibtisch gefesselt sein.