Smartphones und Tablets haben gegenüber dem Desktop-PC nunmal gänzlich unterschiedliche Bedienkonzepte...
Da stimm ich dir erstmal zu, aber würd noch zwei weiterführende Gedanken dazu äußern:
- Trotz unterschiedlicher Bedienung gibt es in der Nutzung große Überschneidungen. Gerade für alles, was großenteils Konsum ist (youtube, twitter, musik, podcasts, forum, auch sowas wie shopping) kann man ebenso gut mit einer onscreen-tasta machen. Die Idee ist es ja, dass man diese Sachen dann ebenso gut, nur schreibtischunabhängig an einem Tablet machen könnte, wodurch mal die Rolle des PC als Hauptrechner schon ernsthaft gefährden könnte. (wie gesagt, nur für private Nutzung. an klassischen Schreibtischarbeitsplätzen klappt das so nicht so einfach)
- So unterschiedlich sind die Konzepte nicht mal. Eigentlich unterscheidet sichs fundamental in zwei Dingen: 1. größere Knöpfe, okay die Begründung ist trivial und das ist prinzipiell auch erstmal nix, was man nicht auch mit der maus bedienen könnte, 2. eingeschränktes Fensterhandling. Das ist spannender, aber auch nichts unbedingt touchspezifisches, das hat Ubuntu mit Unity ja auch, und effektiv braucht mans wirklich selten, dass man viele Fenster gleichzeitig sichtbar hat. Die meisten Sachen sind entweder bisher auch fast immer Vollbild (z.B. browser) oder nur deswegen nicht immer Vollbild, weil das UI des entsprechenden Programms nicht so gut skaliert (z.B. chatfenster, wo man aufgrund kurzer Nachrichten die rechten 2/3 des Bildschirms weiß hätte)
EDIT: und wenn man wirklich mal in einem programm was machen will, während man in einem anderen nachschlägt, dann sind so tiling-ansätze wie in Windows 8 oder bisher mit Aero Snap eigentlich die bessere Variante gegenüber dem klassischen Konzept überlappender Fenster. ggf. könnte man diskutieren, dass man den Bildschirm öfters aufteilt als nur in zwei Teile, aber das grundlegende Konzept Tiling halte ich für richtig.
Auch wenn Tablets als Zweit- oder Drittrechner sehr beliebt sind, haben Desktops zum Daddeln / Schreibmaschinenersatz / etc. noch lange nicht ausgedient.
Das ist im Moment bei uns so, aber schau nur mal in die 2. oder 3. Welt nach Brasilien, Afrika oder Indien. Kaum einer hat dort einen PC, aber jeder Buschmensch in der letzten Ecke des Dschungels hat ein Handy. Das Potenzial mobiler Internetdevices insbesondere für Menschen, die bisher eben keinen PC hatten (und davon gibts richtig viele) kann man bisher nur schwer abschätzen, aber am Beispielmarkt der Mobiltelefone lässt sich erahnen, dass es gewaltig ist.
Windows 8 schafft es zumindest nicht...
das glaube ich bisher auch...es bleibt spannend. Viel Zeit hat MS ja nicht mehr, wenn sie das OS mitte des Jahres fertigstellen und im Oktober releasen wollen, in sofern rechne ich nicht mehr mit fundamentalen Änderungen am Konzept, aber das generell negative Echo dürfte dennoch nicht spurlos geblieben sein