Beiträge von Igor Todeshure

    Zitat von dr.zeissler

    würde das bedeuten, dass ein CGA Monitor auch EGA kann, VGA aber nicht.


    Alle Grafikstandards unterhalb VGA liefen mit TTL-pegeligen Digitalsignalen. Um mehr als 16 Farben zu erzeugen, schwenkte IBM bei VGA auf analoge Ansteuerung für die Grundfarben um, weil sonst immer mehr Signalstifte pro Grundfarbe (rgb) im Monitorstecker benötigt würden. Ein CGA-Monitor ist ein Festfrequenzmonitor für eine Horizontalfrequenz von 15.75kHz (in Anlehnung an klassische Fernsehsignale) - damit lassen sich auch alle EGA-Modi mit 200 Zeilen fahren, da deren Signal ebenfalls mit 15.75kHz rausgehauen wird. Die hochauflösenden EGA-Modi mit 350 Zeilen benötigen jedoch einen Monitor, der auch 21.8kHz synchronisieren kann, was einen CGA-Monitor überfordert. Ab VGA wurden die rgb-Kanäle wie gesagt analog ausgegeben, was normale CGA- und EGA-Monitore nicht verarbeiten können, außerdem laufen deren Signale mit 31.4kHz Horizontalfrequenz. Dies wurde benötigt, um Modi mit immer höherer Zeilenzahl trotzdem mit Vertikalfrequenzen von 60 bzw. 70Hz darstellen zu können - sonst würde es unerträglich flimmern.
    In der Übergangszeit gab es sog. Multiscan-Monitor (z.B. die NEC Multisync Monitore), die einen weiten Bereich von Horizontalfrequenzen (ca. 15kHz - über 32kHz) synchronisieren konnten und sowohl einen TTL-Digitaleingang als auch analogen VGA-Eingang hatten.

    OS/2: geht nicht auf 8088/8086. OS/2 1.X benötigt mindestens einen 80286er, OS/2 2.0 und höher mindestens einen 386er, OS/2 4.0 ab Fixpack 13 einen 486er.

    EGA: benötigt einen Digitalmonitor, der aber nicht kompatibel zu aktuellen TFTs ist. Der CGA-Monitor kann aber bis auf die EGA-Auflösung mit 350 Zeilen alle EGA-Modi darstellen, also z.B. 640*200 bei 16 Farben. Die meisten EGA-Karten haben DIP-Schalter, um den Monitor einzustellen, sodaß keine zu hohen Auflösungen aktiviert werden.

    Die meisten XTs mit höherem Takt lassen sich auf kompatible 4.77MHz herunterschalten. Was alte Programme angeht:
    alte Sierra-Spiele laufen mit CGA (scheußliche Farben!), manche auch mit Hercules-Grafik (scheußlich "gedithert").
    Ultima 1- 6 sollte gehen, außerdem vermutlich "Eye Of The Beholder" 1 u. 2.
    Ansonsten könnte man in Turbo Pascal 3.0, ggf. auch 4.0 noch ein bischen programmieren. Ich empfehle, nach einer 8-Bit-VGA Ausschau zu halten und die einzubauen - dazu noch ein Soundblaster 2.0 und die Spiele machen richtig Spaß.
    Mit der VGA gehen dann auch die alten "Prince Of Persia", Teil 1 u. 2.

    Ich habe hier noch ein Paket OS/2 1.3EE, bei dem einige Disketten defekte Sektoren haben (leider keine leeren Bereiche). Da ich keine zweite Quelle habe, um die defekten Dateien zu ersetzen, habe ich mir mit denen aus einem Fixpack geholfen. Das ist zwar unelegant, ermöglicht aber immerhin die Installation.

    Zitat von Aquanox1968

    Eigentlich schade, dass niemand hier ist, der eine MX in nem K6 hat.
    Die Erfahrungen dieser beiden Kombinationen wären doch irgendwie interessant.


    Ähm, was willst du denn womit vergleichen? Ich habe hier momentan noch einen Testaufbau mit P5A stehen, maximal wären 768MB und ein 500er K6-2 machbar. Als VGA neben diversen Matrox hätte ich eine Gf2, Gf3Ti200, Gf4MX und Gf4Ti4200 als AGP sowie eine Gf2MX als PCI da. Ich kann aber nur mit synthetischen Benchmarks aus der 3DMark-Reihe dienen.

    Zitat von Aquanox1968

    Mir ist vor kurzen eine G200 Agp "in die Hände gefallen".
    Ist an den Gerüchten was drann, das die bei OpenGL schwächelt ?


    Ich habe mich mit OpenGL nie wirklich befasst. Daher kann ich die angeblich miese Qualität der Treiber diesbezüglich auch nicht selbst bewerten. Fakt ist, daß der OpenGL-Treiber lange ein separater Treiberaufsatz war, der erst einige Zeit nach Markteinführung der G200 in den normalen Treiber integriert wurde. Das kann natürlich ein Indiz für Unausgereiftheit sein. Ansonsten war ich sowohl mit den WIN- als auch OS/2-Treibern immer sehr zufrieden, wobei ich dir aus Performancegründen schon nahelege, eine G4X0-Karte abzugreifen. Im Zweifelsfall ist eine G400 übrigens flotter als die jüngere G450, für erstere gibts außerdem noch WIN3.1X-Treiber.

    Das ist ein bekannter Effekt, den ich auch mit "Cool Edit Pro" manchmal habe, wenn man die Entrauschung zu stark macht bzw. das Grundrauschen insgesamt zu stark ist. Das kommt daher, daß der Fingerabdruck des Rauschsignals auch Frequenzanteile enthält, die im Oberwellenspektrum des Nutzsignals vorhanden sind. Beim Denoisen kann die SW nicht erkennen, ob die herausgefilterten Oberwellenanteile zum Rauschen oder zum Nutzsignal gehören, daher wird auch immer das Nutzsignal entwas verfremdet. Diese Verfremdung ist umso stärker, je stärker das Rauschen ist. Da hilft nur Ausprobieren und einen Kompromiss finden zwischen Verfremdung und nicht entferntem Rauschen.

    Mein Prachtstück habe ich hier ausführlich beschrieben:

    https://www.winhistory-forum.net/retro-pcs-von-…t-retro-pc.html

    Ein PIII ist zwar nicht so ganz Retro, aber ich habe eigentlich jede Technologie ab 386er mit ähnlicher SW-Konfiguration hier stehen, NT4 und NT5 geht natürlich erst ab den 486ern, außerdem ist auf den 386ern nur die FE von WIN98, da der integrierte IE bei der SE sich nicht mehr mit 386ern verträgt.
    Ein 286er mit Dualboot für WIN3.1 und OS/2 1.3 ist im Aufbau.
    Obiger PIII hat inzwischen einen 900er PIII anstelle des Celeron, 1GB RAM und etwas größere Platten, außerdem eine G400Max.

    Zitat von Blue

    was meint ihr den fürn cache riegel? son übergroßen edo ähnlichen?


    Also diese sog. COAST-Module (Cache-On-A-Stick) kenne ich erst ab Sockel5/7-Boards. 486er-Boards hatten i.d.R. vier oder acht einzelne DIL-Chips plus zusätzlichem TAG-Chip. Mag sein, daß das bei Markenherstellern anders war.

    Ich bin seit ein paar Monaten auf dem "Star Trek Retro-Trip", d.h. ich schaue alles ab TNG in der Reihenfolge der Erstausstrahlung. Momentan bin ich bei DSN in der 4. Staffel und VOY in der 2. Staffel. Es folgt jetzt DSN S4E08 "The Sword Of Kahless".

    Dirk: sorry, aber ich mußte eben feststellen, daß beide 486er, die in Frage kommen, darnieder liegen. Der DX2-66VLB macht komische SCSI-Plattengeräusche und bootet gar nicht, der AMD 5X86PR75 macht beim WIN98-Start einen Explorer-Fehler und hinterlässt dann einen leeren Desktop, sodaß man nur über STRG-ALT-ENTF im Taskmanager Shutdown auswählen kann. Na dann weiß ich schon, womit ich mich im Urlaub nächsten Donerstag beschäftigen kann: 486er wiederaufsetzen :(