Beiträge von Igor Todeshure

    den stream des neuen "Dead Can Dance"-Albums von deren Webseite.
    Erster Eindruck: für 14 Jahre Pause seit dem letzten Studio-Output erstaunlich wenig Weiterentwicklung - die brauchen wohl Geld und gehen auf "Nummer Sicher".

    Am schlimmsten sind die, die glauben, nur weil man sich mit HW auskennt, müßte man auch für jedes x-beliebige SW-Problem eine Lösung aus dem Hut zaubern können. Ähm, wie soll ich wissen, wie dies und das bei z.B. Photoshop geht, wenn ich selbst dieses Programm noch nie benutzt habe. Aber mit RTFM kommt man bei deren Einsichtsvermögen auch nicht weiter, denn die haben die SW meistens eh nur auf gebrannten Datenträgern und dann natürlich kein Manual. Etwas entspannt hat sich die Lage, seit die Daus wissen, wie man googelt - früher gab es für diese Lücke meistens nur die Schrottpublikationen von Sybex, Tewi, Data Becker usw.


    Ich denke, die technische Kompetenz entwickelt sich indirekt proportional zur Popularität von Computersystemen. Diese Entwicklung erscheint mir ehrlich gesagt sogar natürlich.
    ...
    Was bedeutet das aber jetzt für die Computerbranche? Die Anzahl der wirklichen Spezialisten nimmt ab, dafür können diese wiederum zu gefragtem Personal werden. Der Otto-Normal-User hingegen muss immer weniger Ahnung haben, um etwas zu erreichen, wofür man vor Jahrzehnten noch eine Spezialausbildung brauchte oder sich durch dicke Bücher kämpfen musste. Aber das Gesamtbild wird immer gleich bleiben: Wenig Leute mit wirklich viel Ahnung und viele Leute, die einfach nur nutzen wollen, ohne genaue Kenntnisse haben zu müssen. Nur das Fenster verschiebt sich von Hochkomplex in Vereinfacht.

    Das deckt sich mit meiner Wahrnehmung:
    Die Entwicklung des "persönlichen Computers" von einem "Spezialwerkzeug für Eingeweihte" zu einem Allerweltsgerät ging in mehreren Etappen:
    - Ende der 80er Jahre fingen die Studis der technischen Studiengänge an, sich einen PC anzuschaffen
    - einige Jahre später waren es Studis der z.B. Geisteswissenschaften
    - durch die Verbreitung von WIN95 und die ersten Aldi-PCs wurden PCs dann wirklich so verbreitet wie Toaster und Mikrowellen -> das Problem war nur, daß die Kisten nicht so einfach zu benutzen waren, was aber M$ und andere suggerierten.
    Leider sind die Otto-Normal-User nicht bereit, bei Problemen für fachliche Hilfe auch angemessen zu bezahlen, da sie glauben, sie hätten ein Anrecht darauf. Mit der erzeugten Erwartungshaltung und dem wenigen Sachverstand können sie auch gar nicht bewerten, wo ihre Ansprüche aufhören und wo die nicht enthaltenen Zusatzleistungen anfangen. Viele glauben halt, wenn sie einen PC mit vorinstalliertem Windows gekauft haben, daß der Händler es ihnen umsonst wieder draufspulen muß, wenn sie es selbst verhuddelt haben.
    Daran sind inzwischen zwei meiner ehemaligen Arbeitgeber gescheitert - einer ging 2004 in die Insolvenz, der andere hat nach 17 Jahren seine örtliche Filiale geschlossen, da sie sich nicht mehr rechnete.
    Wer sich abseits der "Wald-Und-Wiesen-PCs" eine Nische sucht, z.B. mit umfangreichem Service für Uni-Institute kann aber trotzdem gegen Saturn, Mediamarkt und Aldi bestehen, wenn er es geschickt anstellt.

    Aus zwei mach eins oder so ähnlich:

    2* Compaq NC6120 Notebooks: eins mit Flexing-Problem auf dem Board, eins mit zwei Druckstellen (diffuses Dauerleuchten bei schwarzem Hintergrund) im Display (da hat der Vorbesitzer etwas schweres draufgestellt, sodaß sich bei zusammengeklapptem NB zwei Gumminipsel von der Tastatur ins Display gedrückt haben.
    Nachdem ich im Netz das passende Servicemanual gefunden habe und mir mein Bruder den passenden Torx-Schraubendreher geliehen hat, habe ich bei beiden NBs die Displays einfach getauscht. Nun habe ich eines, welches vollkommen ok ist und mir zukünftig als mobiles Arbeitsgerät dienen wird und eines für Testzwecke, bei dem man ab und an mal auf die rechte vordere Gehäusekante drücken muß, um den Flexing-Fehler temporär zu beheben. Solange man das Gerät dann still stehen lässt, tritt der Flexing-Fehler nicht auf - nach einem Transport ist ggf. wieder sanfter Druck angesagt.

    Nun habe ich tatsächlich ein NB gefunden, auf welchem sich die RP installieren lässt. Es ist ein Compaq NC6120 mit 1.86GHz-Pentium-M.
    Von den enthaltenen Komponenten wird bis auf das Modem (kann ich gut drauf verzichten) und den Grafikchip (ist schon ärgerlicher) alles unterstützt - teilweise natürlich erst über online gefundene Treiber.
    Der generische Displaytreiber macht seinen Job soweit ganz gut, Aero funzt ganz flott, und sogar ältere 3DMarks kriechen mit der emulierten 3D-Entschleunigung. Für 3DMark03 werden allerdings utopische 38000 3DMarks ausgespuckt - ich könnte den Wert ja mal in die Online-Rangliste übertragen.
    Leider wird die native Auflösung von 1400*1050 Pixeln nicht angeboten, sodaß bei 1280*1024 Schluß ist.
    Naja, ähnlich dem Urteil der c't vermag ich für klassische PCs bzw. NBs den Mehrwert bzw. Fortschritt gegenüber W7 bislang nicht zu erkennen, ich werds aber nicht gleich wieder löschen, da ich die Kiste nicht produktiv nutze - vielleicht habe ich ja wirklich mal Lust, mich auf das System einzulassen.
    Spannend wäre es, den generischen Displaytreiber aus W8 herauszuschälen und für Vista/W7 lauffähig zu machen.

    zur Info: die Boards aus der Zeit hatten eigentlich immer einen 2- oder 3-poligen Anschluß für einen Turbo-Schalter. Bei 386ern und kleiner wurde tatsächlich die Taktfrequenz umgeschaltet, ab 486ern wurde damit i.d.R. der Cache ein- und ausgeschaltet. Die Taktanzeigen waren eigentlich immer frei einstellbar - ich habe mir angewöhnt, anstelle von Zahlen "HI" bzw. "LO" einzustellen.


    Es lohnt sich c't 14/12 zu lesen. Seite 92ff. Da gibts ne Bewertung von Win 8 speziell für desktop. fazit ist: finger weg. was für ein wortspiel.


    Als Nicht-Mehr-Abonent habe ich die Ausgabe eh erst morgen. Da ich aber auch dann im "Nachtfrei" bin, werde ich die freie Zeit dazu nutzen, nochmal in meinem Fundus nach einem W8-tauglichen NB zu schauen. Das von dir genannte Urteil war von der c't eigentlich nicht anders zu erwarten, wenn man deren Berichterstattung der letzten Monate verfolgt hat.
    Mal etwas provokant zum zukünftig fehlenden Startmenu formuliert (nicht unbedingt meine eigene Meinung):
    1. Haben nicht einige der älteren von uns bei Einführung von WIN95 gelästert, wie unlogisch es sei, auf "Start" zu gehen, um den Rechner zu beenden?
    2. Hat IBM mit der Workplace Shell in OS/2 2.0 bis 3.00 nicht eindrucksvoll gezeigt, daß eine OS-Oberfläche auch gut auf ein Start-Menu verzichten kann? Das notdürftig angeflanschte und fremdentwickelte Warpcenter in OS/2 Warp4 war von vielen doch als halbherziges Zugeständnis an den Erfolg von WIN95 angesehen worden und weichte das eigentliche Benutzungskonzept der WPS auf.

    The Who - Hall Of The Mountain King
    (eine psychedelische Vergewaltigung des Edvard-Grieg-Themas, die man so auch Pink Floyd zutrauen würde)

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ich werde später nochmal die BIOS-Einstellungen prüfen.
    Die Kisten machen keinen Reboot sondern melden nur irgendwelche Errorcodes, wenn man von der DVD gebootet hat. Installiert man von innerhalb W7, ist die Aussage, daß die CPU inkompatibel zu W8 sei. Beim PIII-System wird gesagt, das System sei inkompatibel. Die Meldungen unterscheiden sich also im Detail schon etwas.

    Ich wollte mir eben auch mal die Build 8400 auf 'nen Testrechner knallen. Offensichtlich hat M$ jetzt ziemlich radikale Sperren eingebaut:
    - ein erster Versuch mit 1400er Tualatin auf i815-basiertem Board ging nicht.
    - ein zweiter Versuch mit 2800er P4 auf i845-basiertem Board ging auch nicht.
    - selbst ein 3GHz-P4 mit HT auf i865-basiertem Board ging auch nicht.

    Wenn es in meinem AMD-basierten Dualcore-Notebook auch nicht läuft, klinke ich mich aus eventuellen weiteren Tests oder gar Quälversuchen aus :(

    Der Treiber heißt ATAPI.SYS, aber die Systempartition kann trotzdem noch nicht größer als 4GB sein, da sie während der Inst als Pseudo-FAT mit maximal 4GB und erst später nach NTFS konvertiert wird. Der ursprüngliche ATAPI.SYS kann aber IDE-Platten nur bis 8GB ansprechen, was nicht so wirklich zeitgemäß ist. Ist NT4 erstmal installiert und das SP6A drauf, kannst Du mit Partitionierungstools die Systempartition auch verlustfrei vergrößern.