Aber eben gerade Schattenkopien sind ja der grosse Vorteil. Microsoft wird meiner Prognose nach ihren NTFS-Defragmentierer daher früher oder später aussterben lassen.
Die Zeiten, in dem man das Dateisystem nachträglich in eine leserliche Form zwingt, sind schlichtwegs gezählt.
Als Defragmentierung in Mode war, hatten wir: Ein Prozess, der eine Datei, auf einem rotierenden Datenträger in einem Stück einliest. Daher war es wichtig, dass die Stücke der Dateien beieinander lagen.
Heute haben wir mehrere Prozesse, die mehrfach auf mehrere Dateien auf mehreren Dateisystemen zugreifen, auf verschiedenen Datenträgern zum Teil gar nicht mehr rotieren (SSDs) und daher überall gleiche Zugriffszeiten aufweisen.
Das Betriebsystem muss so oder so die ganze Zeit auf den Datenträgern herumspringen, da bringt es nichts, wenn man die Dateien beieinander behält, weil man nicht mehr eine Datei am Stück sondern, eher mehrere Stücke aus verschiedenen Dateien braucht.
Zusammen mit Caches im mehr als reichlich vorhandenen Arbeitsspeicher und vorauslesenden Algorithmen kann man das performante Auslesen eines fragmentiertesn Datenträgers daher als gelöstes Problem betrachten.
Probleme verursacht momentan eher das Schreiben (weil die Daten ja auf der Platte laden müssen und nicht ewig im Cache gammeln dürfen wie beim Lesen), und da bieten Schattenkopien eine ideale Möglichkeit, das Schreiben zu verschnellern: Weil man (siehe oben) nicht mehr all zu stark auf ein defragmentiertes System achten muss, kann man sich das zeitaufwendige Suchen und Ersetzen der alten Daten sparen und schreibt es dorthin, wo es gerade am besten und schnellsten geht. Mit dem Vorteil, dass man auf die alten Daten zurückgreifen kann.