Beiträge von gandro

    Meine Güte, kriegt euch wieder ein.

    Leute die generell GUIs verteufeln oder umgekehrt Shells für altmodisch halten, labbern beide Unsinn, weil sie Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Für Support eignet sich die idR Shell besser, weil ein Shell-Befehl ("sudo apt get install Paketname") eindeutiger und kürzer ist, als GUI-Pfade ("Klick auf System -> Einstellungen -> Packetverwaltung, dann im Menü -> Suchen -> Paketname eingeben. Dann das Häckchen klicken und bestätigen").

    Im Bezug auf diesen Thread bedeutet das:

    "dpkg -i Paket.deb" läuft garantiert, weil es auf jedem Debian-System funktionieren wird, weil ein eindeutiger Befehl.

    Der Verweis auf den Doppelklick im Dateimanager kann einfacher sein, ist aber nicht eindeutig, weil nicht jeder Dateimanager gleich konfiguriert ist.
    Darauf sollte man Hinweisen, wenn man solche Tipps gibt, aber nur weil sie nicht zuverlässig funktionieren, ist das kein Grund solche Tipps generell als Unsinn abzustempeln. Man kann Shell ja als Fallback angeben.

    Es gibt drei Gründe, warum als kleiner Programmierer Quellcode veröffentlichen eine gute Idee sein kann:

    - Sicherheitsanalyse. Es gibt viele Leute, die sich für Sicherheitskram interessieren und daher auch einfach aus Spass mal deinen sicherheitskritischen Quellcode durchlesen und dir Tipps geben können, was da kaputt sein kann. Bei geheime Algorithmen finden auch Analysen statt und es werden Lücken gefunden (z.B. Skype), nur gibt dir dann keiner Verbesserungsvorschläge.

    - Nützlichkeit. Ab und zu schreibt man ja auch Programme, die nützlich sind und von anderen verwendet werden. Da kommt es dann gerne vor, dass da jemand selber noch eigenen Krams hinzufügen will.

    - Lernen. Lernt man Programmieren oder lernt man eine neue Sprache, dann kann es sinnvoll sein, die ersten eigenen Programme hochzuladen, damit Leute mit Erfahrung einem Tipps geben können.

    Zitat von Sje

    gandro, jetzt vergleichst du aber Birnen mit Äpfeln.


    Wo?

    Zitat von Sje

    EFI ist absolut Unnötig, man müsste das klassische BIOS halt mal entrümpeln.


    Diese Aussage zeugt davon, dass du keinen Plan hast, was das BIOS tut und dass man es eben nicht einfach entrümpeln kann, schau dir coreboot an. Im Gegenteil, um BIOSe benutzbar zu halten, muss man sie nur noch weiter aufblähen, damit man komplexe Dinge wie Hotplug-eSATA über das uralte BIOS-API für Festplatten noch getunnelt kriegt.

    Zitat von oreissig

    klar is schneller booten nice, aber 2sec sind für mich jetz auch kein umwerfendes Feature


    Die wenigsten technischen Erneuerungen bieten dem Endbenutzer sofort mehr Features. Bitverdoppelung, zum Bleistift.

    Nur werden beim BIOS hingegen werden garantiert keine Features mehr kommen, und BIOSe wird man aufgrund der uralten API auch nicht mehr attraktiver machen können.

    Ich weiss zwar ehrlich gesagt nicht, wie offen EFI für Entwickler ist, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das eine komplett neue Plattform für Mainboard-Hersteller bietet, um tolle Dinge in ihre Firmware zu packen, wie z.B. nen FTP-Server im EFI oder solche Spässe.

    Zitat von oreissig


    Weiß nich, was ich hier grad überseh, aber was soll man mehr als booten?


    Das ist ja der Punkt. Dein BIOS braucht in der Regel trotzdem noch 2-3 Sekunden bis zum Bootloader.

    Weil es diesen ganzen alten Scheiss von PS/2-Emulation über das BIOS-API (z.B. CDROM und Flopy und Harddisk über IDE und USB und SATA - und das ist nur der kleinste Teil) macht, was am Ende keiner braucht, weil das Betriebsystem das so schnell wie möglich wieder aus dem Speicher wirft, weils riecht.

    Nein, es gibt keine Alternative zu EFI und es wird nicht alle Probleme lösen, die uns das BIOS beschert. Nur wird das BIOS trotzdem nicht zeitgemässer, in dem wir es weiter faulen lassen.

    x86 hat sich in den letzten 10 Jahren gewaltig verändert: Bitverdopelung, mehrere Speicheranbindungen, neue Festspeicheranbindung, neuer Systembus. Jetzt ist die Firmware (die sich gemäss "Standard" noch an die alten Komponenten halten muss) dran, wo ist das Problem? Deine Argumentation klingt mir irgendwie wie "IDE tuts doch auch seit 20 Jahren, warum brauchen wir SATA".

    Jo, BIOS stinkt und mieft. Nachtrag: Darum. Elender Müll voller Hacks und wird von einem modernen OS eh nicht benötigt werden sollte, bietet keine Flexibilität und alles. Verweise hierbei auf jegliche Vorträge des coreboot-Projektes.

    Nein, EFI braucht keiner. Aber dieser alte stinkende BIOS-Müll muss endlich weg.

    Zitat von oreissig

    ich ehrlichgesagt auch nicht, ich hätte persönlich nämlich erwartet, dass MeeGo quasi einfach Maemo 2.0 fürs N900 wird, aber irgendnen grund wirds schon haben, warum MeeGo bereits frühzeitig offiziell abgekündigt wurde


    Hat das nicht damit zu tun, dass es bisher die MeeGo-Userexperiences (GUIs) bisher nur für Netbooks und Tablets brauchbar ist, und die Smartphone-Version schlichtwegs noch nicht taugt und die das wohl nicht mehr im Support-Zeitraums des N900 mehr sehen?

    Noch kurz zu Android: Ich kann keine Erfahrung kundtun, ich hatte schon diverse Android-Telefone in der Hand, aber es nie selber länger als 5min benutzt, aber um kurz paar Dinge zu klären, denn zumindest technisch hab ich das eine oder andere mitgekriegt:

    Google-Zwang war anfangs für die Aktivierung notwendig, ist aber schon seit langem nicht mehr nötig. Android ist ohne Google-Spionage möglich. Nur ist Google halt dermassen gut integriert, dass es zwar Alternativen gibt, die aber keiner verwenden mag.

    Aber hey, man hat als Konsument zumindest die Wahl und die Konkurrenz hat die Möglichkeit es besser als Google zu machen.

    Versionierung hingegen ist wohl ein bisschen ein Problem, Google haut da eine Version nach der anderen raus (wie bei Chrome z.B. auch, den gabs vor drei Jahren noch nicht und jetzt arbeiten sie an Version 6) und das haben gerade die Hersteller unterschätzt und gerade die ersten Android-Versionen dermassen stark angepasst, dass man die Änderungen nicht einfach auf die neue Version portieren konnte (z.B. HTC Sense für 1.5/1.6). Das wird sich wohl bessern, weil sowohl die Hersteller als auch Google sich etwas aufeinander besinnt haben.

    Dass Apple in Sachen Usability und User Experience vermutlich die Nase vorn hat, das werden auch die wenigsten bezweifeln. Aber übel wie die Pre-iPhone-Smartphone-Betriebsysteme (wie sich das manche Apple-Menschen offenbar vorstellen) ist es dann bei weitem nicht.

    Android bietet ne tolle Benutzerfreundlichkeit, nur können sie Apple in der Hinsicht erwartungsgemäss nicht das Wasser reichen - dafür holt Google das mit ihrer Offenheit wieder wett, was hier und dort dem Endbenutzer einen Mehrwert bietet. Beispiel: Die ETH SMS-App, mit der man SMSen über das ETH-SMS-Gateway verschicken kann und dessen SMSe dann im "Gesendet"-Ordner der SMS-App von Android landen.

    Nachtrag: Von daher darf man imho bei Android schon von einer iPhoneOS-Alternative sprechen. Es ist nicht das gleiche in besser und damit ein iPhone-Killer, aber deswegen ist es auch nicht schlechter und nur für China-Clones zu gebrauchen, sondern bietet seine eigenen Highlights.

    Wobei das aktuelle Android-Flagschiff, das HTC Evo 4G dem iPhone 4 jetzt auch nicht wirklich unterlegen ist, bis vll. auf den Bildschirm ("nur" 480×800px) und SD-Slot anstatt interner Speicher. Beides durchaus brauchbare Geräte.

    Zitat von Sje

    Die Politiker sollten mal ihre Diäten ordentlich kürzen, da ist viel Einsparpotenzial.
    Ausserdem frage ich mich wozu der Köhler als Ex-Präsident noch Monatlich 17500 € vom Staat kriegt oder der Kohl um 20000 € ...


    Das ist relativ betrachtet kein übermässig grosser Lohn, betrachtet man, dass so ein Politiker idR mehr als 8 Stunden pro Tag arbeitet. Jeder bessere Ingenieur kriegt soviel.

    Holgi (Klein) meint, dass wenn Abgeordnete mehr Lohn kriegen würden, evtl. auch qualifiziertere Leute den Job machen würden, und nicht nur die grössten Vollpfosten (denn wenn du viel kannst, kriegste in der Wirtschaft mehr Geld als in der Politik).

    Nachtrag: Auch Geld nach dem Amt ist an sich keine schlechte Idee, denn es würde indirekte Korruption verhindern. Wenn ein Politiker abgewählt wird und wieder selber für seine Brötchen schauen muss, dann wird er wohl während dem Amt eher zum Vorteile möglicher zukünftiger Arbeitgeber handeln, als zum Vorteile des Volkswohl.

    Zitat von Blue-Fox

    GEZ erhöhen.


    Bevor hier jetzt nen Flame ausbricht: Ich habe keine Ahnung, aber die GEZ ist doch unabhängig vom Staathaushalt, eben aus dem Grund, damit die Politik keinen Druck auf die Medien ausüben kann.