Zitat von klemmi
Gegen Denker wie Mach habe ich ja auch gar nichts. Mach war auch im Wiener Kreis. Diese Vereinigung wird aber im Zitat direkt abgelehnt, obwohl der Wiener Kreis in meinen Augen echt vernünftige Ansätze hat!
[...]
Die sprachanalytischen Philosophen halten nicht allzuviel von Kants Theorien.
Nachtrag:
Hab vorhin mit einem Freund diskutiet, der Philosophie studiert und hab ihn darauf angesprochen.
Wie im Beitrag eigentlich steht, wenn man ihm genau liesst, wurde dem Wiener Kreis von Wittgenstein nicht wiedersprochen! Die Ideen des Wiener Kreises wurden in Betrachtung der analytischen Philosophie (auch Sprachkritik) von Denken wie Wittgenstein (im besonderen) nicht wiedersprochen. Im Gegenteil, Wittgenstein und andere waren selber Teil des Wiener Kreises und versuchten, Philosophie, weil sie in Sprache ausgedrückt so missverständlich ist, auf Empirie und damit sprachlich auf vorhandene Begriffe zu reduzieren.
Es hat sich aber herausgestellt, dass wenn man mit der vorhandenen Sprache als solches philosophische Probleme nicht angemessen formulieren kann, weil es einfach (sprachlich) zu kompiliziert wird, um eindeutig genug zu sein. (Wer Kant liesst, weiss was ich meine). Daher hat sich dann die Philosophie und Wittgenstein im besonderen wieder zurückbesonnen und lief daraus hinauf, dass man philosophische Probleme in Alltagsprache formuliert. Weil nicht die Welt die Sprache formt, sondern die Sprache von der Anwendung auf die Welt geformt wird.
Sprachkritiker wie der genannte Wittgenstein stehen damit nicht wirklich in Kontraposition zum Wiener Zyrikel, sondern sind eher als Weiterentwicklung (oder um beim Wortlaut der Zeit zu bleiben: Revision) zu verstehen.
Hoffe das macht einigermassen Sinn, weil bin nicht mehr ganz nüchtern. Bis morgen.