Beiträge von Arnulf zu Linden


    Ja, habe schon dran gedacht, mir so einen Drive Manager zu installieren, der den Rest der Festplatte zugreifbar macht. Muss ich mich mal mit beschäftigen. :)

    Die Sache hat zugegebenermaßen einen Nachteil. So ein DDO muss zu aller erst installiert werden! Daher musst Du danach erneut das Windows 95 B installieren, oder Du klonst das vorher auf eine kleinere Platte, die vom BIOS aus komplett angesprochen wird, und schaufelst es nach der Installation des DDO wieder zurück. Außerdem landet das DDO im MBR. Da darf also kein anderes Programm rein schreiben. Vorsicht ist also geboten, falls auf die Platte auch noch ein Linux drauf soll.


    Auch mit Platten dürften die meisten 486er Probleme haben.

    Wenn eine IDE-Festplatte drin steckt, sollte es keine größeren Probleme geben. Eine ggf. notwendige Ersatzfestplatte muss lediglich ≤ 128 GB Kapazität haben, also ohne LBA48 auskommen. Wenn das BIOS nicht die volle Kapazität nutzen kann oder gar Unsinn anzeigt, stellt man halt C,H,S = 1024,16,63 (504 MB) ein und installiert ein DDO, wenn DOS oder Windows 9x drauf sollen. Wenn zusätzlich noch ein Linux drauf soll, darf man dafür aber keinen Bootloader (LILO, Grub) im MBR installieren, weil das das DDO überschreiben würde. Den Linux-Kernel schubst man von DOS aus mit loadlin an.

    Du machst Dir das Leben unnötig schwer. Warum zum Geier muss das gesamte Linux verschlüsselt werden?

    Soweit ich Dich verstanden habe, geht es Dir um den Schutz von Daten. Installier das Linux ganz normal auf ext4 ohne crypto-Gedöns und lege eine zusätzliche Partition an, auf der Du dann ein crypto-Dateisystem anlegst und dort Deine sensiblen Daten ablegst. Diese Vorgehensweise bietet mehrere Vorteile:

    • Die Installation von Linux wird stark vereinfacht.
    • Die Konfiguration des Bootloaders wird vereinfacht.
    • Die spätere Administration von Linux wird vereinfacht.
    • Das crypto-Dateisystem kann aus dem laufenden Linux heraus angelegt und verwaltet werden.
    • Bei Startproblemen ist das installierte Linux sehr viel leichter zugänglich und ggf. reparabel.
    • Wenn es das Linux mal zerlegt, sind nicht notwendigerweise auch die verschlüsselten Daten betroffen.
    • …


    Wofür steht das Managed den?

    Managed heißt, dass Du das Teil konfigurieren kannst. Das geht je nach Gerät z.B. über ein Webinterface ähnlich wie bei Deiner Fritzbox. So etwas braucht man aber nicht in einem überschaubaren Netzwerk! Da reicht ein unmanaged switch völlig aus.


    Wenn ich also ein NAS nehme und dort einen Raid 1 bilde, und das NAS dann kaputt geht, brauche ich also wieder genau das selbe Teil da sonst die daten nicht mehr lesbar sind?

    Das kommt auf das NAS an. Wenn es Hardware-RAID1 macht, ja. Wenn es Software-RAID1 z.B. auf Linux-Basis macht, nein. In letzterem Fall kannst Du, wenn das NAS abraucht, die Festplatten in eine Linux-Kiste stecken und dort auf das RAID1 zugreifen.


    Meinen Switch kann ich einfach via. Ethernet Kabel mit der Fritzbox verbinden und es läuft?

    Ja. Achte nur darauf, dass Du einen 1000Base-T-Port an der Fritzbox dafür benutzt. Es gibt Fritzboxen, die haben auch 100Base-TX-Ports dran (z.B. Fritzbox 7360: 2× 1000Base-T + 2× 100Base-TX). Je nachdem, was alles mit der Fritzbox gemacht wird und mit welcher Bandbreite das Internet dran hängt, kann 100Base-TX zwischen Fritzbox und Switch ein Flaschenhals sein. Als Kabel für 1000Base-T ist Cat.6 sinnvoll, da Cat.5e damit am Anschlag läuft und somit keine Reserven (Verschlechterung der Kabelqualität durch Alterung oder ruppige Verlegung) hat.


    Wenn ich viel zu berechnen habe und es auf mehrere Prozessoren oder Prozessorkerne aufteile geht es doch schneller ?!?!?!?!?!?!?

    Das hängt extrem vom Rechenverfahren ab. Wenn parallelisiert werden kann, bringen mehr Kerne mehr Geschwindigkiet. Wenn nicht parallelisiert werden kann, bringt ein höher getakteter Kern mehr Geschwindigkeit.

    Beispiele:

    Berechnungen mit der Finite-Elemente-Methode lassen sich meist bis zu einem gewissen Grad parallelisieren. Hier gewinnen i.d.R. also mehr Kerne. Aber Achtung! Das gilt nur für vollwertige Kerne mit eigener FPU. Beim Intel Core zählt das HT nicht mit. Beim AMD FX zählt jedes Modul nur als ein vollwertiger Kern.

    Berechnungen mit der Finite-Differenzen-Methode lassen sich i.d.R. gar nicht parallelisieren, da jeder Rechenschritt das Ergebnis des vorherigen Rechenschritts benötigt. Hier gewinnt also ein möglichst hoch getakteter Kern. Sofern die übrigen Kerne nicht mit etwas anderem beschäftigt sind, kann hier Turbo Core o.ä. seine Vorteile ausspielen.

    WARNUNG!

    Viele leistungsstärkere PCI-Grafikkarten, wie sie auch in der Bucht mitunter günstig angeboten werden, funktionieren in Systemen aus der vor-AGP-Zeit nicht!

    Hier mal 'ne kleine Matrix aus meinen Museumskisten aus der vor-AGP-Zeit (Sockel-5, Sockel-7, Sockel-7 "spilt voltage", alle PCI-Grafikkarten mit ≥ 16 MiB RAM):

    • nvidia GeForce 6200: funktioniert nicht!
    • Ati Radeon 7500: funktioniert nicht!
    • nvidia GeForce2 MX/MX400: funktioniert (auf Sockel-7 "spilt voltage")
    • nvidia RIVA TNT2 Model 64: funktioniert (auf Sockel-7 "spilt voltage")
    • nvidia Vanta: funktioniert (auf Sockel-5)
    • 3Dfx Interactive 3Dfx Voodoo3 2000: funktioniert (auf Sockel-7)


    ...ich persönlich kein Freund von irreversiblen Basteleien an Hardware bin.
    Und der Xeon X3210 ein 775er ist.

    Im konkreten Fall wäre die Alternative gewesen, beim öden Core2Duo zu bleiben und den Xeon weiter in der Kramkiste verrotten zu lassen. Außerdem stellen die beiden zusätzlichen Kerben kein Hindernis dar, den Xeon in einen Sockel-771 zu setzen und der Modsticker ist entfernbar. Kräftige Vierkerner für Sockel-775 werden mir momentan zu teuer gehandelt.