Beiträge von Arnulf zu Linden


    Ich habe hier ein ASUS A7V, was leider nicht wirklich was tun will :traurig:

    Hat jemand eine Idee, was das Problem sein könnte?

    Das Asus A7V sowie dessen Nachfolgemodelle mit Via-Chipsatz sind in Hardware gegossene Probleme! Besondere Freude bereitet der Via686-Bug. Beim A7V könnte man noch davon verschont bleiben, aber die Nachfolger haben ihn. Dafür kann das A7V nur 100 MHz FSB und UltraDMA/66. Wenn noch ein zusätzlicher UltraDMA/100-Controller auf der Hauptplatine sitzt, ist das auch ein besonderer Spaßbringer, nämlich i.d.R. ein PDC20265.

    Die von dir beschriebenen Symptome klingen nach dem "switch to death". Elektronik stirbt gerne unmittelbar nach dem Einschalten, weil dabei u.U. sehr hohe Einschaltströme fließen. Auf diese Art und Weise haben sich von mir immer wieder mal Hauptplatinen, Prozessoren und Speicherriegel verabschiedet.


    Grade noch eine Realtec8019AS in der Grabbelkiste gefunden.

    Eine rudimentäre DOS-Startdiskette (nur "format a:/s", nix weiter drauf kopieren), auf der sich zudem das Programm RSET8019 befindet, ist dein Freund, wenn du eine ISA-PnP-Ethernetkarte mit RTL8019-Chipsatz einsetzen möchtest. RSET8019 zeigt dir die aktuelle Konfiguration (PnP oder "Jumperless") sowie belegte IO-Basisadresse und IRQ an. Außerdem kann mit der Software zwischen PnP und Jumperless umgeschaltet werden und bei letzterer Einstellung IO-Basisadresse und IRQ eingestellt werden. Der RTL8019-Chipsatz benutzt keinen DMA.


    Waren die K7S5A nicht solche Kollegen, bei denen die Elkos gern mal dicke Backen gemacht haben?

    Das war in der Zeit nicht auf ECS beschränkt, Blähelkos habe ich schon auf Hauptplatinen (Sockel-A, Sockel-478, Sockel-775) diverser Hersteller gesehen. Elko-Lotto hieß damals: "Wie viele Elkos dürfen kaputt gehen, ohne das die Hauptplatine ihren Geist aufgibt?" Bei > 2 kaputt hatte man aber meist verloren.


    die ECS-Boards sind leider nicht so das Wahre.

    In der Zeit (Sockel-A) wurden vor allem zwei ECS-Hauptplatinen in großen Stückzahlen auf den Markt geworfen, nämlich das hier erwähnte K7S5A, mit dem sich durchaus brauchbare Systeme (Athlon XP 2400+ @ 2,0 GHz mit 133 MHz FSB; 2 GiB DDR1-RAM; AGP 4×-Grafikkarte) zusammenstellen lassen, und das echt gruselige K7SEM (nur 2 SDRAM-Steckplätze; max. 1 GiB RAM; onboard-Grafik mit shared memory (aber auch ein AGP 4×-Steckplatz, der aber lt. Handbuch nur nvidia-Karten akzeptiert, onboard-Grafik ist bei eingesteckter nvidia-AGP-Grafikkarte im BIOS sauber abschaltbar); 133 MHz FSB funktioniert nicht, obwohl einstellbar; max. Athlon XP 2200+ @ 1,512 GHz mit 112 MHz FSB). Das K7SEM wurde damals meist in Billigrechnern zusammen mit einem Duron (unterstützt max. Duron 1200) verbaut, der eh nur mit 100 MHz FSB läuft.


    der lief bei mir mit max. 1,5 Ghz,

    Dann lief der nur mit 100 MHz FSB. Der Multiplikator beim Athlon XP 2400+ ist 15×. Wenn ein Betrieb mit 133 MHz FSB nicht möglich ist, hat die Hauptplatine einen weg und ist dann in der Tat ein Fall für den E-Schrott. Auf meinen beiden K7S5A läuft jeweils ein Athlon XP 2400+ stabil mit 2,0 GHz (133 MHz FSB).


    Zum zweiten: Grade mal die Karte in der Hand,- dummerweise kein einziger Jumper :oO3: Kann ich den überhaupt bei einem 486er Board einzelne Adressen vergeben? :? Wenn ja, Wo?
    Gibt es vielleicht "NoGo" Adressen?

    ISA-Karte ohne Jumper heißt fast immer, dass es sich um eine ISA-PnP-Karte handelt. Die Hauptplatine müsste eigentlich ISA-PnP beherrschen, da sie schon PCI-Bus hat. Für einige ISA-PnP-Ethernetkarten gibt (oder gab) es von den Herstellern kleine DOS-Programme, die von einer DOS-Diskette, evtl. die rudimentäre Version, also nur DOS-formatierte Diskette, die mit "sys a:" unter DOS bestiefelt wurde (geht auch mit FreeDOS, wenn kein proprietäres DOS verfügbar ist), gestartet werden und erlauben, das ISA-PnP abzuschalten und die notwendigen Parameter IO-Basisadresse und IRQ sowie ggf. DMA und Speicherbereich fest einzustellen. WICHTIG! Diese Einstellungen auf einen Zettel schreiben! Bekannt sind mir solche Programme für Ethernetkarten mit den Chipsätzen 3C509B und RTL8019.

    Bei jeder Hauptplatine, die ISA-Steckplätze hat, können Adressbereiche fest vergeben werden.

    Adressbereiche, Speicherbereiche und bei ISA auch IRQ und DMA dürfen nicht doppelt belegt werden!
    Was schon belegt ist, kann dir z.B. ein Start mit einer tomsrtbt-Diskette verraten. Dann kommen die Befehle "cat /proc/ioports" (Adressbereiche), "cat /proc/interrupts" (IRQ) und "cat /proc/dma" (DMA) zum Einsatz. Es gibt sicherlich auch DOS-Programme, die diese Informationen enthüllen können, da sind hier die DOS-user gefragt.
    i.d.R. belegt sind:

    • Coprozessor: IRQ 13
    • ide0: IO-base 0x01F0, 0x03F6; IRQ 14
    • ide1: IO-base 0x0170, 0x0376; IRQ 15
    • parport0 (als ECP-Parallelport): IO-base 0x0378; IRQ 7; DMA3 (oder 1)
    • ttyS0 (RS232): IO-base 0x03F8; IRQ 4
    • ttyS1 (RS232): IO-base 0x02F8; IRQ 3
    • ISA-Soundblaster: IO-base 0x0220, 0x0388; IRQ 5 (oder 10); DMA 1 & 5 (oder 0 & 5; billige SB-clones: DMA 0 & 1)
    • MPU401-UART (MIDI, auf den meisten ISA-Soundkarten vorhanden): IO-base 0x0300 oder 0x0330, bei SB-clones oft noch IRQ 9 oder 10
    • Gameport (auf den meisten ISA-Soundkarten vorhanden): IO-base 0x0200
    • PS/2-Mouseport: IRQ 12
    • weiterhin praktisch immer belegt in PC: IRQ 0, 1, 2, 6, 8; DMA 4

    Für ISA-Ethernetkarten wähle ich meist IO-base 0x0280; IRQ 10, 11 oder 12 sowie falls nötig DMA 7.

    Aber?! Ist die Ethernetkarte bekanntermaßen funktionsfähig?
    Alternativ könntest du einfach eine PCI-Ethernetkarte mit RTL8029-Cipsatz reinstecken. Auf den beiligenden Disketten waren auch Treiber für WfW 3.11 (und DOS) enthalten.


    So Ein Board hab ich heute weggeworfen

    Schade und absolut unverständlich! Das hätte hier bestimmt jemand gebrauchen können.


    Chipsatz Kühler viel immer ab

    Ein Kabelbinder löst derartige Probleme nicht nur bei Grafikkarten.


    SDRAM + DDr nicht gleichzeitig nutzbar keine Verwendung mehr

    Mit 2 GiB DDR1-RAM (und einem Athlon XP 2400+ @ 2,0 GHz) lässt sich so eine Hauptplatine durchaus noch sinnvoll nutzen. Als Testsystem ist es total praktisch, dass damit sowohl DDR1-RAM als auch SDRAM getestet werden können.


    Also bei mir hat bisher jede IDE-Festplatte am IDE-Port mit UDMA Mode 5 oder 6 funktioniert. Selbst die uralte Seagate ST-351A/X (die natürlich im AT-Modus)

    Mein schnelleres Testsystem nutzt als Basis ein "Elitegroup K7S5A" (Sockel-A). An dessen UltraDMA/100-Controller lief bisher keine Festplatte, die nicht LBA und DMA kann. Auch der Trick "im BIOS keine Festplatte eintragen und dann dem Linux-Kernel die Festplattenverwaltung überlassen" funktioniert in diesem Fall nicht. Gleiche Erfahrungen habe ich mit diversen Promise-IDE-Controllern (PCI-Steckkarten: PDC20267, PDC20268, PDC20269) gemacht. Bis auf wenige Ausnahmen waren die betroffenen Festplatten aber in Ordnung, was mit dem langsameren Testsystem auf Basis eines "Biostar M5ALA" (Sockel-Super-7) festgestellt wurde.

    Erwähnt habe ich diese Problematik, damit nicht die ggf. falsche Schlussfolgerung "der (im Vergleich zur Festplatte moderne) Test-PC erkennt die Festplatte nicht, also ist sie kaputt" gezogen wird und die Festplatte unnötigerweise auf dem E-Schrott landet. Die Ersatzbeschaffung scheint in diesem Fall schon schwierig zu sein.


    OK, ich teste die HDD noch an einem PC.

    Bedenke dabei, dass diese Festplatte aus dem Neolithikum an einem halbwegs modernen IDE-Controller (UltraDMA/66 oder höher) wahrscheinlich nicht funktionieren wird. An USB-IDE- oder IEEE1394-IDE-Controllern ist ebenfalls mit Nichtfunktion zu rechnen. Die oben erwähnten IDE-Controller erwarten i.d.R. sowohl (Ultra)DMA- als auch LBA-Unterstützung von der Festplatte.

    Ich teste solche fossilen Festplatten an einem UltraDMA/33-fähigen IDE-Controller, der auf einer Sockel-Super-7-Hauptplatine sitzt. Dieser alte IDE-Controller, obwohl er schon volle LBA28-Unterstützung bietet, kommt auch mit uralten Festplatten (Pio Mode 0; no DMA) zurecht.

    Ärgert euch nicht mit diesen Herstellerprogrammen rum, wenn die Garantie für die Festplatte abgelaufen ist. Wenn eine Festplatte spackt, wird dem PC eine Knoppix-CD/DVD (sehr alte Kisten: tomsrtbt-Diskette) in den Rachen gesteckt und dann badblocks über die Festplatte laufen gelassen.
    Wenn noch Daten von der Festplatte gerettet werden sollen:

    Code
    badblocks -nsv

    (nicht datendestruktiver Schreiblesetest)
    Wenn es nur um die Festplatte an sich geht:

    Code
    badblocks -wsv

    (datendestruktiver Schreiblesetest, putzt die Platte und ist schneller als -nsv)
    Für das smart-Geraffel kann man smartctl benutzen.


    Die Audigy ist eine halbwegs moderne PCI-Karte,

    … und da stellt sich mir die Frage, was diese Karte in einem PC verloren hat, der so schwach ist, dass da Bremse 98 small edition drauf laufen muss. Ich habe selbst eine ähnliche Karte (SB Audigy 2 ZS Platinum) und habe festgestellt, dass die einen gewissen Unterbau in Hardware braucht, damit die vollumfänglich genutzt werden kann. Schon der erste PC, in dem diese Karte lief, war einer, dessen Hardware mindestens W2k bzw. Linux Kernel 2.6.x haben wollte, um entsprechende Unterstützung zu erfahren. Diese Karte ist schon für Musiker brauchbar, da sie mit soundfonts via MIDI umgehen kann. Das wiederum erfordert einen üppigen Speicherausbau im PC, damit soundfonts in vernünftiger Qualität eingesetzt werden können. Selbst wenn die hier erwähnte Karte unter W98SE noch laufen sollte, wird sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht voll ausgenutzt werden können.


    VIA-USB-Karten taugen eh nichts.

    Was ist an Via-USB-Karten so schlimm? Davon habe ich mehrere, sowohl USB 1.1 als auch USB 2.0 und alle funktionieren in Systemen ab 586er. Man muss beim Backen des Linux-Kernels nur darauf auchten, dass die das uhci-Modul und nicht das ohci-Modul brauchen.


    Ansonsten brauchste für USB-Karten PCI 2.1, kann sein das dein 486er nur PCI 2.0 hat, damit läuft so gut wie keine USB-Karte.

    Im Handbuch zur Hauptplatine steht gedruckt nichts zur PCI-Version. Ein handschriftlicher Eintrag besagt, dass irgendwann mal das Programm hwinfo für DOS einen "PCI Local Bus v2.1" gemeldet hat. Der Kernel 2.4.33.3 verrät nichts zur PCI-Version.


    Mit PCI 2.1 funktionieren auch USB 2.0-Karten, ich hatte in meinem Am5x86-P75 @ 133 MHz zeitweise ne USB 2.0-Karte mit NEC-Chipsatz unter Windows 98 SE.

    Funktioniert das mit voller Bandbreite oder wurde die durch Nichtinstallation des USB 2.0-Treibers auf USB 1.1 festgeklemmt? Beim Linux-Kernel würde man einfach das ehci-Modul nicht bauen oder auf die blacklist setzen, um die Karte auf USB 1.1 festzuklemmen.


    Im BIOS würde ich auch nur etwas erwarten, wenn die Ports auf dem Board sind, und das habe ich bei einem 486er-Board noch nicht gesehen. Das BIOS ist für Einsteckkarten in dem Fall nicht zuständig

    Das stimmt so nur zum Teil. Natürlich werden sich im BIOS keine Einstellungen für USB finden. Das PnP-BIOS erkennt aber normalerweise die im PC vorhandenen PCI- und ISA-PnP-Geräte, egal ob onboard oder als Steckkarte realisiert, und gibt nach dem Statusbildschirm entsprechende Meldungen auf dem Bildschirm aus. Bei Systemen ab 586er, sofern kein schrottiges BIOS vorhanden ist, das keine vernünftigen Meldungen absetzt, kommt in der Liste der PCI-Geräte für eine USB 1.1-Steckkarte sowas wie "serial bus controller" mit Zuordnung eines IRQ. Die Frage nach den BIOS-Einstellungen bezog sich auf Einstellungen für PCI usw., da das PnP-BIOS die USB-Karte nicht findet.


    Es ist ein Pentium 4-System, was etwa dem technischen Stand Ende 2001 entsprich, mit einem Netzwerkkartenupgrade Mitte 2002.

    RDRAM läuft i.d.R. sehr heiß, weshalb auf den Riegeln auch das Symbol "Warnung vor heißen Oberflächen" zu sehen ist. Dieses Symbol ist Pficht, wenn Oberflächentemperaturen von mehr als +60 °C auftreten können. Damit du noch länger Freude an dem System hast, spendiere dem RAM einen Speicherkühler. Egal ob innerhalb der Spezifikationen oder nicht verkürzen hohe Temepraturen die Lebensdauer von Elektronikbauteilen. Die Speicherkühler sind zwar für DDR-irgendwas-RAM konzipiert, passen aber auch über RDRAM, da die Steckplätze die gleiche Länge wie DDR1/2/3-RAM-Steckplätze haben. Meinem Sockel-423-System (Pentium 4 2,0 GHz auf Microstar MS-6385 mit 2 GiB RDRAM PC-800) habe ich auch einen Speicherkühler spendiert, nachdem es aus dem µATX-Gehäuse in einen Miditower umgezogen ist. Vorher in dem µATX-Gehäuse blies aber auch schon ein 40×40-Quirl Luft zwischen die vier RDRAM-Riegel.


    Jaa, ich weiß, das vergilbte CD-RW-Laufwerk passt optisch nicht so wirklich, aber ich hab im Moment nix hier gegen den Gilb..

    Gegen Gilb hat schon in mehreren Fällen "Bref Fettlöser" in Verbindung mit einer Bürste geholfen. ACHTUNG! Nicht mit "Bref Kalklöser" verwechseln, dass in einer baugleichen roten Plastikflasche daher kommt und sich nur durch die Aufschrift von "Bref Fettlöser" unterscheidet. Zur Anwendung ist es erforderlich, die zu entgilbenden Plastikteile abzubauen, da "Bref Fettlöser" anschließend mit reichlich Warmwasser abzuspülen ist.

    Hat hier irgendjemand schon mal eine USB-Steckkarte in einem 486er in Gang gekriegt?

    Im folgenden 486er ist noch ein PCI-Steckplatz frei, eine USB 1.1.-Steckkarte wäre die passende Erweiterung für dieses System:

    • Prozessor: Am5x86-P75 @ 133 MHz
    • Hauptplatine: Chaintech 4SPM (Chipsatz: SiS 85C496/85C497; PCI/VLB/ISA, PCI @ 33 MHz)
    • RAM: 128 MiB = 4× 32 MiB FPM 60 ns
    • PCI-Steckkarte: Grafikkarte SiS 86C326 (8 MiB RAM)
    • PCI-Steckkarte: 10Base-2/10Base-T Ethernetkarte RTL8029
    • ISA-Steckkarte: Soundkarte Creative Labs Vibra16C
    • ISA-Steckkarte: 2× RS232 + 1× Parallelport (Diese Steckkarte kann bei Bedarf entfernt werden.)


    Probiert wurden bisher zwei USB 1.1-Steckkarten, eine mit Via-Chipsatz (usb-uhci) und eine mit Opti-Chipsatz (usb-ohci). Beide Steckkarten werden weder vom BIOS noch vom Linux Kernel 2.4.33.3 erkannt. Beide Steckkarten funktionieren auf einer Sockel-4-Hauptplatine (Intel Premiere ED), auf der ein Pentium-66 samt 128 MiB EDO-RAM mit dem Linux Kernel 2.4.33.3 bestiefelt wird.

    Gehen 486er mit PCI-Bus & USB 1.1 generell nicht zusammen, liegt es an der Hauptplatine oder muss im BIOS irgend etwas Spezielles dafür eingestellt werden?


    Komisch aber, dass vor dem BIOS Update die Win95/98 Bootdisketten die Festplatte nicht gefunden haben, obwohl das BIOS (Version 0203) die HDD korrekt angezeigt hat.

    Die Anzeige vom BIOS kann man oftmals vergessen. Die BIOS meiner 386er zeigen nach Eingabe der CHS-Parameter für eine 4,3 GB IDE-Festplatte deren Größe korrekt im Statusfenster an. Dennoch besteht die 1024-Zylinder-Grenze, was bei der Installation des Betriebssystem entsprechend zu beachten ist, also bei Linux boot-Partition mit Kernel komplett innerhalb der ersten 1024 Zylinder anlegen, bei DOS/Windows DDO installieren (oder sich mit ca. 504 MB Speicherkapazität zufrieden geben).

    DOS/Windows sind hinsichtlich der Festplattengeometrie auf das BIOS (bzw. das DDO) angewiesen, Linux braucht das BIOS nur, um den Kernel von der Festplatte zu starten. Da der Kernel bei einer tomsrtbt-Diskette (oder einer Knoppix-CD) gar nicht von der Festplatte gestartet wird, brauchen diese Linuxe auch nicht das BIOS hinsichtlich der Festplattengeometrie, da der einmal gestartete Kernel die Festplattenverwaltung vollständig selbst übernimmt und dabei das BIOS ignoriert.

    Eine tomsrtbt-Diskette und Knoppix-CDs (v3.x für ganz alte Kisten; v5.x für mittelalte Kisten ohne SATA, v7.x für alles mit SATA; alle englischsprachig, da viele Linux-user mit anderssprachigen Fehler- und Systemmeldungen nichts anfangen können) gehören in jeden PC-Notfall-Koffer!


    und Aqua's Mainboard is dann doch nen AT Formfaktor. Aber is trotzdem schon son AT/ATX Zwitterboard :D
    http://www.amoretro.de/2011/11/asus-p…otherboard.html

    Diese Hauptplatine (und auch die ATX-Version P5-A) hat außer dem unter dem Link erwähnten Bug je nach Revision noch einen anderen ärgerlichen Bug, der die cacheable RAM area auf 128 MiB beschränkt. Da diese Hauptplatine aber mit bis zu 768 MiB RAM läuft, sofern keine Billig-Module verwendet werden, sollte die Beschränkung der cacheable RAM area durch die Installation eines K6-III oder bei passender Revision alternativ K6-2+ oder K6-III+ umgangen werden.

    Nachfolgend noch ein Link für alle, die mit dem AMD K6-*+ unterwegs sind:
    Unofficial AMD K6-2+ / AMD K6-III+ page


    Betreffend der Festplatte: Die muss natuerlich LEER sein und fuer dein Vorhaben FAT16. Ein "DISK BOOT FAILURE" kommt nicht immer, heute bei meinem ASUS kam auch keiner und die Win95/98 Setup Disketten starteten auch nicht. Nur die DOS 6.22 Startdiskette ging. Nach nem BIOS Update funktionierten alle Disketten. Aber guck unbedingt das Dateisystem deiner Festplatte an, dann mach die mit FDISK leer, sowie du irgendwie Zugriff auf die Festplatte bekommst. Also Startdiskette rein und Laufwerk C: waehlen und gucken, ob er dahin wechselt. Wenn Sachen wie "Ungueltige Laufwerksangabe" kommt, dann findet er die Festplatte einfach nicht.

    Bei irgendwie spackenden Festplatten sind DOS/Win-Bootdisketten oft keine Lösung. Da braucht es härteren Stoff, also bei alten Kisten, die nicht von CD-R starten, z.B. eine tomsrtbt-Diskette, von der aus die Festplatte mit

    Code
    badblocks -wsv

    grundgereinigt wird. Wenn badblocks keine Fehler schmeißt, kann danach die nun komplett leere Festplatte partitioniert und formatiert werden und anschließend ein oder mehrere Betriebssysteme installiert werden.

    Man muss aber dazu sagen, das die genannte AMD CPU eher eine i586 CPU ist. Zur vollständigen i686 Kompatibilität fehlt ihr die CMOV Instruction. Diese ist zwar als optional deklariert, dennoch laufen für i686 compilierte Anwendungen nicht. Vollständig i686 kompatibel war AMD erst mit dem Athlon. :)

    Deshalb steht da auch nur "686" und nicht "i686". Die AMD K6-Serie ist die 6. Prozessorgeneration von AMD, die Athlon-Serie die 7. Prozessorgeneration. Intel und AMD sind ab der jeweils 5. Prozessorgeneration immer nur bedingt vergleichbar. Den Linux-Kernel kann man dem entsprechend auch für die verschiedenen Prozessorgenerationen von Intel oder AMD passend kompilieren. Da gibt es sogar

    Code
    CONFIG_X86_CMOV

    zur Auswahl.


    zumal das BIOS sicherlich schon 8GB Platten verwalten kann.

    Die erwähnte 8,4 GB IDE-Festplatte dürfte exakt die Obergrenze darstellen, die das BIOS verwalten kann. Bei vielen Sockel7-Hauptplatinen ist das jedenfalls die Obergrenze. Solche Platten (C|H|S = 16383|16|63 bzw. LBA = 1024 (manchmal auch 1027)|255|63) wurden damals von mehreren Herstellern gebaut. Falls das BIOS die Festplatte doch nicht mit voller Kapazität erkennt, kannst du für DOS/Windows ein Dynamic Drive Overlay (DDO) *vor der Installation des Betriebssystems* installieren.


    Die relativ grosse Luecke, die zwischen dem 66MHz 486er und dem mittlerweile 1400MHz starken PIII entstanden ist, soll dann ein zeitgenoessisches AT Sockel 7 System fuellen (ATX=langweilig :D), und das mit allem drum und dran, was da waere:

    Neben dem PC, den du gerade aufbaust, gehört m.E. da noch mindestens ein zweiter PC als "Lückenfüller" dazu:

    • Sockel-Super-7-Hauptplatine; Unterstützung für 100 MHz FSB; AT oder ATX; Chipsatz "VIA Apollo MVP3"; AGP, PCI und ISA; drei SDRAM-Steckplätze; inoffizielles BIOS für Unterstützung großer Festplatten und CPUs AMD K6-2+/K6-III+
      Eine leistungsstarke AT-Hauptplatine dieser Art ist z.B. die "Tyan Trinity 100AT" (mit 1 MiB Cache onboard).
    • AMD K6-2+ 550 oder AMD K6-III+ 550
    • 768 MiB SDRAM = 3× 256 MiB 7 ns, "double sided" organisiert
    • AGP-Grafikkarte mit DVI-Ausgang und 128 MiB Grafikspeicher
    • 100Base-TX Ethernet
    • ATX-Netzteil (auch die AT-Hauptplatinen haben einen Anschluss für ATX-Netzteile)


    So ein System enthält L1-, L2- und L3-Cache, L1- und L2-Cache in der CPU mit vollem CPU-Takt, der onboard-Cache wird zum L3-Cache "degradiert", die "cacheable RAM area" wird durch den L2-Cache in der CPU bestimmt und beträgt immer 4 GiB. Systeme mit drei Cachelevels kamen erst wieder Jahre später auf den Markt, z.B. mit dem AMD Phenom II X4 (einige Modelle).

    Weitere Lückenfüller sind natürlich denkbar: Sockel-7 "split voltage" (Intel Pentium MMX 233), Slot-1 nur mit 66 MHz FSB (Intel Celeron 533 "Mendocino" auf Slotket), Slot-1 oder Sockel-370 mit 100 MHz FSB (Intel Pentium III 1100, bei Slot-1 auf Slotket)

    Insbesondere die letztgenannte Variante hat ihren Reiz. Mit einer Standard-Hauptplatine bekommt man einen PC mit 1,1 GHz CPU und 1 GiB RAM, der trotzdem noch ISA-Steckplätze bietet. Da kann man sogar ISA-Steckkarten mit aktuellen Betriebssystemen verbinden, wenn man das Betriebssystem und die GUI etwas herunter skaliert, also z.B. auf dieses eh nutzlose "eye candy" verzichtet.



    In meinem Museum versuche ich, zu jedem CPU-Typ jeweils den schnellsten seiner Art zu beschaffen, also Pentium-S, Pentium-MMX, K5, K6, K6-II, K6-III und die diversen 6x86er mit und ohne MMX. Damit machen bei mir die S7-Kisten fast die Hälfte aller klassischen Gehäuserechner aus

    Du hast vermutlich ein größeres PC-Museum als ich am Start. Wenigstens bin ich nicht der einzige mit einem derart skurilen Hobby ;)
    Bei den verschiedenen Sockel-7-Varianten beschränkt sich das bei mir auf Intel Pentium-S 200, Intel Pentium-MMX 233, AMD K6 233 (Modell 6) auf altem Sockel-7 ohne "split voltage" oder "Super", AMD K6-2 400 mit 66 MHz FSB, AMD K6-2 550, AMD K6-III 400 (hast du einen AMD K6-III 450 über?), AMD K6-2+ 550. Da fehlt ganz klar ein AMD K6-III+ 550 als Krone seiner Zeit. AMD K5 und ST 6x86 habe ich nicht in den jeweils schnellsten Versionen, IDT und Cyrix gar nicht. Sockel-7-Hauptplatinen sind noch einige eingelagert, allerdings nur noch welche, die mit max. 128 MiB RAM bestückbar sind. PC (Gehäuserechner, was sonst?) mit CPUs der 6. Generation (Sockel-7 (alle Varianten), Slot-1, Sockel-370) sind auch bei mir die am stärksten vertretene Gruppe, wobei die PC mit dem Pentium-S und dem Pentium MMX hier natürlich nicht mitgerechnet sind, da die noch zu Intels 5. Prozessorgeneration gehören.

    Was meldet dd beim Abbruch? Was steht dazu und überhaupt zu dem USB-Stick im syslog? Welcher Kernel wird verwendet?

    Hast du den Stick mal an einem anderen PC probiert?

    Hast du den Stick mal an einem alten PC probiert, der nur USB 1.1 kann? Das Kopieren, wenn es daran funktioniert, dauert dann zwar sehr lange, dafür ist aber die potentielle Fehlerquelle USB 2.0 (oder etwa 3.0?) ausgeschlossen.