Beiträge von Arnulf zu Linden


    Problem ist nur bisher noch das die SB16 (CT2230 oder so) als Adlib OPL3 Kompatibele Karte erkannt wird :D

    Funktioniert die Karte in einem anderen PC oder mit einem grundlegend anderen Betriebssystem (WinNT-Serie, Linux, BSD, OS/2, …)

    Ansonsten kann das neben einem nicht auszuschließenden Hardwareproblem (Defekt, Inkompatibilität) ein Problem mit fehlenden Systemressourcen sein. Dazu müsstest du mal mitteilen, was alles in der Kiste verbaut (Hauptplatine, PCI-/ISA-Steckkarten) ist und was diese Komponten an IRQ, DMA und IO-Basisadressen belegen.

    Eine SB16 (und ordentliche SB16-clones) brauchen folgende Ressourcen:

    für die Basisfunktionalität (SoundBlaster):

    • 1 IRQ; möglich alle, die noch frei sind; üblich 5 oder 10
    • 1 8-Bit-DMA; möglich 0, 1 oder 3; üblich 1
    • 1 16-Bit-DMA; möglich 5, 6 oder 7; üblich 5 (ACHTUNG! Die Creative Vibra16X und minderwertige SB16-clones brauchen an Stelle eines 16-Bit-DMA einen zweiten 8-Bit-DMA; möglich 0, 1 oder 3; üblich 3, was mit einem ECP-Parallelport knallt. Abhilfe: Soundkarte mit DMA 0 und 1 versorgen oder den ECP-Parallelport im BIOS auf DMA 0 einstellen, meist werden dafür aber nur DMA 1 oder 3 angeboten)
    • 1 IO-Adressbereich, üblicherweise beginnend bei 0x220

    für den FM-Synthesizer (OPL2/3):

    • 2 IO-Adressbereiche, üblicherweise beginnend bei 0x388 (OPL2/3 left) und 0x38A (OPL2/3 right)

    für den MIDI-Port (MPU401 UART):

    • 1 IO-Adressbereich, üblicherweise beginnend bei 0x300 oder 0x330
    • (ACHTUNG! Minderwertige SB16-clones brauchen dafür einen zusätzlichen IRQ, möglich alle, die noch frei sind; üblich 9 oder 10)

    für den Gameport (NS558):

    • 1 IO-Adressbereich, üblicherweise beginnend bei 0x200 oder 0x201

    Da bei deiner Karte nur der FM-Synthesizer erkannt wird, könnte die Sache daran scheitern, das kein IRQ oder passende DMA mehr verfügbar sind.


    Einige haben Jumper für Spezialsachen, die man aber so gut wie nie braucht.

    Ähm, eine dieser Steckbrücken (oder DIP-Schalter) ist u.U. sehr wichtig, weil damit eingestellt wird, ob das Laufwerk vom BIOS als "drive A:" oder "drive B:" erkannt wird. Es gibt sogar Modelle, bei denen für diese Einstellung ein IC in einem Sockel stecken muss "drive A:" oder eben nicht "drive B:".


    Was die SSD angeht, kannst du mal nen anderes/aelteres Betriebssystem installieren und schauen, ob das ueber laengere Zeit fehlerfrei laeuft? :)

    Was die SSD angeht, Linux-Livesystem von CD/DVD starten und die SSD mit "badblocks -wsv" bestiefeln. Das "verbraucht" zwar auf jeder Speicherzelle 4 von vielleicht 10000 Schreibzyklen, aber es entlarvt eine defekte SSD genauso gut wie eine defekte HDD oder auch andere defekte Flash-Spechermedien (USB-Stick, SD-Karte, CF-Karte, ...). Außerdem wird die SSD dabei von Betriebssystemresten, anderen Dateileichen sowie verschwurbelten Partitionstabellen befreit.


    Das mit den Disketten hab ich bei mir auch erlebt, das haengt mit Windows 7 zusammen. Unter Win7 Daten auf Diskette drauf, dann Lesen unter XP und aelter -> Daten weg.

    Ist das ein bekannter Windows-7-bug? Was passiert da genau? Schrottet Win7 die FAT12 oder schreibt die in eine FAT16 oder was auch immer um?


    Ob die Einstellung einer festen Groesse fuer Min und Max bei der Auslagerungsdatei wirklich was bringt, konnte ich aber nicht feststellen. Die Sache mit der Auslagerungsdatei hat bisher nur bei Windows 95 auf meinem 486er wirklich was gebracht.

    Ob es geschwindigkeitsmäßig merklich etwas bringt, dürfte vom System (Prozessor, Größe des RAM, Geschwindigkeit von Festplattencontroller und Festplatte) abhängen. Eine unfragmentierte Auslagerungsdatei fester Größe schont aber auf jeden Fall die Festplattenmechanik, weil die Köpfe nicht ständig zwischen kleinen Dateifragmenten hin- und herwandern müssen.


    Bei 98 lohnt es sich eher drauf zu konzentrieren, wie man es stabiler macht statt schneller

    Definitiv! Die Win9x-Derivate neigen allesamt zur Autolyse.

    Ob der Prozessor nur PAE oder auch EM64T (Intel-64, x86_64) kann, kannst du aus dieser Liste entnehmen. Der Pentium 4 HT 630 (Prescott 2M) kann EM64T.

    Die Pentium-4-Prozessoren mit 3,0 GHz interner Taktfrequenz betreiben den FSB mit 800 MHz. Da ist DDR-667 evtl. ein Problem. Nimm vor allem zuerst einmal die Übertaktung raus. Das kommt wenn überhaupt ganz zum Schluss, wenn die Hardware komplett läuft.

    Die Hauptplatine kann unabhängig vom verbauten Chipsatz auf max. 4 GiB RAM kastriert sein. So etwas findet sich leider auch bei Hauptplatinen für x86_64-Prozessoren. Da gibt es zudem noch die Version mit "memory remapping", womit die vollen 4 GiB RAM genutzt werden können, aber auch die Version ohne "memory remapping", womit nur "4 GiB abzüglich Geräteadressen" RAM genutzt werden können. Vermutlich sind auf diesen Hauptplatinen nur 32 Adressleitungen vorhanden. Letztere Version kommt auch bei Sockel-775-Hauptplatinen vor (habe so ein Ding: Intel Pentium D 3.40GHz (Presler), kann EM64T, auf MSI PT890 Neo, bestückt wegen der Einschränkung mit nur 3 GiB DDR2-800).

    Um volle 4 GiB RAM oder mehr direkt ansprechen zu können, brauchst du ein 64-Bit-Betriebssystem (z.B. Windows 7 64-Bit, Linux 64-Bit) oder ein 32-Bit-Betriebssystem, das mit PAE sinnvoll umgehen kann. Linux 32-Bit kann das. (memtest86 und memtest+ arbeiten auch mit 32-Bit und PAE.) Bei Windows 32-Bit könnte das schwierig werden, wobei es da die Möglichkeit gibt, das nicht direkt ansprechbare RAM oberhalb des 32-Bit-Adressraums, sofern die Hauptlatine das ansprechen kann (memtest laufen lassen), mit einem speziellen Treiber als RAM-Disk zu nutzen, z.B. mit "Gavotte RAM-Disk" (erfolgreich getestet mit WinXP SP3). In diese RAM-Disk kann man dann z.B. ein swapfile legen oder das globale TEMP-Verzeichnis. Letzteres verhindert u.a. die Zumüllung der Festplatte mit temporären Dateien, die bei Windows u.U. gar nicht so temporär sind, wie der Name glauben macht.

    Für ein Fossil (386er) suche ich einen ISA-IDE-Controller, der sich per Steckbrücken, also kein PnP-Kram, auf IO-base 0x170 & 0x376 und IRQ 15, also als "secondary IDE" (ide1), einstellen lässt. Im System steckt bisher ein ISA-IDE-Controller, der mit IO-base 0x1F0 & 0x3F6 und IRQ 14, also als "primary IDE" (ide0), läuft. Derartige IDE-Controller, die nur ide0 können, habe ich genug.
    Alternativ kommt natürlich auch ein Dual-ISA-IDE-Controller in Frage, der ide0 und ide1 zur Verfügung stellt.

    nein, die fotos sind sauber und die glasfläche habe ich mit glasreiniger gesäubert (vorsichtig)

    Ist die Glasfläche auch von innen sauber? Bei so einem alten Scanner können sich nämlich durchaus Staub oder irgendein Schmadder, der u.U. sogar aus dem Gerät stammt (Schmiermittel), auf der Glasfläche oder der Lampe niedergeschlagen haben. Dass eine Innenreinigung nicht trivial ist und deshalb niemand danach schreit, ist schon klar.


    System: Windows XP mit SP3


    Zudem ist der PC nur ein Pentium 3 mit 500MHz - damit Bilder von 100MB zu bearbeiten / sichten macht auch irgendwo keinen Spaß

    WinXP SP3 auf einem Pentium-III 500: Das hört sich sehr nach Selbstkasteiung an ;)
    Hat der PC überhaupt genug RAM für diese Aufgabe? Ist der PC mit dem Scan-Vorgang bei laufendem WinXP SP3 ggf. einfach überfordert? Gimp ist auch nicht gerade ein Programm für Computer aus dem Neolithikum.


    Scanner: Mustek Paragon 600 II CD (SCSI)
    SCSI Controller: Adaptec AHA-2940
    System: Windows XP mit SP3
    der Treiber wurde nach einem Tutorial gebastelt und ist wenn ich das richtig verfolgt habe der eigentliche NT4 Treiber.

    Der Mustek Paragon 600 II CD und der Adaptec AHA-2940 werden von Linux unterstützt, ohne dass dafür ein Frickeltreiber wie für WinXP SP3 benötigt wird. Hast du die Hardware mal unter Linux ausprobiert? Das geht evtl. sogar mit einem Live-Linux, das komplett von DVD startet. Es muss nur neben einer GUI auch "sane" enthalten. Idealerweise ist auch "xsane" dabei, dass eine eigene grafische Oberfläche zum Scannen enthält, also ohne Gimp o.ä. scannt und das Ergebnis anzeigt.


    Gibt's, hab so ein Board, ein FIC 486-VIP-IO,
    so ein Kombiboard, wie die Bezeichnung VIP erahnen lässt, VLB, ISA u. Pci.
    Nur hängt der Pci-Bus am VLB und das ziemlich grottig, die beiden onboard-Ide sind auch am VLB.


    In meiner Kramkiste fand sich noch ein FIC 486-PIO2 (Chipsatz: Via Pluto). Das scheint der gleiche Müll (PCI-Bus am VL-Bus) zu sein, denn dort findet sich u.a. eine Steckbrücke, die lt. Beschriftung auf der Hauptplatine wahlweise auf "PCI CLK=VL CLK" oder "PCI CLK 1/2 VL CLK" gesteckt werden kann. Außerdem kann die nur PCI 2.0, womit sich ein Versuch mit USB erledigt haben dürfte. Ansonsten wäre außer einem AT-Gehäuse alles da, um daraus einen PC zusammen zu bauen.


    wie das mit dem SiS496 läuft hab ich nie rausgefunden,


    Auffällig ist bei der Ausgabe von lspci für die Hauptplatine Chaintech 4SPM (Chipsatz: SiS 85C496/85C497), dass keine "PCI to ISA bridge" gelistet wird, wie dies bei Hauptplatinen ab Sockel-4 üblich ist.

    Da noch eine Sicherheitskopie der Treiberdiskette zu der Hauptplatine Chaintech 4SPM existiert, konnte die Vermutung, dass die beiden IDE-Controller am VL-Bus hängen, verifiziert werden. In der Textdatei zum WinNT-Treiber steht dazu "^SIS 32-Bit Local Bus IDE Adapter". Außerdem hätte lspci die IDE-Controller anzeigen müssen, wenn die am PCI-Bus hängen würden.


    Was???? USB kann das auch? :oo3:
    Muss man da nixht erst runterfahren, bevor man was an die USB Buchsen anschließt? :oo3: :D

    Windows 98/98SE lässt grüßen! Da ist i.d.R. ein Neustart vor dem Erstanschluss eines USB-Gerätes fällig, weil erst der dafür notwendige Treiber installiert werden muss. Besonders ärgerlich ist das bei so trivialen Dingen wie "USB mass storage devices", also z.B. USB-Speichersticks.


    Via686-Bug? öö

    Dieser Bug ist eine gaaaaaaaaaz fiese Sache und kann einen betroffenen PC in einen Datenschredder verwandeln!
    Eine Beschreibung des Bugs gibt es auf tweakpc.de.
    Die Beschreibung ist aber nicht vollständig:

    • Eine Soundkarte bzw. ein onboard-Soundchip ist nicht erforderlich, um Opfer dieses Bugs zu werden.
    • Eine 1000base-T-Ethernetkarte, an der ein Gigabit-LAN hängt, auf einer Hauptplatine mit Via686-Bug (unfreiwillig "getestet" mit Asus A7V266-E & Intel PRO/1000GT) ist eine ideale Voraussetzung, um Datenschrott auf allen gerade in das Dateisystem eingebundenen Festplattenpartitionen zu erzeugen. Dazu muss man nur einige GB Daten auf die Rutschbahn zum nächsten PC mit 1000base-T-Ethernetkarte schicken. Einige hundert MB kommen noch an, dann gibt es PCI bus terror und als Folge dessen den Datenschrott.


    Kannst du da ein bestimmtes Modell in Sachen Speicherkühler empfehlen?

    Meine RDRAM-Riegel werden von einem Zalman "RAM cooler ZM-RC1000" gekühlt. Das heißt jetzt nicht, dass dieses Teil die ultima ratio in Sachen RAM-Kühler darstellt. Eigentlich sollten alle RAM-Kühler was taugen, die von Herstellern kommen, die auch vernünftige Prozessorkühler bauen.
    WICHTIG! Bei sehr ausladenden Prozessorkühlern, die sich in solide aufgebauten Systemen mit Mehrkernprozessoren und DDR2- oder DDR3-RAM befinden, kann der Einbau eines RAM-Kühlers schwierig bis unmöglich sein. In meinem Arbeitsrechner (AMD Phenom II X4 945 auf Gigabyte GA-MA770-UD3 mit 16 GiB = 4× 4 GiB DDR2-RAM) beispielsweise wird der Einbau eines Zalman ZM-RC1000 durch den Prozessorkühler, der ein Zalman(!!!) CNPS-9700 ist, verhindert. Bei den modernen Turmkühlkörpern sieht es platzmäßig evtl. etwas besser aus.
    In Sockel-423-Systemen sind solche Riesenkühlkörper aber eher unüblich, sodass kein Platzproblem auftreten sollte. Mein Sockel-423-System basiert auf einer µATX-Hauptplatine. Der üppig dimensionierte Prozessorkühler (nicht so ein Intel "boxed"-Heizkissen) lässt genug Platz für den RAM-Kühler.

    Bildbearbeitung (Pixelgrafik): GIMP statt Adobe Photoshop/CorelPhotoPaint. GIMP gibt es für Linux & Windows & BSD & Solaris.

    Vektorgrafik: Inkscape statt CorelDraw. Inkscape gibt es für Linux & Windows & Mac.

    PDF-Datein erstellen (mehr als LibreOffice/OpenOffice "aus der Tüte" können):
    PDF-Creator statt Adobe Acrobat. Gibt es nur für Windows. ACHTUNG! PDF-Creator nicht mit PDF-Creator24 verwechseln. Letzterer ist Müll.

    Notensatz: Musescore. Gibt es für Linux & Windows & Mac.

    Office: Mein Punkt geht an LibreOffice.


    Wenn eine Voodoo 1 läuft, geht auch eine Usb Karte.

    Ich persönlich bin halt der Meinung - mit einer Isa-Pcmcia Karte kann man einen 5x86 mehr ausreizen..
    Wlan Usb Treiber z.b. sind für diesen Rechner zu aufgeblasen, auch auf Win9x und höher beschränkt, die Pcmcia Treiber schön schlank und laufen auch mit Win3x.
    Massenspeicher als Wechselmedien wie z.b. 32GB CF Karten reichen für diesen Rechner in einem Win3x/Win9x/NT4 Multiboot Verbund auch mehr als aus.

    In meiner am Beginn dieses Thread erwähnten Kiste steckt keine Voodoo1.
    PCMCIA ist nicht geeignet, um dort einen USB-Stick einzustecken. Und die USB-Sticks haben sich nach der Ära der Diskette nun mal als defacto-Standard für den Datentransport etabliert.
    Das ganze Windoze-Treibergedöns interessiert auf der am Beginn dieses Thread erwähnten Kiste auch nicht, weil darauf Linux läuft.
    WLAN war, ist und bleibt ein wandelndes Sicherheitsloch, bietet im Vergleich zum LAN mit Kabelsalat eine grottenschlechte Leistung und kommt mir deshalb nicht in die Wohnung.

    Das ganze Thema mit USB-Karte in dem 486er hat sich mittlerweile eh im negativen Sinn erledigt. Die Kiste hat zwischenzeitlich ein Prozessorupgrade erfahren: AMD 5x86-P75 ersetzt durch Intel Overdrive PODP5V83. Da der PC nun gerade offen war, wurde nach erfolgreichem Test des Overdrive-Prozessors, der übrigens ein echter Pentium ist (Linux-Kernel kompiliert für "Pentium classic" läuft darauf), eine bisher nicht in dem PC ausprobierte USB 1.1-Karte mit Opti 82C621-Chipsatz eingesteckt. lspci erkannte diese Karte. Das Modul usb-ohci ließ sich auch laden und der USB-Controller wurde initialisiert. Doch danach traten diffuse, nicht reproduzierbare Fehler auf. Auch das Entfernen der PCI-Ethernetkarte schaffte keine Abhilfe. Letztlich führten diese Fehler zu kleineren Schäden im ext3-Dateisystem der root-Partition, sodass nach Entfernen der USB-Karte e2fsck fällig wurde und einige Pakete neu installiert werden mussten. Der PCI-Bus dieser Kiste ist eh sehr übersichtlich (hier ohne USB-Karte):


    Die beiden onboard-IDE-Controller hängen vermutlich am VL-Bus. Scheinbar dient der PCI-Bus in dieser Kiste vornehmlich dazu, eine Grafikkarte aufzunehmen.


    Ich habe hier ein ASUS A7V, was leider nicht wirklich was tun will :traurig:

    Hat jemand eine Idee, was das Problem sein könnte?

    Das Asus A7V sowie dessen Nachfolgemodelle mit Via-Chipsatz sind in Hardware gegossene Probleme! Besondere Freude bereitet der Via686-Bug. Beim A7V könnte man noch davon verschont bleiben, aber die Nachfolger haben ihn. Dafür kann das A7V nur 100 MHz FSB und UltraDMA/66. Wenn noch ein zusätzlicher UltraDMA/100-Controller auf der Hauptplatine sitzt, ist das auch ein besonderer Spaßbringer, nämlich i.d.R. ein PDC20265.

    Die von dir beschriebenen Symptome klingen nach dem "switch to death". Elektronik stirbt gerne unmittelbar nach dem Einschalten, weil dabei u.U. sehr hohe Einschaltströme fließen. Auf diese Art und Weise haben sich von mir immer wieder mal Hauptplatinen, Prozessoren und Speicherriegel verabschiedet.


    Grade noch eine Realtec8019AS in der Grabbelkiste gefunden.

    Eine rudimentäre DOS-Startdiskette (nur "format a:/s", nix weiter drauf kopieren), auf der sich zudem das Programm RSET8019 befindet, ist dein Freund, wenn du eine ISA-PnP-Ethernetkarte mit RTL8019-Chipsatz einsetzen möchtest. RSET8019 zeigt dir die aktuelle Konfiguration (PnP oder "Jumperless") sowie belegte IO-Basisadresse und IRQ an. Außerdem kann mit der Software zwischen PnP und Jumperless umgeschaltet werden und bei letzterer Einstellung IO-Basisadresse und IRQ eingestellt werden. Der RTL8019-Chipsatz benutzt keinen DMA.


    Waren die K7S5A nicht solche Kollegen, bei denen die Elkos gern mal dicke Backen gemacht haben?

    Das war in der Zeit nicht auf ECS beschränkt, Blähelkos habe ich schon auf Hauptplatinen (Sockel-A, Sockel-478, Sockel-775) diverser Hersteller gesehen. Elko-Lotto hieß damals: "Wie viele Elkos dürfen kaputt gehen, ohne das die Hauptplatine ihren Geist aufgibt?" Bei > 2 kaputt hatte man aber meist verloren.


    die ECS-Boards sind leider nicht so das Wahre.

    In der Zeit (Sockel-A) wurden vor allem zwei ECS-Hauptplatinen in großen Stückzahlen auf den Markt geworfen, nämlich das hier erwähnte K7S5A, mit dem sich durchaus brauchbare Systeme (Athlon XP 2400+ @ 2,0 GHz mit 133 MHz FSB; 2 GiB DDR1-RAM; AGP 4×-Grafikkarte) zusammenstellen lassen, und das echt gruselige K7SEM (nur 2 SDRAM-Steckplätze; max. 1 GiB RAM; onboard-Grafik mit shared memory (aber auch ein AGP 4×-Steckplatz, der aber lt. Handbuch nur nvidia-Karten akzeptiert, onboard-Grafik ist bei eingesteckter nvidia-AGP-Grafikkarte im BIOS sauber abschaltbar); 133 MHz FSB funktioniert nicht, obwohl einstellbar; max. Athlon XP 2200+ @ 1,512 GHz mit 112 MHz FSB). Das K7SEM wurde damals meist in Billigrechnern zusammen mit einem Duron (unterstützt max. Duron 1200) verbaut, der eh nur mit 100 MHz FSB läuft.


    der lief bei mir mit max. 1,5 Ghz,

    Dann lief der nur mit 100 MHz FSB. Der Multiplikator beim Athlon XP 2400+ ist 15×. Wenn ein Betrieb mit 133 MHz FSB nicht möglich ist, hat die Hauptplatine einen weg und ist dann in der Tat ein Fall für den E-Schrott. Auf meinen beiden K7S5A läuft jeweils ein Athlon XP 2400+ stabil mit 2,0 GHz (133 MHz FSB).