Der Heatspreader wurde entfernt, was ca. ½ h Zeit und eine Rasierklinge kostete. Auf der Unterseite des Heatspreader und auf dem Die kam nahezu ausgehärtete graue Wärmeleitpaste zum Vorschein, die restlos entfernt wurde. Danach durfte der Prozessor erst mal einen Tag ablüften. Da der Zalman CNPS7000B weit genug "runter" kommt, wurde dieser direkt auf den mit frischer Wärmeleitpaste versehenen Die abgesenkt. Die Zalman CNPS7000 werden verschraubt, womit das Risiko den Die anzuknuspern stark reduziert ist. Solche Kühler laufen hier auch auf Athlon XP, deren Dies deutlich kleiner als der des Opteron 180 sind.
Im BIOS-Leerlauf erwärmte sich der Opteron auf ca. 50 °C. Nach einer Runde memtest86+ 6.00 mit 4 GiB RAM lag die Temperatur des Opteron bei 59 °C. Also wurde eine SSD mit Slackware64-15.0 drauf dran gehangen und der Opteron mit dem Kompilieren des Kernel 5.15.79 malträtiert. Ein Kern dümpelte dabei bei ca. 60 °C, der andere Kern bei ca. 3…4 K weniger. Kurz nach Ende des Kompilierens sackten die Kerntemperaturen auf 30 °C & 28 °C.
Es sieht bislang so aus, dass die alte nahezu ausgehärtete Wärmeleitpaste zwischen Die und Heatspreader Quell des Problems war.
Nebenbei zeigt die Aktion, dass die Slackware64-15.0 mit KDE 5 selbst auf dieser im Dunstkreis x86_64 recht schlappen Kiste nicht so bummelig läuft wie erwartet.