Beiträge von Arnulf zu Linden


    hmm och man, man findet gar nichts passendes mehr was noch läuft echt schade.

    Normal. Laufwerke sind Verschleißteile! Ein PC ist ein "offenes System", das durch die verbaute Hauptplatine definiert ist. Bei diesem Konzept ist der Austausch von Komponenten (Laufwerke, Netzteil, Lüfter, Speicherriegel, Steckkarten, …) wegen Defekts oder zur Aufrüstung vorgesehen. Selbst der Austausch der Hauptplatine ist vorgesehen, aber dadurch wird es da facto ein anderer PC.


    ich könnte das nur noch mal morgen am 95 oder 98er rechner probieren

    Das ist die letzte Chance.
    Damit Du Dir nicht durch "PCI bus (t)error" das Betriebssystem auf der Kiste zerballerst – HDD wird wohl an einem PCI-IDE- oder PCI-SCSI-Controller hängen –, stöpsel alle HDDs im System ab und versuch erst mal das System allein mit dem CD-ROM-Laufwerk als Master an primary IDE sowie FDD zu starten.


    IDE auf einer Soundkarte nutzen zu wollen? Den Soundkarten-Anschluss (der nicht immer ATAPI kompatibel ist...) nimmt man nur im Notfall ;) Wenn man den nicht braucht, ist der zu deaktivieren wenn moeglich, damit der keine Ressourcen (IRQ, DMA, ...) vergeudet.

    Wenn auf der Soundkarte ein IDE-Anschluss ist, ist der auch Atapi-kompatibel, denn der ist ja für Atapi-CD-ROM-Laufwerke gedacht.

    Achtung! Es besteht Verwechslungsgefahr mit den Anschlüssen für proprietäre Mitsumi- und Panasonic-CD-ROM-Laufwerke, die ebenfalls mit 40-pol. Pfostensteckern daher kommen.

    Wenn es eine ISA-PnP-Soundkarte ist und ISA-PnP vom BIOS oder per Software angestoßen wird, werden die Ressourcen, meist quartärer IDE-Controller mit IRQ 10 und I/O 0x168-0x16F & 0x36E belegt, sofern der IDE-Anschluss auf der Soundkarte nicht per Jumper komplett abgewürgt werden kann. Bei einer legacy-ISA-Soundkarte werden die Ressourcen nur belegt, wenn die Karte entsprechend bestiefelt wird (Jumper oder per Software).

    Ein ISA-IDE-Controller belegt keinen DMA.


    Gibt es eine Möglichkeit ohne zu flashen auch von CF zu starten wenn die HDD aktiv ist? Ich habe das mit den Adressänderungen nicht verstanden....

    Das wird schwierig bis unmöglich. Der ISA-IDE-Controller WDAT-240 ist fest verdrahtet als primärer IDE-Controller (IRQ 14, I/O 0x1F0-0x1F7 & 0x3F6). Sobald da eine HDD dran hängt und im BIOS angemeldet ist, erfolgt davon der Start. Bei einem 286er (ia16-Architektur) fallen auch die meisten Tricksereien mit Bootmanagern weg, da die i.d.R. eine ia32-Architektur, also min. einen 386er erfordern.


    286er biose haben in der regel keine user defined einstellmöglichkeiten für hdds.

    Also die Regel ist das nicht. Vor allem späte 286er bieten im BIOS neben den fest definierten HDD types 1…46 auch noch HDD type 47 an, wo C,H,S frei einstellbar sind. Auch wenn mehr als C,H,S = 1024,16,63 einstellbar ist und das BIOS die korrekte Kapazität anzeigt, bleibt die 504 MB-Grenze bestehen! Das BIOS reicht also nur bis C,H,S = 1024,16,63 an das Betriebssystem weiter. Wenn die HDD eine größere Kapazität hat und diese komplett genutzt werden soll, ist ein DDO (anydrive, OnTrack, EZ-Drive, …) erforderlich.


    Gigabyte GA-586HX Sockel 7 Mainboard inkl. PS/2 RAM und Pentium 133

    Sachen findet der Mann …

    Ist es ein GA-586HX (ver. 1 oder ver. 2) oder ein GA-586HX2? Da lohnt ein genauer Blick, denn das HX2 lässt sich stark aufrüsten (AMD K6-2 400 @ 6,0× 66 MHz FSB; 512 MiB cacheable RAM area mit zweitem Tag-RAM).
    Das HX hat, soweit sich das TH99 entnehmen lässt, kein "split voltage". Da dürfte also bei einem AMD K6 233 Model 6 mit dicker Kühlung (da Vcore = 3,3 V statt 3,2 V) Schluss sein.

    Auf dem HX2 laufen auch undokumentierte 384 MiB RAM = 6× 64 MiB EDO 60 ns. Gut möglich, dass das auch auf dem HX geht, das ja auch bis zu 512 MiB RAM nimmt.

    Für das HX braucht man ein COAST (256 KiB oder 512 KiB) für den L2-Cache.


    und wie gesagt, jetzt mit dem Hitachi geht das alles ohne probleme von der CD gelesen zu werden.

    Dann lass es doch drin und bau in den PC, wo Du es kannibalisiert hast, ein neueres CD-ROM-, CD-RW- oder DVD-ROM-Laufwerk aus Deiner Kramkiste ein. Das Hitachi CDR-8335 liest mit max. 24×, das Pioneer nur mit max. 4×. Es ist durchaus möglich, dass 4× schlicht zu langsam für das Spiel ist. Wenn das Spielen dieses Spiels zu den Aufgaben des 386ers gehört, solltest Du Dich mit dem Kompromiss "zu neues CD-ROM in der Kiste" anfreunden.


    kann das nicht beim 386er auf die HDD kopieren, das game ist dann 260MB groß, HDD speicher reicht dafür nicht und wäre es mir auch nicht wert.

    Das ist klar bei der Festplatte in dem 386er. Es geht nur darum, die CD einmal komplett auf eine HDD oder SSD zu kopieren um zu sehen, ob dabei Lesefehler auftreten. Das kannst Du auf einem modernen System mit bekanntermaßen funktionierendem optischen Laufwerk (CD, DVD, …) machen, wo dafür genug Platz auf der HDD/SSD ist. Es geht nicht darum, dort dann auch das Spiel zu starten. Wenn es mit dem Hitachi geht, ist die CD in Ordnung. Dass Laufwerke aus den Neolithikum wie das Pioneer die eine oder andere CD (mittlerweile) nicht (mehr) mögen, ist völlig normal. Bei CD-R ist das sogar häufig der Fall und bei CD-RW so gut wie immer. Das Hitachi müsste zumindest auch mit CD-R klar kommen.


    Hardware inkompatibel, damit meinst du jetzt bestimmt board und HDD.

    • CD-ROM-Laufwerk inkompatibel zu HDD am selben Kabel
    • CD-ROM-Laufwerk inkompatibel zu ISA-IDE-Controller


    Hast Du die CD, mit der die Probleme auftreten, mal in einem anderen System überprüft, also z. B. mal komplett auf HDD kopiert? Nicht jeder Fehler auf einer CD ist optisch sichtbar.


    du meinst das doch nur falls das CD-ROM kaputt geht oder? :P

    Und das geht manchmal schneller, als man denkt. Meine ollen Kisten lasse ich einmal im Jahr laufen. Da ist immer mal ein "switch to death" dabei, meist HDDs, seltener Netzteile, andere Laufwerke, Grafikkarten oder Speicherriegel – und auch das eine oder andere Brett seilte sich nach dem Einschalten final ab.


    jetzt mal nen experten gefragt: du tippst auch auf CD-ROM defekt oder einfach nur dreckig?

    Ich tippe auf nichts, sondern gehe bei so etwas strukturiert vor. Hier lässt sich "dreckig" durch eine Reinigung ausschließen. Funktioniert es danach immer noch nicht, ist "kaputt" eine von mehreren Möglichkeiten. Andere Möglichkeiten sind "Hardware inkompatibel" oder Betriebssystem & Treiber falsch konfiguriert.


    den treiber für das mitsumi habe ich noch auf diskette, worein soll der ggf.? auf C:\Mitsumi?

    Der Verzeichnisname ist wumpe, solange er den DOS-Konventionen für Verzeichnisnamen genügt. Ich würde die Treiber einfach alle z. B. nach C:\CDDRIVER kopieren. Dahin kommen dan OAKCDROM.SYS und MTMCDAI.SYS.


    den OAK-Treiber sollte ich ja als neuer.sys umbenennen also ist es ja nichts anderes,

    Das Umbenennen nach neuer.sys hatte doch nur etwas mit den Kopierproblemen zu tun. Den kannst Du ruhig wieder nach OAKCDROM.SYS umbenennen. Mit "neuer.sys" wirst Du möglicherweise im nächsten Winter, wenn Du die Kiste dann mal wieder startest, nix mehr anfangen können. ;)

    Wichtig ist nur, dass Du in der config.sys jeweils die richtigen Pfade angibst, also obigem Beispiel folgend
    C:\CDDRIVER\OAKCDROM.SYS ex-oder C:\CDDRIVER\MTMCDAI.SYS


    In Deiner autoexec.bat findet sich u .a. der Eintrag
    LH /L:2,17184 KEYB GR,,
    Da wurde wohl irgendwann mal das in MS-DOS enthaltene memmaker laufen gelassen. memmaker kann dazu führen, dass Treiber nicht richtig geladen werden! im Rahmen dieses Projektes ließ ich zu Testzwecken mal memmaker laufen und schon spackte der Maustreiber. memmaker wird nur benötigt, wenn es im RAM eng wird, was daran zu erkennen ist, dass mehr als die üblichen Verdächtigen in den konventionellen Speicher geladen werden.
    Wenn im konventionellen Speicher nur die unvermeidlichen Programme residieren, ändere daher den o. g. Eintrag in
    LH KEYB GR,,
    und überlass ansonsten DOS die Speicherverwaltung.


    Also für das letztere bräuchten wir wieder eine neue .sys ist das richtig?
    weil diese OAK habe ich ja schon, nur die ist halt unbenannt in "neuer.sys"

    Der Dateivorname ist wumpe, solange er nicht länger als 8 Zeichen ist. Probier es damit. Wenn der Oak-Treiber nicht geht, nimm halt den Mitsumi-Treiber MTMCDAI.SYS.


    wie gehe ich denn bei der linsenreinigung vor, beide utensilien habe ich sogar da.

    1. Laufwerksschublade ausfahren (Laufwerk an einem System angeschlossen oder über Notauswurf)
    2. optional: Blende an der Schublade abnehmen (sinnvoll, wenn der Plastikgammel gereinigt werden soll, Vorteil: Laufwerksblende lässt sich komplet entfernen und schlabbert nicht auf der Schublade rum.)
    3. Laufwerksblende abnehmen
    4. Laufwerk aufschrauben
    5. Deckel abnehmen, Linse ist dann zugänglich
    6. Linse mit Wattestäbchen und Isopropanol reinigen, min. zwei Durchgänge
    7. Laufwerk wieder zusammen bauen
    8. [Jetzt wird es hart!] Laufwerk einen Tag ablüften lassen, damit wirklich alles Isopropanol verdunstet.


    Einen CD Linsen zu reinigen ist auch viel Esotherik bei.

    Wenn das Laufwerk vorher zickt, verliert man durch die Linsenreinigung lediglich einige Wattestäbchen, ein paar Tropfen Isopropanol und natürlich die dafür aufgewendete Zeit. Hier ließen sich durch die Linsenreinigung schon einige CD-/DVD-Laufwerke reanimieren. Allerdings wusste ich von einigen dieser Laufwerke, dass die aus PCs kamen, die jahrelang in einer sehr sandigen und damit auch staubigen Umgebung liefen.



    ich könnte natürlich das aus dem 98er nehmen, aber dann brauchen wir bestimmt wieder erst nen neuen treiber,

    Die meisten IDE-CD-ROM-Laufwerke lassen sich mit MTMCDAI.SYS (ursprünglich für Mitsumi) oder OAKCDROM.SYS (ursprünglich für Oak) erfolgreich bestiefeln.


    also hier haste!
    […]
    Secondary CD-ROM interface!

    Sollte es sein, wenn IDE IRQ = 15 gesetzt ist. Da soweit erkennbar nur der IDE IRQ einstellbar ist, sollten die zugehörigen IDE-Adressen da mit dran hängen. Das dürfte wegen der Jumper auch kein PnP sein, sodass im 386er eine reale Chance besteht, das in Gang zu bekommen.

    Leider ist auf dem Bild einiges "verblitzt".
    Tipp: Wenn Du so etwas "mit Blitz" fotografiert, halte leicht schräg drauf, damit das Licht vom Blitz nicht direkt in die Kameralinse reflektiert wird. Das gilt entsprechend bei Beleuchtung von oben.


    würde es nicht mit meiner soundkarte gehen wenn du davon gescheite fotos brauchst,

    Mach auch mal gescheite Fotos von dem IDE-Controller, an dem momentan HDD und CD-ROM hängen. Vielleicht kann der ja als secondary IDE-Controller betrieben werden. Dann würde als "zweiter" (dann systemseitig "erster") IDE-Controller einer reichen, der nur als primary IDE-Controller betrieben werden kann.

    Und wenn Du schon mit ollen Kisten zu Gange bist, lade Dir mal TH99 auf Deinen Arbeitsrechner herunter. In dem Archiv findet sich 'ne Menge zu dem ollen Zeug.


    du, jeder ide controller für isa-bus sollte es tun:
    https://www.ebay.de/sch/i.html?_fr…er&_sacat=58058

    Nein, eben nicht jede! Die erste Karte auf der Seite ist eine GW2760EX, die laut TH99 keine Einstellmöglichkeit für IDE bietet und somit nur als primary IDE-Controller betrieben werden kann.

    Da auf der Karte keine Modellbezeichnung zu finden ist, finde ich die nicht mal eben in TH99. Dort sind vier andere Karten zu finden, die den Bezeichnungen nach mit einen Acer M5105 bestückt sind. Keine dieser Karten erlaubt eine Konfiguration als secondary IDE und werden daher nur als primary IDE-Controller betrieben werden können.

    Das ist eine Prime 2C. Die verschiedenen Prime 2-Karten können auch als secondary IDE-Controller betrieben werden. Die würde also passen. ≈ 33 € + Versand + Einfuhr-Umsatzsteuer sind aber reichlich dafür. Und Lieferung aus UK ist wegen Corona & Brexit z. Z. eh so 'ne Sache, und schon gar nix für Ungeduldige.


    ich würde einfach ein langes ide kabel besorgen damit du flexibler bist

    Bei der Länge der IDE-Kabel sind Grenzen zu beachten. Alles, was länger ist, ist Kabel-Roulette.


    2. was könnte man da für eine andere kontrollerkarte nehmen, muss doch eigentlich was geben für PIONEER, oder?

    Nein, für Dein Pioneer gibt es keine dedizierte Controller-Karte, weil das ein Atapi-CD-ROM-Laufwerk ist, das an einen IDE-Controller anzuschließen ist.

    Wenn das an einen eigenen Controller soll, brauchst Du einen ISA-IDE-Controller, der mit Atapi-Laufwerken umgehen kann und sich auf IRQ 15 und I/O 0x170-0x177 & 0x376 (alternativ: IRQ 11 und I/O 0x1E8-0x1EF & 0x3EE; IRQ 10 und I/O 0x168-0x16F & 0x36E ) einstellen lässt. Wenn das ein Multi-I/O-Controller ist, deaktiviere FDC, Gameport, die beiden RS232 und, falls dafür kein IRQ mehr frei ist, auch den Parallelport. Das Pioneer kommt dann als Master an diesen IDE-Controller.

    Es geht u. U. auch an einer ISA-Soundkarte, die einen IDE-Port bereit stellt. Solche Kombis laufen hier in einigen alten Kisten. Allerdings läuft darauf Linux, dass den für die verbauten Soundkarten nötigen IDE-PnP-Treiber mitbringt. Der Linux-Kernel ignoriert in diesen Kisten die fehlende PnP-Fähigkeit des Mainboard-BIOS und kümmert sich selbst um das ISA-PnP. Unter DOS habe ich so eine Kombi noch nie probiert.


    sehen wir uns noch mals die festplatte an. es gibt manche hdds, die kann man auf "master, single drive" jumpern, die blocken dann den slave, hier das cdrom, davon erkannt zu werden.

    Die ST3491A ist in TH99 dokumentiert. Falls das auf Euren Rechnern nicht verfügbar ist, siehe hier.


    also ich will auf jedenfall wieder die CD-Controllerkarte nutzen,

    Was ist am Beitrag #32 jetzt nicht zu verstehen?

    Funktioniert das Pioneer denn an einem anderen System?

    Und wozu braucht man bei derart kleinen Dateien rar-Archive? Runter laden, auf modernem OS auspacken und dann die eigentlichen Dateien transferieren.