Bei einem Current_Pending_Sector gibt es zwei Möglichkeiten:
1.
Letztlich ist das alles analog. Für die Magnetisierung gibt es einen Wertebereich, der als "logisch 0" interpretiert wird und einen Wertebereich, der als "logisch 1" interpretiert wird. Damit 0 und 1 klar voneinander unterschieden werden können, liegt dazwischen ein Wertebereich, der logisch undefiniert ist und normalerweise nicht benutzt wird. Der Current_Pending_Sector kann nun aber z. B. durch die Einwirkung äußerer Magnetfelder (Erdmagnetfeld ist immer präsent) oder einen Stromausfall während eines Schreibvorgangs eine Magnetisierung im undefinierten Bereich haben. Durch wiederholtes erzwungenes Beschreiben mit Nullen und Einsen rückt die Magnetisierung des Current_Pending_Sector wieder in einen logisch definierten Bereich und der Current_Pending_Sector ist weg. SMART meldet dann Current_Pending_Sector = 0.
2.
Der Current_Pending_Sector ist Schrott. In diesem Fall wird durch erzwungenes Beschreiben mit Nullen und Einsen der Current_Pending_Sector als defekt markiert und ein Reservesektor zugewiesen. SMART meldet dann Current_Pending_Sector = 0 und der Wert für Reallocated_Sector_Count steigt um 1.
Das WD-tool sollte das leisten, DBAN kann es. Ansonsten leistet das ein Live-Linux, von dem aus badblocks -wsv über dei Platte gescheucht wird.
Eine Platte mit einem Reallocated_Sector_Count > 0, die sonst keine Fehler schmeißt, setzte ich durchaus noch in einem Museumsrechner ein. In einem Arbeitsrechner fliegt so eine Platte aber raus und als Backup-Medium kommt so etwas gar nicht in Frage.