ReactOS wird doch selbst im Finalzustand nicht dazu geeignet sein, irgendwie als produktives System verwendet werden – außer dass China vielleicht dann einen Teil seiner Regierungsrechner damit ausrüstet oder es auf Billigstcomputern als PE-Umgebung zur späteren Installation von Windows zum Einsatz kommt. Der Grund ist klar: ReactOS wird immer meilenweit hinter der Ausstattung/Funktionalität des aktuellen Windows (oder wie es in Zukunft auch heißen mag) zurückbleiben; in 2-3 Jahren wird kein Privatanwender ein OS mehr haben wollen, das wie Win2000 aussieht. Der „aufgeklärte“ Benutzer kann jedoch auch in naher Zukunft davon ausgehen, dass es brauchbare Windows-Alternativen auf Linux- oder *BSD-Basis gibt.
Ich meine mal, zu etwas wirklich wichtigen hats auch zum Vergleich FreeDOS nicht geschafft (zugegebenermaßen, dafür war es auch nicht konzeptiert – für ein Projekt, das aus dem Frust über den eingestellten DOS-Support von Microsoft entstanden ist, ist aber immerhin allerhand geworden). Es wird zwar z.B. rege für Embedded-Systeme (Kassensysteme) oder vorgefertigte BIOS-Update-Datenträger (Fujitsu-Siemens) benutzt, aber keiner, der nicht selber an FreeDOS aktiv mitarbeitet, würde sich dauerhaft vorstellen können, das ernsthaft auf seinen Retro-Schätzchen verwenden zu wollen (außer Excel natürlich, weils ja immerhin so in etwa so gut wie Linux ist
).