Beiträge von oreissig

    Zitat von Benedikt

    Irgendwie wird hier völlig vergessen, dass Autofahren Spaß machen kann?


    ich hatte es bereits oben schonmal genannt, aber das trifft wohl für die mehrzahl der Fortbewegungen nicht als treibendes Argument zu

    abgesehen davon halte ich es für nicht schwer zu verstehen, dass etwas aktives (lenken, schalten, kuppeln, gas/bremse, ...) potenziell den größeren Spaßfaktor bereitet als etwas passives (reinsetzen, rausgucken)

    bei 4TB kapazität nehm ich stark an, dass Blue das ding als Datengrab verwenden will, wo die Transferrate im normalfall nich so kritisch ist, aber der Backup-Punkt ist natürlich schon valide, denn nochmal 4TB für backup daneben zu stellen wird recht preisintensiv und RAID hilft dir halt nicht gegen "aus versehen gelöscht" oder irgendwie durchdrehendes Betriebssystem, was dein Dateisystem zerlegt oder Blitzschlag usw.

    Zitat von Alpha

    Bei RAID5 darf auch nur eine HDD ausfallen.. da würde ich gleich RAID6 nehmen.


    jo, aber so spart er sich eine platte bzw hat mehr kapazität
    oder wie du bereits sagtest halt mehr redundanz, sodass 2 beliebige platten ausfallen können

    ich würd auch sagen, dass RAID5 da interessanter wäre. was bringt dir RAID1 hier? wenn eine platte ausfällt, haste noch eine weitere als backup übrig. andererseits kannst du dich nicht verlassen, dass dein system auch den ausfall von 2 Platten überlebt, denn wenn es genau eins der RAID ist, sind die daten weg.

    Zitat von pETe!

    Ach, oreissig und Fleibxilitätsbefürworter:
    Nur, weil man mit dem ÖV nur 95% seines Mobilitätsbedürfnisses sinnvoll abdecken kann, heißt das ja nicht, dass sich jeder Einwohner für die restlichen 5% ein Auto vorhalten muss. Carsharing-Angebote und günstigerer Taxi-Verkehr wären eine gute Alternative. Oft muss man ja sein Auto irgendwo "mit hin nehmen", weil man es am Zielort braucht, aber von den 200km zwischen Start und Ziel hä#tte man locker 180km mit der Bahn zuürcklegen können. Das Problem liegt an den unzureichenden Verknüpfungsmöglichkeiten und der fehlenden Individualisierung. Um allerdings individualisierbare Verbindungen beispielsweise auf der Schiene anbieten zu können, müsste man erst mal Milliarden investieren.


    über carsharing o.ä. hab ich selbst noch nicht allzu intensiv nachgedacht, aber die idee find ich prinzipiell nicht schlecht. ähnlich wie mitfahrzentrale ist das halt eine art ÖPNV, nur dass er nicht zentralistisch ausgelegt ist und damit flexibler sein kann

    wenn man schon mit nachhaltigen und ökologischen Aspekten argumentiert, dann wäre Urbanisierung auch ein ganz heißer Kandidat für eine kontroverse Debatte.

    Um nochmal meinen Standpunkt auf den Punkt zu bringen:
    Ich fahre werktäglich Bus/Bahn und fahre gern damit. In Jena gibt es keinen besseren weg in die Stadt/aus der Stadt zu kommen. Trotzdem habe ich ein Auto, um die Fälle, in denen ich mehr flexibilität möchte abzudecken. Das ist inzwischen sehr selten, aber missen möchte ich das keinesfalls. (falls jemand unbedingt drauf beharrt kann ich mal ne Liste von dingen machen, für die ich mein Auto nutze, wo Nahverkehr mir keinen adäquaten Ersatz bietet)

    was ist zu tun? An allererster Stelle müssen wir effizienter werden, und zwar in allen Bereichen. Sowohl Busse, als auch Autos, sowohl Energieerzeugung, als auch Energiespeicherung. ÖPNV sollte gefördert werden statt ihn verrohen zu lassen (siehe Berlin), damit er auch für Autofahrer attraktiver wird. Das ist einfach viel überzeugender, als zu versuchen, die Menschen zu zwingen.
    Schließlich kann man für Fälle, in denen sich eine regelmäßige Buslinie nicht effektiv betreiben ließe (nicht nur finanziell, sondern auch ökologisch lohnt ein Bus sich halt nicht, wenn nur 2 Leute drin sitzen), auch noch die Autos zum Öffentlichen Personenverkehrsmittel machen - Stichwort Mitfahrzentrale :)

    Das ist eigentlich alles, was ich rüberbringen will. Ich bin eigentlich ein klarer Befürworter von ÖPNV, aber mit dem Absolutheitsanspruch, den manche hier an den Tag legen kann ich einfach nicht mitgehen, deswegen muss ich dagegen argumentieren. Und so wird das nicht nur hier im Forum sein, dass sich Fürsprecher einer Sache Unterstützung für ihre Sache verspielen, indem sie andere Fürsprecher vergraulen.

    Zitat von friedrichheinze

    Was mich viel eher stört ist dass diese blöden Autos überall rumgurken und man deshalb nicht rumlaufen darf wie man will.


    finds auch voll ätzend, dass man nich einfach in den U-Bahn-Tunneln rumlaufen kann, sondern man immer die oberirdischen zick-zack straßen nehmen muss, alles nur wegen der blöden U-Bahnen ;)

    Aber ernsthaft: Freiheitsberaubung durch Verkehr auf den Straßen ist halt ein 100%iges Großstadtproblem. In jedem Ort <20000 Einwohner stehn Einschränkungen dieser Art in einem ganz anderen Verhältnis zum persönlichen Freiheitsgewinn durch Unabhängigkeit und Flexibilität.
    Dass Autos in Großstädten ätzend sind (auch bzw insbesondere für den Autofahrer selbst) brauchen wir imho nicht diskutieren, das sieht jeder ein, aber bei geringeren Bevölkerungsdichten ist Stau und Parkplatzsuche nichts, was einen betrifft

    Zitat von TAL

    Natürlich gibt es ein paar Leute die das wollen, aber wenn die sich nicht für soetwas stark machen, dies zu Ändern [...]

    Glückwunsch, willkommen bei deiner obigen Aussage.
    Ich beginne von vorn: Warum sollten sie die ganze Überzeugungsarbeit leisten, wenns das Auto auch tut?
    Du gehst bereits wieder von den Leuten aus, die um alles in der Welt Bus fahren wollen. Für die meisten ist die Frage aber nunmal eine pragmatische. viele würden vom auto weggehen, wenn ÖPNV besser ist, solange das aber nicht der Fall ist, werden sie das nicht tun

    Leute haben nunmal auch noch paar andere Probleme...

    Zitat von TAL

    Wenn die Leute keinen ÖPNV wollen wird es auch keinen geben.

    aber wie willst du das ändern, wenn der ist-Zustand in nicht-städten einfach katastrophal ist? Das ist Henne vs. Ei, und ein "die wollen doch eigentlich garnicht" kann man sich dann immer einreden, aber ich kenn einige Leute, die sehr gern auf Nahverkehr umsteigen würden, wenn das praktikabel wäre.

    allgemein wird man die Massen nunmal mit einem für sie offensichtlichen (wenn auch augenblicklichen) Rückschritt niemals konvertieren können. Ich würde sogar darüber hinausgehen, dass selbst bei gleicher Funktionalität nichts passieren wird. Das ist der Grund, warum Linux seit 15 Jahren ganz knapp vor dem großen Durchbruch aufm Desktop ist. Das liegt nicht daran, dass es bei seinem Versuch, wie Windows zu sein, nie ganz an Windows herankam, sondern eher, dass es bei dem Versuch sowas wie Windows zu schaffen nie etwas leisten konnte, was für den DAU daheim ein mehrwert gegenüber Windows wäre. Und so haben trotz ganz guter Verfügbarkeit von Office-Suiten und Browsern usw. und trotz geringerem Preis trotzdem die Leute weiter Windows gekauft.

    Dafür die Menschheit als Blöd hinzustellen ist aber total ignorant, denn es gibt schließlich Gründe, warum etwas so ist. Und dass eine Sache besser wird, wenn alle sie benutzen ist klar. Deine Forderung "alle sollen jetzt auf ÖPNV wechseln, dann wirds schon rocken" ist in etwa so wie wenn ich jetzt sage "alle wechseln auf ihrem Desktop zu Haiku (ist ja viel effizienter als bloatiges Linux oder Windows), dann wirds dafür auch viele Apps geben". Natürlich ist das richtig, trotzdem ists einfach Schwachsinn alle Leute, die heute keinesfalls auf Haiku wechseln wollen als blöd hinzustellen.

    Zitat von TAL

    Jedoch das die Entwicklung in Städten (mit deren Außenbezirken) zugusten des ÖPNV zugenommen hat zeigt davon, das wenn viele Leute eine Straßenbahn wollen es auch bekommen können. Weil es schlichtwegs ein Sauberes, Schnelles sowie skalierbares Massentrasportmittel ist.

    schwachsinn, das ist nett aber kein kein Grund zum Umsteigen.
    Ein Grund zum Umsteigen auf ÖPNV ist es, wenns bequemer ist als Auto. In der Stadt trifft das zu, weil in nem Stadtzentrum zu Parken auch kein Spaß ist, und weil die Verkehrsmittel in der Stadt oft genug fahren.
    Aufm Land haste i.a.R. kein Parkplatzproblem und die Busse/Bahnen bei geringerer Bevölkerungsdichte so oft wie in ner Großstadt fahren zu lassen wird nunmal nie rentabel werden, auch nicht in zukunft.

    und wo wir gerade bei "an die zukunft statt ans jetzt denken" sind...elektroautos?

    Zitat von Xaar

    Lass mich raten: Du wohnst in 'ner Stadt/Region mit gut ausgebautem ÖPNV-Netz und kannst alles, was du erreichen musst mit dem ÖPNV erreichen? Dann mag das stimmen - aber so du schon einen Punkt davon nicht hast, haste durchaus ein Problem.

    Und im Übrigen: Ohne Auto ginge es bei uns auf Arbeit absolut nicht vorwärts. Denn eine Bushaltestellen/Ubahn/whateverÖPNV gibts einfach nicht in dem Areal, in dem ich arbeite! Und ich glaube kaum, dass du zur Störung mal eben 5 Kilometer über unwegsamstes Gelände zu Fuß gehst - erst recht, wenn durch die Störung der Betrieb zum Stillstand gekommen ist ;)


    hat halt alles keine Zukunft mehr...Dörfer werden evakuiert und abgelegene Arbeitsorte geschlossen

    so jedenfalls die zukunftsvision der Ökos...

    gibts eigentlich neben den ganzen mobile-themes auch sowas wie native clients für forensoftwares? tolle benutzbarkeit am telefon wär schon net übel, auf wysiwyg kann ich persönlich eigentlich komplett verzichten, ich schreib lieber manuell markup

    was ich persönlich am vB damals sehr cool fand war quickreply ohne reload (im vergleich zu den meisten foren, wo nach dem posten erst ein "dein posting wurde gepostet" zwischenbildschirm kommt, bevor man wieder im thread ist)

    ansonsten Top20, jo, und beiträge übernehmen :b1: