wenn man schon mit nachhaltigen und ökologischen Aspekten argumentiert, dann wäre Urbanisierung auch ein ganz heißer Kandidat für eine kontroverse Debatte.
Um nochmal meinen Standpunkt auf den Punkt zu bringen:
Ich fahre werktäglich Bus/Bahn und fahre gern damit. In Jena gibt es keinen besseren weg in die Stadt/aus der Stadt zu kommen. Trotzdem habe ich ein Auto, um die Fälle, in denen ich mehr flexibilität möchte abzudecken. Das ist inzwischen sehr selten, aber missen möchte ich das keinesfalls. (falls jemand unbedingt drauf beharrt kann ich mal ne Liste von dingen machen, für die ich mein Auto nutze, wo Nahverkehr mir keinen adäquaten Ersatz bietet)
was ist zu tun? An allererster Stelle müssen wir effizienter werden, und zwar in allen Bereichen. Sowohl Busse, als auch Autos, sowohl Energieerzeugung, als auch Energiespeicherung. ÖPNV sollte gefördert werden statt ihn verrohen zu lassen (siehe Berlin), damit er auch für Autofahrer attraktiver wird. Das ist einfach viel überzeugender, als zu versuchen, die Menschen zu zwingen.
Schließlich kann man für Fälle, in denen sich eine regelmäßige Buslinie nicht effektiv betreiben ließe (nicht nur finanziell, sondern auch ökologisch lohnt ein Bus sich halt nicht, wenn nur 2 Leute drin sitzen), auch noch die Autos zum Öffentlichen Personenverkehrsmittel machen - Stichwort Mitfahrzentrale 
Das ist eigentlich alles, was ich rüberbringen will. Ich bin eigentlich ein klarer Befürworter von ÖPNV, aber mit dem Absolutheitsanspruch, den manche hier an den Tag legen kann ich einfach nicht mitgehen, deswegen muss ich dagegen argumentieren. Und so wird das nicht nur hier im Forum sein, dass sich Fürsprecher einer Sache Unterstützung für ihre Sache verspielen, indem sie andere Fürsprecher vergraulen.