Beiträge von friedrichheinze

    Update: Hab den jetzt wieder ans Galaxy Nexus-Netzteil angeschlossen. Ergebnis: Extrem instabiles LAN/USB-Tastatur (funktioniert so 1-2min und crasht dann). Komisch eigentlich, früher ging das. Vielleicht geht langsam das GNex-Netzteil kaputt.

    Zu der Medienkompetenz-Geschichte:

    Das Problem ist halt immer: Wo kürzt man stattdessen? Wir hatten ja Religion/Ethik zur Auswahl, ich finde da wäre mal ein guter Anfangspunkt - wir haben in den Fächern echt nur Scheisse gemacht. Wahrscheinlich würde auch ein Jahr in dem Fach reichen, das ist ja nicht rocket science.

    Wobei mich ja auch diese Wikipediafeindlichkeit seitens der Lehrer ankotzt - zumindest war das bei uns so, vielleicht ist das ja inzwischen auch auf dem Wege der Besserung. Studien die Wikipedia und Steinzeit-Lexika vergleichen kommen eigentlich immer zu dem Schluss dass Wikipedia genauso verlässlich ist, wenn nicht sogar besser weil aktueller. Ich glaube ja das kommt von einer Existenzangst weil Wikipedia genau das oberflächliche Wissen mit einer Sucheingabe in einem Artikel liefert dass man in der Schule in mehreren Monaten durch Ostereierverstecktaktiken "erarbeiten" muss.


    Da meist garkeine Informatik gelehrt wird, sondern ein Office-Grundkurs: Nein.

    Wenn mal wirklich sinnvolles gelehrt wird: Ja!

    Sowas lief bei uns unter dem Kürzel "ITG" (Informationstechnische Grundbildung) und war eher in den Klassen 5-7. Darum geht's mir jetzt eigentlich nicht, aber ob das sinnvoll ist ist nochmal ein anderes Thema.

    Aus dem Strg+V Thread:

    Ich hatte ja Informatik in Hamburg, und so rückblickend könnte ich mir vorstellen dass es an anderen Schulen durchaus hätte schlimmer sein können. Wir haben da ein bisschen mit so nem Pascal-Programm gebastelt und dabei hätten lernen sollen was Rekursion ist, Grundlagen von Datenbanken (1:1, 1:n, n:m und so Zeug), PHP+MySQL gebaut, etwas OOP mit Java angefangen.

    Ich finde Überalterung jetzt auch nicht so das Problem. Im Gegensatz zu den 90ern sind Computer ja mittlerweile nochmal 20 Jahre älter, d.h. wir haben eine neue Lehrergeneration, die auch mit Computern was anfangen kann.

    Wenn man Informatik jetzt zu einem Pflichtfach macht, dann muss man davon ausgehen dass nochmal weniger Leute in Informatik sitzen die Bock darauf haben. Das führt dann dazu dass die Leute mit Ahnung ausgebremst werden. Andererseits werden sie das wahrscheinlich sowieso schon, also wäre da aus meiner Sicht kein grosser Verlust.

    Auch interessant wäre was denn so in einem Lehrplan Informatik steht. Da gäbe es glaube ich einen grossen Spagat zwischen "was ist nützlich" und "was sind Grundlagen", respektive "was kann ich davon in 10 Jahren überhaupt noch anwenden". Die Frage ist wie sehr man da akademisch/theoretisch oder praktisch an Informatik herangeht, Schule soll ja beides leisten. Ich könnte mir vorstellen, dass es im Moment viele Leute gibt die nur die eine oder die andere Seite von Informatik kennen und deshalb ein falsches Bild haben. Besonders bei Mädchen, was sich dann darin niederschlägt dass wir im Studium bei den Mathematikern eine Frauenquote von 50% haben und bei den Informatikern eine Frauenquote von 10% obwohl es in der Denkweise von Informatikern und Mathematikern grosse Gemeinsamkeiten gibt. Insofern könnte ein Pflichtfach Informatik da weiterhelfen.

    Ich sehe aber auch grosses Potenzial der Lehrerschaft darin einfach mal komplett zu verkacken und letzten Informatikbegeisterten zu vertreiben.

    Also: Informatik als Pflichtfach ja/nein?