Zitat von Golem.de
So gibt etwa einer der Entwickler der Hurd-Portierung zu bedenken, dass auch das aktuelle SysV-Init eigentlich nicht portierbar sei. Es könne nur deshalb auf anderen Plattformen als Linux genutzt werden, weil diese eine Kompatibilitätsschicht implementieren.
Nachtrag: https://teythoon.cryptobitch.de/posts/on-porta…f-init-systems/
Der originale, kurze Rant vom Debian-Hurd Init-Portierer, dass sysvinit nicht wirklich portierbarer ist als systemd, weil es auch auf Linux-spezifische APIs setzt, procfs namentlich (während systemd auf das linux-spezifische cgroups setzt). Unter Debian Hurd und Debian FreeBSD wird daher bereits für sysvinit ein procfs-Emulator verwendet.
Er vermutet sogar, dass das Design-Konzept von systemd die cgroups zu verwenden es einfacher machen würde, es für Mikrokernelsysteme wir Hurd zu portieren. Sysvinit schiesst unter Linux beim Herunterfahren alle Prozesse ab; wo bei Hurd halt auch Dateisystemtreiber und andere Systemservices gekillt werden, was natürlich nicht sein darf. Das ist eine Design-Annahme die sysvinit macht, welche die Portierbarkeit massiv einschränkt.
Drum sind da im Debian-Paket von sysvinit spezielle Patches drin, um das zu verhindern. Auch arbeitet er an einem cgroups-Emulator für Hurd.