AsRock K7VT4A PRO mit Sempron 2600+ SDA2600DUT3D drauf
Am Montag auf dem Rückweg von der Arbeit nach Hause fand sich oben auf einem Gerümpelhaufen (Sperrmüll? War jedenfalls am Mittwoch morgen bis auf eine Holzmöbelruine weg.) am Straßenrand ein total zerbeultes Computergehäuse, dessen eine Seitenwand fehlte. Dadurch war das Innenleben direkt zugänglich. Der Standort ließ eine Entnahme vor Ort zu. Also das Multitool aus der Packtasche geholt und das Brett raus geschraubt. Entnommen wurden das Brett mit Prozessor und Prozessorkühlkörper, die ATX-Blende und das Analogaudiokabel zwischen onboard Sound und optischem Laufwerk. Zurück gelassen im Gehäuse wurden der Miefquirl vom Prozessorkühler, ein 3,5″-Diskettenlaufwerk samt Floppykabel, ein optisches Laufwerk samt IDE-Kabel (alles total verranzt), das ATX-Netzteil (aus Sicherheitsgründen), eine AGP-Grafikkarte ohne DVI-Anschluss (nutzlos) und natürlich die CMOS-Stütze vom Brett.
Nach der Grundreinigung am Montag Abend erfolgte Mittwoch Abend der erste Test (nur anderer Prozessorkühler, nvidia GeForce FX5200, 1× 256 MiB PC-400, 3,5″ 1,44 MB FDD, 'ne gebrauchte CR2032 mit 3,06 V): Kein Bild: Doppelpiep gefolgt von acht kurzen Pieps. Obwohl auf dem Brett zwei Tage lang keine CMOS-Stütze saß, wollte es noch einen CMOS-Reset (Kurzschluss der beiden CMOS-Reset-Pins). Danach lief es regulär an. Nach dem ersten erfolgreichen Test kam erst mal das aktuelle BIOS drauf. Vorhin endete erfolgreich der letzte Test mit anderem Prozessorkühler, Ati Radeon 9550 und 2 GiB RAM (2× 1 GiB PC-400 @ PC-333) drauf sowie 3,5″ 1,44 MB FDD, 160 GB IDE udma6 HDD, 80 GB SATA 3.0 GB/s (jumpered to 1.5 GB/s) und IDE udma2 DVD-ROM dran. Die Knoppix 8.6.1-DVD startete klaglos in die GUI, holte sich via onboard Ethernet 'ne IP-Adresse aus dem DHCP-Adressbereich im LAN und über onboard line-out ließ sich auch eine WAV-Datei von einem USB 2.0-Stick aus wiedergeben.
Das Brett ist sicherlich nicht "high end" gemessen an seiner Zeit, muss sich aber auch nicht verstecken. Mit einer Via KT400A Northbridge ist es mein erstes. Es ist erst mal zu dem bescheidenen Handvorrat an Hauptplatinen gelegt worden. Da hier in den letzten Jahren zwei Sockel-A-Bretter final abgingen, kann so ein Zugang nicht schaden.
Der Sempron 2600+ ist nicht das Maximum des Möglichen auf dem Brett, aber es könnte deutlich schlimmer sein. Immerhin läuft der Prozessor mit FSB333, was laut Manual auch das Maximum darstellt. Auf dem Brett selbst ist auch eine Einstellung für FSB400 aufgedruckt (FSB wird mit drei "3-pin Jumper" eingestellt). Die KT400A war ursprünglich auch für FSB400 gedacht, wurde aber wegen Stabilitätsproblemen von Via nur bis FSB333 deklariert.